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15.07.2020 09:57

TU Berlin: Den nationalen Datenschatz heben

Stefanie Terp Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
Technische Universität Berlin

    Technische Universität Berlin an zwei von neun Konsortien zum Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur beteiligt

    Forschungsdaten sind heute einer der wertvollsten Ressourcen für die Wissenschaft. Insgesamt 30 fachspezifische Konsortien sollen in Deutschland die Etablierung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) etablieren. Jetzt haben Bund und Länder in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) die Förderentscheidung für die ersten neun NFDI-Konsortien getroffen. An zwei dieser neun Konsortien ist die Technische Universität Berlin beteiligt: an der „Nationalen Forschungsdateninfrastruktur für Wissenschaften mit Bezug zur Katalyse“ (NFDI4Cat) sowie an der „Nationalen Forschungsdateninfrastruktur für die Ingenieurwissenschaften“ (NFDI4Ing).

    Die NFDI ist eine Innovation in der deutschen Wissenschaftslandschaft. Mit ihr sollen die heute oft dezentral, projektzentriert und temporär gelagerten Datenbestände von Wissenschaft und Forschung für das deutsche Wissenschaftssystem systematisch erschlossen werden. Die NFDI wird von verschiedenen Nutzer*innen von Forschungsdaten und von Infrastruktureinrichtungen entwickelt, die dazu innerhalb und zwischen Konsortien zusammenarbeiten. Die NFDI soll Standards im Datenmanagement setzen und als digitaler, regional verteilter und vernetzter Wissensspeicher Forschungsdaten nachhaltig sichern und nutzbar machen.

    Das Projekt NFDI4cat
    Die Katalyse ist ein interdisziplinäres wissenschaftliches Technologiefeld mit besonderer Bedeutung für die industrielle chemische Produktion, zur Lösung drängender Fragen des Klimawandels und für die nachhaltige Erzeugung und Umwandlung von Energieträgern. Entsprechende Anstrengungen der Berliner Katalyseforschung werden im Exzellenzcluster der Technischen Universität Berlin UniSysCat seit 2019 gefördert. Ziel von NFDI4cat ist es, einen nachhaltigen Transformationsprozess anzustoßen, der die Katalyseforschung im digitalen Zeitalter in neue Bahnen lenkt. Für diese Daten soll unter Führung der DECHEMA eine neuartige nationale Infrastruktur konzipiert und realisiert werden, die jedem Forscher in Deutschland offensteht, und die Verwendung der Daten nach den FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable and Reusable) ermöglicht.

    Das Team an der TU Berlin wird in den nächsten fünf Jahren eine Referenzumgebung entwickeln, die eine solche Dateninfrastruktur beispielhaft am „BasCat – UniCat BASF JointLab“ implementiert. Der Aufbau erfolgt in Kooperation zwischen der Data Science-Gruppe am BasCat von Dr.-Ing. habil. Ralph Krähnert, dem Berlin Big Data Center (BBDC) und dem Berlin Zentrum für Maschinelles Lernen (BZML), geleitet von Prof. Dr. Klaus-Robert Müller, sowie dem Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme Berlin, Dr. Sonja Schimmler.

    Das Projekt NFDI4Ing
    Forschungsdaten von hoher Qualität und Nutzbarkeit nachhaltig bereitzustellen und zu pflegen ist auch eine der zukünftigen Kernaufgaben der Ingenieurwissenschaften. Das jetzt geförderte Konsortium „NFDI4Ing“ hat sich zum Ziel gesetzt, ein effektives Forschungsdatenmanagement zu etablieren, das zugleich die Transparenz und Nachvollziehbarkeit ingenieurwissenschaftlicher Forschungsergebnisse stärkt.
    Das Fachgebiet Industrielle Informationstechnik an der TU Berlin wird seine Expertise im Rahmen des Projektes in zwei der sieben definierten Aufgabenbereiche einbringen. „Wir werden mit unserer Forschung und unserem Knowhow auf den Gebieten Engineering Ontologies, Data Analytics für die Produktentwicklung sowie Datenmanagement und Digitaler Zwilling mitwirken“, so Prof. Dr.-Ing. Rainer Stark, Leiter des Fachgebiets. „Zusätzlich werden wir an der Ausarbeitung von Use Cases und best practices für die jeweiligen Aufgabenfelder mitwirken und auch als Pilotanwender für die erarbeiteten Forschungsergebnisse dienen.“
    2017 wurde das Konsortium NFDI4Ing von der RWTH Aachen University und der Technischen Universität Darmstadt initiiert.

    Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:

    Dr.-Ing. habil. Ralph Krähnert
    TU Berlin
    BasCat – UniCat BASF Joint Lab
    Tel.: 030/314 73727
    E-Mail: ralph.kraehnert@tu-berlin.de

    Prof. Dr. Rainer Stark
    TU Berlin
    Fachgebiet Industrielle Informationstechnik
    Tel.: 030/314 25414
    E-Mail: rainer.stark@tu-berlin.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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