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21.01.2000 09:21

"Unwort des Jahres 1999"

Dr. Gottfried Oy Public Relations und Kommunikation
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)

    Jury gibt am Dienstag Entscheidung bekannt

    FRANKFURT. Einsendeschluss war der 8. Januar 2000, am Dienstag (25.1.) wird das "Unwort des Jahres 1999" bekannt gegeben: 1.863 Zuschriften und Fax-Meldungen mit 1063 verschiedenen Vorschlägen sind für die Wahl zum "Unwort des Jahres" eingegangen. Zahlenmäßiger Spitzenreiter ist bisher der Nato-Begriff "Kollateralschaden", mit dem der Tod unbeteiligter Zivilisten als ungewollte "Neben"-Wirkung heruntergespielt wurde. Aber nicht die Zahl der Nennungen entscheidet, sondern ein besonders krasses Missverhältnis von Wort und bezeichneter Sache. So haben auch Vorschläge wie "Völkerverschiebung" für die Vertrei-bung von Serben aus dem Kosovo oder "morbides Patienten-material" für Todkranke gute Chancen, "Unwort des Jahres" zu werden, so der Sprachwissenschaftler Horst Dieter Schlosser, Professor an der Frankfurter Goethe-Universität und Sprecher
    der Jury.

    Die Entscheidung über das "Unwort des Jahres" trifft eine unab-hängige Jury, zu der neben den vier ständigen sprachwissenschaft-lichen Mitgliedern (Prof. Dr. Albrecht Greule, Regensburg; Prof. Dr. Margot Heinemann, Görlitz-Zittau; Prof. Dr. Rudolf Hoberg, Darmstadt, Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser, Frankfurt) diesmal als Vertreter der Sprachpraxis die Redakteurin Jutta Voigt (DIE WOCHE, Berlin) und der Intendant von DeutschlandRadio Ernst Elitz (Köln) gehören.

    Die Vorschläge konnten aus allen Bereichen der öffentlichen Kommunikation stammen, aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Technik, Wissenschaft, Kulturinstitutionen oder Medien.

    Einladung zur Pressekonferenz "Unwort des Jahres 1999" mit dem Sprecher der Jury, Prof. Horst D. Schlosser

    Zeit: Dienstag (25.1.2000)um 10 Uhr

    Ort: Alter Senatssaal Hauptgebäude der Goethe-Universität
    Mertonstraße 15-17 1. Stock

    25.1. ab 14 Uhr Infos im Internet unter http://www.unwortdesjahres.org

    Nähere Informationen: Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser, Fachbereich Neuere Philologien, Sprechwissenschaftlicher Arbeitsbereich, Telefon 069/798-22275 oder - 23114, Fax: 069/798-28332; E-Mail: schlosser@lingua.uni-frankfurt.de


    Weitere Informationen:

    http://www.unwortdesjahres.org


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Sprache / Literatur
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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