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10.08.2022 11:52

Sprachliche Bildung in der Einwanderungsgesellschaft: Metavorhaben unter Beteiligung der Universität Hamburg startet

Abteilung 2 Referat Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Hamburg

    „Sprachliche Bildung in der Einwanderungsgesellschaft“ heißt eine Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Zum 1. Juli 2022 hat das gleichnamige Metavorhaben, das die einzelnen Projekte übergeordnet verbindet, seine Arbeit aufgenommen – unter Beteiligung der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg.

    Nach aktuellem Stand werden sich bundesweit 21 Teilprojekte mit Forschungsfragen zur sprachlichen Bildung vom Elementarbereich bis zur Erwachsenenbildung beschäftigen. Ziel des Metavorhabens ist es, die Arbeit dieser Projekte zu verknüpfen und in einen übergreifenden wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmen zu stellen.

    Verantwortet wird das Vorhaben gemeinsam vom Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln, der Universität Hamburg und dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE) in Bonn. An der Universität Hamburg ist das Projekt im „Forschungszentrum Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit/ Literacy in Diversity Settings“ der Fakultät für Erziehungswissenschaft verankert. Es wird gemeinsam betreut von Ingrid Gogolin, Professorin für Internationale und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft, und Drorit Lengyel, Professorin für Erziehungswissenschaft in multilingualen Kontexten.

    Prof. Ingrid Gogolin betont, dass ein wachsender Teil der Kinder und Jugendlichen in Deutschland zwei- oder mehrsprachig aufwächst und lebt: „Deren sprachliche Bildungsvoraussetzungen bilden besondere Herausforderungen, aber auch enorme Chancen für sprachliche Bildung und für Bildung überhaupt. Ein gemeinsames Anliegen des Metavorhabens ist es, erfolgreiche Formen für das Lehren und Lernen im Kontext der Mehrsprachigkeit zu finden, von denen alle Kinder und Jugendlichen profitieren.“

    Konkret führen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Metavorhaben Studien zum Umgang mit Mehrsprachigkeit sowie zum Transfer und seiner Steuerung im Feld sprachlicher Bildung durch. Zudem erstellen sie unter anderem Forschungssynthesen und unterstützen den Fachdiskurs, indem sie die Ergebnisse der Projekte kontinuierlich beobachten, mögliche weitere Forschungsfragen aufzeigen sowie alle Projektbeteiligten und weitere zentrale Akteurinnen und Akteure vernetzen, beispielsweise durch die Organisation von Veranstaltungen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Unterstützung bei der Implementierung der einzelnen Forschungsergebnisse, indem sie die Projektergebnisse zielgruppengerecht aufbereiten, dafür verschiedene Formate entwickeln und den Transfer in die Praxis und Bildungsadministration sowie den Dialog vorantreiben.

    „Wir freuen uns, das Metavorhaben durchzuführen und damit zu einer nachhaltigen Verbesserung der sprachlichen Bildung beizutragen. Sprachliche Kompetenzen entscheiden wesentlich über Bildungserfolg, gesellschaftliche Teilhabe und Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dank der Forschung wissen wir bereits viel darüber, welche Förderkonzepte und Maßnahmen wirksam sind. Zentral ist, dass diese auch in der Praxis ankommen und der Transfer gelingt. Daher werden wir kooperative Prozesse intensiv in den Blick nehmen“, sagt Prof. Dr. Hans-Joachim Roth vom Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln, der das Metavorhaben koordiniert.

    „Was uns oft noch fehlt, ist Wissen darüber, unter welchen Bedingungen der Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die Praxis gelingen kann. Das Metavorhaben möchte dazu konstruktive Vorschläge machen, in die die Erfahrungen der Praxis einfließen“, formuliert Prof. Dr. Josef Schrader, wissenschaftlicher Direktor des DIE in Bonn, für die zentrale Zielsetzung.

    Die einzelnen Projekte der Förderrichtlinie starten bis zum April kommenden Jahres und werden mit einem Gesamtvolumen von 15 Millionen Euro gefördert.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Ingrid Gogolin
    Universität Hamburg
    Professorin für Internationale und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft
    Tel. +40 40 42838-2127
    E-Mail: ingrid.gogolin@uni-hamburg.de


    Weitere Informationen:

    https://www.mercator-institut-sprachfoerderung.de/de/aktuelles/meldung/2022/spra... Pressemitteilung des koordinierenden Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität Köln


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Pädagogik / Bildung, Sprache / Literatur
    regional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


     

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