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05.04.2022 16:43

Ernst-Abbe-Hochschule Jena - Start ehrenamtlicher Rechtsberatung für Migrantinnen und Migranten

Sigrid Neef Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Ernst-Abbe-Hochschule Jena

    Am 11. April 2022 findet in Jena die erste ehrenamtliche Beratung der neuen Migration and Participation Law Clinic (MaP) statt. Migrantinnen und Migranten werden hier unentgeltlich zu Fragen der Teilhabe an Bildung und Arbeitsmarkt beraten, zum Beispiel zum Zugang zu Sprachkursen, Ausbildungsplätzen, Studium oder Beschäftigung. Auch mögliche Ansprüche auf staatliche Förderung und Unterstützung hierbei sind Gegenstand der Beratung, die jeden Montag von 17-19 Uhr im Jenaer „WeltRaum“ in „Tandems“, also Zweierteams, unter juristischer und psychologischer Supervision stattfinden werden.

    Das Ehrenamtsprojekt wurde vor einem Jahr von einem Team um Projektleiter Prof. Dr. Frederik von Harbou, Professor für Rechtswissenschaften am Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH Jena), und Praxispartnerin Susann Detko, MA, damals Landratsamtsmitarbeiterin für Integration und heute Doktorandin an der EAH Jena, gegründet. Im vergangenen Wintersemester wurden von Oktober 2021 bis Februar 2022 mehr als 30 EAH-Studierende und andere Interessierte mit einem Ausbildungsprogramm, das Gastvorträge zu rechtlichen, psychologischen und beratungspraktischen Themen, Übungen sowie eine Beratungssimulation umfasste, zu MaP-Beraterinnen und -Beratern qualifiziert. Studierende am Fachbereich Sozialwesen der EAH Jena waren darüber hinaus von Beginn an am Aufbau des MaP-Projektes beteiligt und haben im vergangenen Jahr in einer „Projektwerkstatt“ unter anderem eine Bedarfsanalyse durchgeführt, Netzwerke geknüpft, eine Homepage sowie einen Imagefilm gestaltet.

    Die Mitglieder des MaP-Teams verbindet das Anliegen, mit ihrem Projekt zum einen Migrantinnen und Migranten das Ankommen und die soziale Teilhabe in Deutschland durch eine niedrigschwellige ehrenamtliche Beratung und Unterstützung zu erleichtern. Zum anderen bietet das Projekt vor allem Studierenden der Sozialen Arbeit die Möglichkeit, sich für die Interessen häufig marginalisierter Menschen einzusetzen und dabei zugleich erste berufspraktische Erfahrungen zu sammeln. Die EAH Jena leistet gerade vor dem Hintergrund des aktuellen Zuzugs Geflüchteter des Kriegs in der Ukraine einen Beitrag im Rahmen ihrer humanitären und sozialen Verantwortung. Unterstützt wird MaP sowohl durch Nucleus Jena, als auch durch den Investitions-Fonds der EAH Jena sowie dem Vizepräsidenten für Studium, Lehre und Weiterbildung Prof. Dr. Mario Brandtner.

    Die MaP-Beratung findet ab dem 11.04.2022 jeweils montags (außer feiertags) von 17 Uhr bis 19 Uhr im „WeltRaum“, Unterm Markt 13, 07743 Jena, statt. Eine Anmeldung mit kurzer Fallschilderung unter map@eah-jena.de ist wünschenswert, aber nicht erforderlich.

    Foto: Frederik von Harbou
    Mehr Informationen unter: https://www.eah-jena.de/map/beratung


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Frederik von Harbou, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Fachbereich Sozialwesen, Carl-Zeiss-Promenade 2, 07745 Jena, Tel.: 03641 - 205 812, Frederik.vonHarbou@eah-jena.de


    Weitere Informationen:

    http://www.eah-jena.de


    Bilder

    Prof. Dr. Frederik von Harbou
    Prof. Dr. Frederik von Harbou
    Frederik von Harbou
    EAH Jena


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, jedermann
    Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, Politik, Recht
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Studium und Lehre
    Deutsch


     

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