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20.05.2010 - 20.05.2010 | Würzburg

Chopins Leben in Wort, Bild und Musik

Der Musikschriftsteller Ernst Burger hält einen Vortrag zu Frédéric Chopins Leben in Wort, Bild und Musik anlässlich dessen 200. Geburtstages 2010.

Ernst Burger ist der führende Kenner Chopins. Mit dem großformatigen Band „Frédéric Chopin. Eine Lebenschronik in Bildern und Dokumenten“ hat er 1990 das Standardwerk zur Biografie Chopins vorgelegt. Mit diesem neuen Biografie-Format, einer Kopplung von reichem Bildmaterial, Original-Dokumenten und Textbeiträgen, die mit wissenschaftlich-„historischer Genauigkeit ohne romanhafte Ausschmückungen“ (Paul Fiebig in der Besprechung im SWR 2 vom 22. Oktober 1999) ausgestattet sind, hat Ernst Burger eine neue Gattung von "Dokumentar-Bild-Lebens-und Werkchroniken“ in der Musikbibliografie geschaffen, die vielfach ausgezeichnet wurden. Auch für Franz Liszt und Robert Schumann liegen gleichartige Bild- und Dokumentarbiografien Ernst Burgers vor. „Ein monumentales Buch“ urteilte Gerhard R. Koch über den Chopin-Band in der FAZ (28. August 1991). Herr Burger hegt eben eine Leidenschaft für das 19. Jahrhundert. Sein Band über den Jazz-Pianisten Erroll Garner, erschienen 2007, fällt da (nur auf den ersten Blick) etwas aus der Reihe. „Sein Garner-Buch ist ein Ineinander von Dokumentation und Liebeserklärung“ bemerkte Werner Burkhardt in der SZ am 2. August 2007.
Ernst Burger wurde 1937 in München geboren und lebt heute abwechselnd in seiner Heimatstadt und am Schliersee. An der Hochschule für Musik und Theater München wurde er zum Pianisten und Musikpädagogen ausgebildet. Nach einer Verletzung der rechten Hand konzentriert sich das Interesse Burgers überwiegend auf das Verfassen von Biografien der Komponisten, mit denen er sich seit seiner Jugend beschäftigt. Seine schriftstellerischen Arbeiten fanden internationale Anerkennung und wurden mit dem "Grand Prix de littérature musicale" (Paris 1988), dem "Orden Pour le mérite culturel" (Warschau 1991), dem "Robert-Schumann-Preis" (Zwickau 1999) und dem "Deutschen Musikeditionspreis" (Bonn 1999) ausgezeichnet.
Ernst Burger arbeitet ausschließlich mit Originaldokumenten, die er auf Auktionen oder in Archiven aufspürt. Mit detektivischem Gespür fallen ihm viele Dokumente zu, die selbst als lange verschollen oder als unbekannt galten. Das Liszt-Museum in Bayreuth besteht fast ausnahmslos aus Exponaten, die Ernst Burger gesammelt und dem Museum zur Verfügung gestellt hat. Die letzte der sechs originalen Totenmasken Chopins (fünf werden in verschiedenen Museen oder Archiven gehütet) konnte er auf einer Auktion ersteigern und hütete sie, bis sie während eines Vortrags zu Chopin im März 2010 ohne sein Verschulden durch eine defekte Ausstellungs-Vitrine (unwiderbringlich?) zu Bruch ging.
Der „Kulturexzentriker, der lieber auf das Autorenhonorar verzichtet als auf die von ihm gewünschte Papierqualität“ (Adrian Cecil in der SZ 8. / 9. August 1998) arbeitet unermüdlich weiter. Sein neues Buch „Franz Liszt. Die Jahre in Rom und Tivoli“ ist soeben bei Schott in Druck gegangen und wird Anfang 2011 zu Liszts 200. Geburtstag erscheinen.

Hinweise zur Teilnahme:

Termin:

20.05.2010 19:00 - 21:00

Veranstaltungsort:

Hochschule für Musik Würzburg
Gebäude Hofstraße (Eingang gegenüber Residenzplatz)
Kammermusiksaal
97070 Würzburg
Bayern
Deutschland

Zielgruppe:

Studierende, jedermann

E-Mail-Adresse:

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

Kulturwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Musik / Theater, Sprache / Literatur

Arten:

Eintrag:

14.05.2010

Absender:

Dagmar Ungerer-Brams

Abteilung:

Öffentlichkeitsarbeit

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event31430


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