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07.07.2005 13:51

Ehrendoktor für Prof. Frank E. Talke

Dieter Heinrichsen M.A. Corporate Communications Center
Technische Universität München

    Die Fakultät für Maschinenwesen der Technischen Universität München verleiht an ihrem "Tag der Fakultät", dem 8. Juli 2005, Prof. Frank E. Talke, Professor für Mechanical Engineering an der University of California, San Diego, USA, die Ehrendoktorwürde. Talke erhält diese Auszeichnung "in Anerkennung seiner außergewöhnlichen Leistungen in der Forschung und Entwicklung der Mechanik und Tribologie der Magnetspeichersysteme und der internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Ingenieurausbildung".

    Talke gilt als weltweit anerkannter Fachmann auf dem Gebiet der Flugkörperdynamik, der Mikro- und Nanotribologie sowie interferometrischen Messtechnik. Mit Magnetspeichersystemen befasst sich er sich seit 1969. Seit damals ist es gelungen, die Aufzeichnungsdichte bei Festplatten auf das Zehnmillionenfache zu steigern und zugleich die Systeme sicherer zu machen. Entscheidend für diesen Fortschritt ist das Verständnis der Dynamik und Fluidmechanik des winzigen Luftspalts von 10 Nanometer zwischen dem fliegenden Schreib-Lesekopf und der Festplatte. Die Festplatten sind heute mit einer etwa 3 Nanometer dicken Schicht aus amorphem Kohlenstoff und einer nur 1 Nanometer dicken Schicht eines synthetischen Schmierstoffs geschützt. Sowohl an der Klärung der Kopfdynamik wie an der Beschichtung der Festplatte hat Frank E. Talke wesentlichen Anteil.

    Derzeit arbeitet er gemeinsam mit der Firma Hitachi, dem Lehrstuhl für Mikrotechnologie der Universität Hannover und dem Lehrstuhl für Feingerätebau und Mikrotechnik der Technischen Universität München an einer Strukturierung der Flugkörper im Bereich von kleiner als 4 Nanometern, um die heute übliche Laserbearbeitung der Start- und Landebahn auf der Festplatte überflüssig zu machen.

    Frank E. Talke, 1939 in Dresden geboren, studierte Maschinenwesen und Luftfahrttechnik an der ehemaligen Technischen Hochschule Stuttgart. Nach dem Diplom (1965) wechselte er an die University of California, Berkeley, wo er 1966 den Master of Science erwarb und 1968 promovierte. Im Anschluss arbeitete Talke in den IBM Research and Development Laboratories in San Jose, Kalifornien. 1986 wurde als Ordinarius an das Center for Magnetic Recording Research der University of California, San Diego, berufen. Talke engagiert sich in vielen renommierten Gremien: Er ist gewähltes Mitglied der National Academy of Engineering und Fellow der American Society of Mechanical Engineers sowie der Association for the Study of Literature and Environment. Der exzellente Kenner der Ingenieurausbildung in Deutschland, den USA und Japan ist Autor und Koautor von mehr als 235 Publikationen und hält 11 Patente. 1999 wurde Frank E. Talke der Max-Planck-Forschungspreis zuerkannt.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Personalia
    Deutsch


     

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