idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr

Veranstaltung


institutionlogo


Teilen: 
12.05.2016 - 12.05.2016 | Karlsruhe

„Grenzenrettend Menschen schützen.“ – Die Flüchtlinge und wir in der Krise

Lange Nacht der Politischen Philosophie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Die Flucht- und Migrationsströme haben auch bei den Staaten der Europäischen Union tiefe Spuren hinterlassen. Die angebliche Wertegemeinschaft ist sich ihrer Werte nicht länger bewusst. Manche hinterfragen gar, ob es sich überhaupt noch um eine Gemeinschaft handelt.

Angesichts des Leids und der ausweglosen Lage der Flüchtlinge streitet die europäische Staatengemeinschaft um den Umfang ihrer humanitären Hilfspflichten. Welche Personen sind tatsächlich schutzbedürftig? Lässt sich die gängige Unterscheidung zwischen „echten“ Flüchtlingen und „Wirtschaftsflüchtlingen“ rechtfertigen? Gibt es eine Obergrenze für aufzunehmende Flüchtlinge?

Unter dem Stichwort „Obergrenze“ diskutiert die Öffentlichkeit zudem die Legitimität von Grenzen der Hilfe und Solidarität. Darf ein Land seine Grenzen schließen, wenn die öffentliche Sicherheit durch unkontrollierte Einreise gefährdet ist? Haben Flüchtlinge ein Recht auf Integration oder vielmehr nur auf temporäre Duldung? „Schaffen wir das“, Flüchtlinge aufzunehmen und zu integrieren, wenn die Zahlen die Millionengrenze übersteigen?

Zu diesen vielfältigen Fragen und Problemen stellen Ulrich Arnswald, Michael Schmidt und Simeon Imhoff kurze Vorträge zur Diskussion im Plenum. Rolf Steltemeier, Ministerialdirigent im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, referiert über die Bemühungen auf internationaler Ebene und moderiert die Veranstaltung.

Die Veranstaltung wird vom Arbeitskreis Politische Philosophie (polphil) des Instituts für Philosophie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) organisiert und in Zusammenarbeit mit der Fachschaft GeistSoz des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ausgerichtet.

Programmablauf

19:00 Uhr Begrüßung
19:10-20:00 Uhr Simeon Imhoff: Über Hilfe und Aufnahme. Zwei Pflichten und ihre
Grenzen
Mit anschließender Diskussion
20:00-20:10 Uhr Pause
20:10-21:00 Uhr Michael Schmidt: Ist es sinnvoll zwischen „Wirtschaftsflüchtlingen“
und „Asylsuchenden“ zu unterscheiden?
Mit anschließender Diskussion
21:00-22:00 Uhr Pause mit Bewirtung
22:00-22:50 Uhr Rolf Steltemeier: Die Europäische Entwicklungspolitik am Beispiel der Zusammenarbeit in der aktuellen Flüchtlingskrise
Mit anschließender Diskussion
22:50-23:00 Uhr Pause
23:00-23:50 Uhr Ulrich Arnswald: Auch moralisch gibt es eine Obergrenze. – Die
Flüchtlingsproblematik zwischen Schutzrecht und Gegenintervention
Mit anschließender Diskussion

Hinweise zur Teilnahme:
Der Eintritt ist frei.

Termin:

12.05.2016 19:00 - 23:59

Veranstaltungsort:

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
KIT Campus Süd
Fritz-Haber-Weg 7
Franz Schnabel Haus
Gebäude 30.91
Raum 012
76131 Karlsruhe
Baden-Württemberg
Deutschland

Zielgruppe:

Studierende, jedermann

Relevanz:

international

Sachgebiete:

Geschichte / Archäologie, Kulturwissenschaften, Philosophie / Ethik, Politik, Psychologie

Arten:

Seminar / Workshop / Diskussion, Vortrag / Kolloquium / Vorlesung

Eintrag:

04.05.2016

Absender:

Inge Arnold

Abteilung:

Presse, Kommunikation und Marketing

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event54209


Hilfe

Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
Verknüpfungen

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

Klammern

Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

Wortgruppen

Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

Auswahlkriterien

Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).