„‚Prädemokratie’, ‚Postdemokratie’, ‚Autokratie’? Zum Stand vergleichender Herrschaft"

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29.03.2012 - 31.03.2012 | Marburg

„‚Prädemokratie’, ‚Postdemokratie’, ‚Autokratie’? Zum Stand vergleichender Herrschaft"

Demokratie, ihre Schwächen und auch ihre Gegenmodelle, sind derzeit ein tagesaktuelles Thema. Im Rahmen der Jahrestagung der Sektion Vergleichende Politikwissenschaft der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft diskutieren namhafte Vertreterinnen und Vertreter sowie junge Wissenschafterinnen und Wissenschaftler der Demokratie- und Autoritarismusforschung vom 29. bis 31. März 2012 an der Philipps-Universität.

Es geht um Fragen wie: Wie sind die Auswirkungen der Finanzkrise zu bewerten? Wohin entwickeln sich die etablierten Demokratien? Sind die Occupy-Bewegungen und die Protest-Bewegungen in Südeuropa Demokratiebewegungen? Ist der „arabische Frühling“ der Aufbruch in demokratische Gesellschaftsordnungen oder entstehen neue Autokratien?

Die politischen Umbrüche in Nordafrika drängen auf einen Vergleich von Herrschaftsordnungen und deren praktische Auswirkungen und Entwicklungsdynamiken. Deshalb werden die bislang getrennt voneinander diskutierten Begriffe „Prädemokratie“, „Postdemokratie“ und „Autokratie“ zueinander in Beziehung gesetzt. Mit diesen drei Schlagworten werden jeweils Probleme und Krisensymptome politischer Systeme beschrieben. Prädemokratie bezeichnet den Umstand, dass auch in etablierten westlichen Demokratien nicht alle gesellschaftlichen Gruppen gleichberechtigt repräsentiert sind. Postdemokratie bezeichnet dagegen Prozesse, die die westlichen Demokratien auslaugen, wie etwa die sinkende Entscheidungskompetenz gewählter Gremien. Autokratie sind nicht zwangsweise als Diktaturen zu begreifen; vielmehr handelt es sich um Systeme, in denen elementare institutionelle Grundlagen repräsentativer Demokratie fehlen.
Die Sektionstagung wird politikwissenschaftliche Herrschaftsforschung in aktueller und übergreifender Perspektive diskutieren und die drei Themenstränge zueinander in Bezug setzen. Die Analyse beschränkt sich nicht nur auf die Konkurrenz demokratischer und autokratischer Regime, sie bezieht auch Konsolidierungsprozesse mit ein und stellt die Stabilität liberaler Demokratien in Frage. Der Praxisbezug wird durch eine Diskussion mit prominenten Politikerinnen und Politikern, die auch wissenschaftlich vom Fach sind, nicht zu kurz kommen. Organisiert wird die Tagung von Prof. Dr. Claudia Derichs (Marburg), Prof. Dr. Ursula Birsl (Marburg), Dr. Daniela Marx (Marburg), PD Dr. Samuel Salzborn (Gießen) und PD Dr. Claudia Wiesner (Marburg /Jyväskylä).

Mit öffentlicher Diskussionsveranstaltung zum Thema „Finanzkrise=Demokratiekrise?“ mit Thorsten Schäfer-Guembel (Fraktions- und Landesvorsitzender der hessischen SPD) und Elmar Brok (Mitglied des Europaparlaments)

Ansprechpartnerin:
Dr. Daniela Marx
Telefon: 06421 28-24949
E-Mail: daniela.marx@staff.uni-marburg.de

Hinweise zur Teilnahme:
Anmeldung über: www.demokratie-autokratie.de

Termin:

29.03.2012 ab 11:00 - 31.03.2012 14:00

Veranstaltungsort:

Centrum für Nah- und Mitteloststudien, Deutschhausstraße 12,
Alte Aula der Philipps-Universität Marburg, Lahntor 3,
Landgrafenhaus, Hörsaal LH 103, Universitätsstraße 7
35037 Marburg
Hessen
Deutschland

Zielgruppe:

jedermann

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

Gesellschaft, Politik

Arten:

Konferenz / Symposion / (Jahres-)Tagung

Eintrag:

22.03.2012

Absender:

Dr. Susanne Igler

Abteilung:

Pressestelle

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event39077


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