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07.09.2020 14:50

DGTI: SARS-CoV-2: Gefährdet die Corona-Pandemie die Versorgung mit Blutprodukten?

Medizin - Kommunikation Medizinkommunikation
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.

    Transfusionsmediziner schildern aktuelle Herausforderungen

    September 2020 – Durch die andauernde Corona-Pandemie drohen weiterhin Engpässe bei Blutprodukten. Wenn diese nicht ausreichend vorhanden sind, kann das die Versorgung etwa von Unfallopfern oder Menschen, die an Blutbildungsstörungen oder Tumorerkrankungen leiden, gefährden. Die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e.V. (DGTI) ruft deshalb zur regelmäßigen Blutspende auf. Nach Ansicht der Fachgesellschaft gilt in Zeiten der Coronavirus-Krise einmal mehr: Die Blutspende rettet Leben. Im Rahmen einer Online-Pressekonferenz am 14. September schildern Transfusionsmediziner die aktuelle Versorgungslage.

    Blutprodukte haben mitunter eine geringe Haltbarkeit. Während Erythrozyten-Konzentrate bis zu 42 Tage gelagert werden können, verfallen Thrombozyten-Konzentrate schon vier bis fünf Tage nach der Blutspende. „Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass wir die Lager regelmäßig mit neuen Blutspenden auffüllen können, um den Bedarf zu decken“, erläutert Professor Dr. med. Hermann Eichler, 1. Vorsitzender der DGTI. In den Sommermonaten komme es häufig zu einem Rückgang an Blutspenden, weil viele potenzielle Blutspender im Urlaub sind oder ihre Freizeit eher im Freien verbringen. In diesem Jahr hat jedoch auch die Corona-Pandemie Einfluss auf die Spendenbereitschaft: „Viele Menschen meiden Aktivitäten, bei denen sie sich unter Menschen begeben müssen aus Sorge, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Dazu können auch Besuche in Kliniken und dort ansässigen Blutspendediensten gehören“, so der Direktor des Instituts für Klinische Hämostaseologie und Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum des Saarlandes weiter.

    Dabei müssen sich Blutspender keine Sorgen darüber machen, sich bei der Blutspende mit dem Virus anzustecken. „Die Blutspendedienste haben ihre ohnehin schon strengen Hygienestandards im Zuge der Corona-Krise noch weiter erhöht. Die empfohlenen Mindestabstände werden eingehalten und Spendenwillige mit Krankheitssymptomen erhalten keinen Zugang zum Spendenlokal. Es besteht auch keine Gefahr, dass sich Patienten über Blutprodukte mit dem Corona-Virus anstecken. Bislang ist kein Fall bekannt, bei dem das Corona-Virus über gespendetes Blut übertragen wurde“, erläutert Eichler. Der Hauptübertragungsweg von SARS-CoV-2 ist die Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. Die DGTI ruft alle potenziellen Spender auf, regelmäßig zur Blutspende zu gehen. „Denn gerade in Zeiten der Coronavirus-Krise rettet die Blutspende viele Leben“, so der Experte abschließend.

    Wie sich die aktuelle Versorgungssituation darstellt und was die Blutspendeneinrichtungen unternehmen, damit die Blutspende weiterhin sicher bleibt, berichten Experten im Rahmen einer Pressekonferenz der DGTI am 14. September 2020 von 13.00 bis 14.00 Uhr.

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    Online-Pressekonferenz
    anlässlich der 53. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e.V. (DGTI)

    Transfusionsmedizin – weit mehr als nur Blutspende

    Termin: Montag, 14. September 2020, 13.00 bis 14.00 Uhr
    Ort: Video-Konferenz
    Link zur Anmeldung: https://attendee.gotowebinar.com/register/1655926492929780752
    Vorläufige Themen und Referenten:

    SARS-CoV-2 und Transfusionsmedizin: Therapie mit Rekonvaleszentenplasma bei schwer erkrankten COVID-19 Patienten?
    Professor Dr. med. Hubert Schrezenmeier
    Tagungspräsident, 2. Vorsitzender der DGTI, Ärztlicher Direktor und Medizinischer Geschäftsführer des Instituts für Klinische Transfusionsmedizin und Immungenetik Ulm (IKT)

    Herausforderung SARS-CoV-2: Gefährdet die Corona-Pandemie die Versorgung mit Blutprodukten?
    Professor Dr. med. Hermann Eichler
    1. Vorsitzender der DGTI, Direktor des Instituts für Klinische Hämostaseologie und Transfusionsmedizin, Universität und Universitätsklinikum des Saarlandes

    Gesund durch Blutwäsche? Wie neue Erkenntnisse in der therapeutischen Apherese helfen können, Erkrankungen zu heilen
    Professor Dr. med. Nina Worel
    Vorsitzende der Sektion Apherese der DGTI, Leitung Gewebebank, Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin an der medizinischen Universität Wien

    Diagnostische Innovationen in der Transfusionsmedizin: Welche Chancen bietet die Genotypisierung der Blutgruppen?
    Dr. med. Christof Weinstock
    Leitung der Abteilung Immunhämatologie und Blutgruppenserologie am Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Immungenetik Ulm

    Moderation: DGTI-Pressestelle

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    Ihr Kontakt für Rückfragen:
    Sabrina Hartmann
    Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI)
    Pressestelle
    Postfach 30 11 20 | 70451 Stuttgart
    Telefon: 0711 8931-649
    hartmann@medizinkommunikation.org
    https://www.dgti-kongress.de/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Pressetermine, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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