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23.09.1997 00:00

PK - Transplantationsmedizin

Dr. Josef König Dezernat Hochschulkommunikation
Ruhr-Universität Bochum

    Bochum, 19.09.1997 Nr. 166

    Zum zweiten Mal in Bochum Patientenseminar zur Transplantationsmedizin Neue Erfolge in der Pankreastransplantation

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    zum zweiten Mal findet das Patientenseminar ,Pankreastransplantation" statt (27.09.1997, ab 11 h, Universitätsklinik Knappschaftskrankenhaus Bochum Langendreer), bei dem alle Gesichtspunkte und Erfahrungen aus der Transplantationsmedizin aus Sicht der Betroffenen diskutiert werden. Veranstaltet wird das Seminar von Transplantationszentrum Bochum und dem Bundesverband der Organtransplantierten e.V.

    Um Ihnen die Möglichkeit zu geben, sich bereits im Vorfeld des Patientenseminars ausführlich zu informieren, lade ich Sie sehr herzlich ein zu einem

    Pressegespräch,

    Mittwoch, 24.09.1997, 11 h, Konferenzraum des Knappschaftskrankenhaus, In der Schornau 23-25, 44892 Bochum.

    Als Gesprächspartner

    erwarten Sie Priv.-Doz. Dr. M. Büsing, Prof. Dr. J. Klempnauer, Priv. Doz. Dr. M. Nauck (alle: Transplantationszentrum Bochum) und B. Trapp (Bundesverband der Organtransplantierten e.V.).

    OP und Nachbehandlung: neue Wege und neue Techniken

    Die Pankreastransplantation erfährt z.Zt. in Europa einen enormen Aufschwung. Maßgeblich daran beteiligt ist auch das Transplantationszentrum Bochum. Hier wurden seit Juni 1994 etwa 100 Transplantationen durchgeführt. Allein im Jahre 1997 wird mit etwa 45 Pankreastransplantationen gerechnet. In Bochum entwickelte, neue chirurgische Techniken und immunsuppressive Konzepte haben zu einer deutlichen Verbesserung des frühpostoperativen Verlaufes und der Langzeitergebnisse nach Pankreastransplantationen geführt. Das Bochumer Zentrum ist hier europaweit führend. So wurde die Ableitung des Pankreassekretes in den Dünndarm (Dünndarmdrainagetechnik), statt wie bislang in die Harnblase, hier zum Routineverfahren entwickelt. Das neue immunsuppressive Konzept mit der einmaligen Gabe von Antikörpern während der Operation hat die Häufigkeit von Abstoßungsreaktionen um mehr als 50 % reduziert. Als Besonderheit der chirurgischen Technik wurde erstmals in Europa die Ableitung des venösen Pankreasblutes in die zur Leber des Empfängers führenden Pfortader vorgenommen. In Kombination mit der Dünndarmdrainagetechnik besteht damit eine physiologische Funktion des transplantierten Pankreas.

    Erfolgreich: Erste Pankreastransplantation bei Typ II Diabetes

    Vor einigen Wochen wurde erstmals in Europa eine kombinierte Pankreas/Nierentransplatation bei einer Typ lI-Diabetikerin mit terminaler Niereninsuffizienz vorgenommen. Bislang galt der Typ II-Diabetes (früher auch Altersdiabetes) als Kontraindikation zu einer Pankreastransplantation. Erste Ergebnisse endokrinologischer Untersuchungen zeigen, daß auch beim Typ Il-Diabetes mittels Pankreastransplantation eine Normalisierung des Glucosestoffwechsels erreicht werden kann. Damit könnte bei dieser großen Patientenguppe in Zukunft die Pankreastransplantation als Therapiemöglichkeit verstärkt in Frage kommen.

    Mit freundlichen Grüßen

    i.V. Dr. Barbara Kruse


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Es wurden keine Arten angegeben
    Deutsch


     

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