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15.01.2024 18:24

HAWK ist Wegbereiterin für KI-Nutzung an Hochschulen

Sabine zu Klampen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen

    Viele Hochschulen in ganz Deutschland nutzen datenschutzkonformes Interface der HAWK für ChatGPT

    Ob Künstliche Intelligenz (KI) in der Hochschullehre genutzt werden sollte, ist schon längst keine Frage mehr. Doch wie können Hochschulen Tools wie ChatGPT für alle ihre Angehörigen verfügbar und sicher machen? An der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen hat das Interaction Design Lab ein webbasiertes Interface zur didaktischen Nutzung dafür entwickelt, das die HAWK anderen deutschen Hochschulen kostenfrei zur Verfügung stellt. Hochschulen und Universitäten von Emden bis München nutzen es schon oder testen es.

    Seit Juni ist HAWKI für alle Hochschulmitglieder der HAWK online gegangen. Unter ai.hawk.de finden Studierende, Lehrende und Mitarbeitende das Interface, mit dem sie ChatGPT von OpenAI in den Versionen GPT3.5 und GPT4-Turbo kostenfrei über ihren Hochschul-Account nutzen können. Die Nutzenden müssen keinen eigenen Account bei ChatGPT anlegen und die Hochschulauthentifizierung wird nur verwendet, um festzustellen, ob sie berechtigt sind, auf HAWKI zuzugreifen. Damit können sie das Interface anonym nutzen und es können keine Rückschlüsse auf einzelne Personen gezogen werden. „Der Datenschutz war uns besonders wichtig und durch die enge und gute Zusammenarbeit mit den Datenschutzbeauftragten der HAWK können wir diesen auch gewährleisten“, betont Stefan Wölwer, Professor für Interaction Design im Kompetenzfeld Digital Environments an der Fakultät Gestaltung in Hildesheim. „Die Nutzung von HAWKI kann also sowohl gegenüber der Hochschule als auch gegenüber OpenAI völlig anonym erfolgen und bietet somit einen sicheren Experimentier-, Forschungs- und Lernraum.“

    Eine weitere Besonderheit ist die Unterstützung der Nutzenden durch virtuelle Teammitglieder und Lehrräume, die bei Fragen zu bestimmte Themen unterstützen. Die fiktiven Expert*innen haben eine ausführliche Rollenbeschreibung, also Kontextverständnis für ihre Aufgabe und können dadurch schneller qualitativ hochwertige Antworten liefern. In den Lernräumen erhalten Nutzende Vorschläge für die Prompts, die zum Dialog mit ChatGPT nötig sind. Gute Prompts zu formulieren – also auch die Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen – ist eine wichtige Fähigkeit, um die KI sinnvoll zu nutzen und gute Ergebnisse zu erzielen.

    Vincent Timm, Leiter des Interaction Design Labs der HAWK-Fakultät Gestaltung, und Jonas Trippler, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lab, entwickelten bereits im Januar 2023 den ersten Prototypen des Interfaces. Stefan Wölwer beriet in Fragen der Gestaltung und kümmerte sich um die Rahmenbedingungen, um das Angebot hochschulweit nutzbar zu machen. Unterstützt durch die Digitalisierungsstrategie der HAWK und das Engagement des Präsidiums, das Handlungsempfehlungen zur Nutzung von KI in der Lehre herausgab, hielt ChatGPT schon früh Einzug in den Hochschulalltag. Die prototypische Entwicklung, eine wichtige Design- Innovationsmethode, schloss schon früh die Studierenden mit ein, um somit wichtiges Feedback in die weitere Umsetzung von HAWKI einfließen zu lassen. Durch den Entwurf und der Programmierung der Plattform innerhalb des Interaction Design Labs fielen nur Kosten für die Nutzung von ChatGPT an. Diese richten sich nach der Textmenge, die von ChatGPT verarbeitet wird.

    Damit ist die HAWK Initiatorin einer innovativen und neuen Herangehensweise, wie Hochschulen deutschlandweit mit ChatGPT umgehen. Dazu hat auch beigetragen, dass die Hochschule HAWKI mit der Öffentlichkeit teilt. „Wir haben uns früh dafür entschieden, HAWKI als Open-Source über die Plattform Github zur Verfügung zu stellen. Zum einen sahen wir darin einen wichtigen Beitrag, anderen Hochschulen und damit deren Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden dieses Interface zu KI-Systemen zur Verfügung zu stellen. Zum anderen unterstützt diese Transparenz des Programmcodes der Plattform das Vertrauen der Hochschulangehörigen in die Anwendung gerade im Bezug zum Datenschutz“, erklärt Stefan Wölwer.

    Seit der Veröffentlichung haben viele Hochschulen Interesse an HAWKI bekundet. Einige, wie die Universität Hildesheim und die Hochschule München, haben die Plattform bereits in ihre eigene IT-Infrastruktur eingebunden. Das Interaction Design Lab der HAWK unterstützt dabei individuell und mit Informationsveranstaltungen.

    Eine Video-Präsentation findet sich auf unserem Vimeo-Kanal: https://vimeo.com/835355328

    HAWKI auf dem Hochschulforum Digitalisierung:
    https://hochschulforumdigitalisierung.de/blog/design-als-schnittstelle-zur-ki-wi...


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Stefan Wölwer stefan.woelwer@hawk.de


    Weitere Informationen:


    https://hochschulforumdigitalisierung.de/blog/design-als-schnittstelle-zur-ki-wi...


    Bilder

    Über das Portal HAWKI können Hochschulmitglieder ChatGPT kostenfrei nutzen
    Über das Portal HAWKI können Hochschulmitglieder ChatGPT kostenfrei nutzen

    HAWK


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften
    überregional
    Studium und Lehre
    Deutsch


     

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