idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
13.12.1999 09:52

Erstes Anwendertreffen zum Einsatz der "Haifischhaut"

Thomas von Salzen Dezernat 3.0 – Presse und Kommunikation
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

    Die Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie der RWTH Aachen veranstaltete am 10. Dezember 1999 das 1. Deutsche Anwendertreffen der "Kunsthaut" INTEGRA. Dieser Hautersatz soll Narben auch nach großflächigen Hautverlusten verringern. Grundlage der Kunsthaut ist ein zweischichtiges Matrixsystem, das aus Rinderkollagen und Glycosaminoglycanen aufgebaut ist. Letzterer Bestandteil wurde anfänglich aus Haifischknorpel gewonnen, so dass man das Produkt INTEGRA oft auch als Haifischhaut bezeichnet. Mittlerweile werden andere Fischknorpel aus nicht verwertbaren Bestandteilen von Fischfängen verwendet.
    Ziel des Behandlungskonzeptes ist, neben den obersten Hautschichten, die durch Hauttransplantationen ersetzt werden können, auch die Lederhautschicht wiederherzustellen. Hierzu wird die Kunsthaut vor einer Hauttransplantation auf den Gewebedefekt operiert. Nun beginnt die Einheilung der Kunsthaut mit einer Durchwanderung von körpereigenen Zellen und Blutgefäßen. Die Kunsthaut bildet aufgrund des Maschenwerks die Voraussetzung für die Neubildung der Lederhautschicht. Nach Abschluss der ersten Heilungsphase wird dann eine Hauttransplantation durchgeführt.
    Mittlerweile liegen in Deutschland drei Jahre Erfahrungen in der medizinischen Versorgung vor. Während des 1. Anwendertreffens am 10. Dezember stellten der Entwickler der Haut, Professor J. F. Burke aus Boston/USA, und der deutsche Erstanwender, Professor Dr. Alfred Berger von der Medizinischen Hochschule Hannover, ihre Erfahrungen vor. Insgesamt diskutierten Vertreter von 23 deutschen Zentren für Plastische Chirurgie und Verbrennungsmedizin über den Einsatz am Patienten. Auch im Aachener Universitätsklinikum wird der künstliche Hautersatz bei der Behandlung von Verbrennungsopfern und bei der Behandlung von Narbenfeldern eingesetzt.

    i. V. Renate Kinny


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).