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07.09.2017 - 08.09.2017 | Essen

Workshop: Qualitativ-empirische und ethnographische Zugänge zu kollektiven Protestformen

Die Idee, diesen Workshop zu organisieren, resultiert aus einem vorangegangen Workshop zum Thema "Protestkulturen in Zeiten von Krisen" auf der DGV-Jahrestagung in Marburg in 2015. Jetzt soll mit einem zweitägigen Workshop daran angeknüpft werden.

Während der Zusammenarbeit wurde deutlich, dass dieser Art Untersuchungsgegenstand unseren Anspruch, ethnographische Forschung zu betreiben, vor besondere Herausforderungen stellt: Was bedeutet es, in dem sehr dynamischen Umfeld von post-Konflikt Gebieten wie bspw. Libyen über Frauenbewegungen zu forschen? Oder wie die folgende Sequenz zeigt: Wie setzen wir die Erlebnisse im Feld mit den Erfahrungen in unserem nicht-akademischen Alltag in Beziehung?

Diese und viele damit zusammenhänge Fragen veranlassten uns, einen weiteren Workshop zu organisieren, der im Zeichen der methodischen und methodologischen Herausforderungen steht. Im Kern geht es um die Frage, wie kollektive Protestformen, Inszenierung, Besetzung öffentlicher und virtueller Räume, framing von Zukunftsvisionen und Utopien und die Formen der Wissensproduktion, Netzwerkstrukturen, Ritualisierungen, qualitativ-empirisch und insbesondere ethnographisch erforscht werden können.

Der Workshop interessiert sich folglich dafür, WIE ForscherInnen Proteste und soziale Bewegungen untersuchen - die für oder gegen sozialen Wandel agieren, im Kontext von wachsenden politischen, wirtschaftlichen, sozialen und migrationsbedingten Verflechtungen sowie Aktivismus-Netzwerken. Wie erforscht man dabei Netzwerke, die an verschiedenen Orten (Dorf, Stadtviertel, Stadt, Land) gebunden sind, aber Orts- und länderübergreifend wirken und sich manifestieren? Wie positionieren wir, als Forscherinnen und Forscher, uns in Bezug auf die aktivistischen Perspektiven und Anliegen? Wie gehen wir mit krisenhaften Situationen um, die im Zuge von Protestbewegungen, nicht immer absehbar, auftreten können? Das Ziel des Workshops ist es, die Besonderheiten qualitativ-empirischer und ethnographischer Forschungssituationen herauszuarbeiten, welche die Vielfalt von kollektiven, translokalen bzw. auch im Sinne des KWI-Schwerpunktes interkulturellen Protestpraktiken in verschiedenen lokalen Settings der Welt sowie deren Verflechtungs- und Interaktionszusammenhänge zum Gegenstand haben.
Gefragt wird insbesondere, wie ForscherInnen Protest als dynamischen Prozess untersuchen und ihren Feldzugang in schwierigen und zum Teil sehr konfliktgeprägten Orten gestalten, welche Methoden sich für die Untersuchung kollektiver, translokaler Protestpraktiken eignen.

Programm zum Workshop finden Sie hier: http://www.kwi-nrw.de/images/event_material-450.img

Leitung: Sandrine Gukelberger
https://www.sowi.rub.de/sozentint/gukelberger.html.de

Veranstalter:
Eine Veranstaltung der Juniorprofessur für die Soziologie der Entwicklung und Internationalisierung der Ruhr-Universität Bochum in Kooperation mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI)

Hinweise zur Teilnahme:

Termin:

07.09.2017 ab 09:30 - 08.09.2017 13:30

Veranstaltungsort:

Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

Goethestraße 31
45128 Essen
Nordrhein-Westfalen
Deutschland

Zielgruppe:

Studierende, Wissenschaftler

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Politik

Arten:

Seminar / Workshop / Diskussion

Eintrag:

23.08.2017

Absender:

Dennis Arnold

Abteilung:

Pressestelle

Veranstaltung ist kostenlos:

nein

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event58230


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