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29.03.1999 15:44

Metallische Schäume

Gertraud Pickel Presse und Kommunikation
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ein neues Schwerpunktprogramm zum Thema "Metallische Schäume" eingerichtet, in dem die Universität Erlangen-Nürnberg mit drei Lehrstühlen besonders stark vertreten ist. Prof. Dr. Robert F. Singer vom Lehrstuhl Werkstoffkunde und Technologie der Metalle wird zudem die Funktion des Koordinators (des Vorsitzenden der Prüfungsgruppe) für das Programm wahrnehmen.

    Metallische Schäume stellen eine völlig neue Werkstoffgruppe dar. Sie sind extrem leicht. Bestimmte Sorten schwimmen sogar auf Wasser. Außerdem können sie gut durch plastische Verformung Energie absorbieren.

    Metallische Schäume sind deshalb besonders geeignet, in der Verkehrstechnik - d.h. beim Bau von Automobilen, Zügen, Flugzeugen - das Gewicht zu reduzieren. Dadurch wird Treibstoff eingespart und die Umwelt weniger belastet. Im nächsten Jahr wird bei einem deutschen Kraftfahrzeughersteller das erste Schaumbauteil in Serie gehen. Es dient dem Insassenschutz im Crashfall. Anwendungen von Schäumen außerhalb der Verkehrstechnik umfassen den Brand- und Schallschutz sowie die Kühlung von hochbelasteten Komponenten in elektronischen Geräten.

    Die metallischen Schäume, die seit kurzem kommerziell verfügbar sind, bleiben jedoch noch weit hinter ihrem theoretischen Potential zurück. Außerdem ist die Herstellung derzeit relativ teuer. Durch die Forschungsarbeiten in dem neu gestarteten Schwerpunktprogramm der DFG sollen hier Fortschritte erreicht werden. 21 Forschergruppen aus der gesamten Bundesrepublik sind daran beteiligt. Es wird mit einer Bearbeitungszeit von sechs Jahren gerechnet.

    Da auf die Ausschreibung der DFG außerordentlich viele Anträge eingingen, war der Wettbewerb diesmal besonders hart. Die Ablehnungsquote lag bei 75 Prozent. Mit drei bewilligten Projekten an den Lehrstühlen Werkstoffkunde und Technologie der Metalle, Fertigungtechnologie (Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Geiger) und Technische Mechanik (Prof. Dr. Günther Kuhn) war Erlangen der erfolgreichste Standort.

    * Kontakt:
    Prof. Dr. Robert F. Singer
    Lehrstuhl Werkstoffkunde und Technologie der Metalle
    Martensstr. 5, 91058 Erlangen, Tel.: 09131/85 -27512, -27530, Fax: 09131/85 -27515
    E-Mail: rfsinger@ww.uni-erlangen.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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