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18.10.2006 13:59

Hamburgs zerbrochener Dom. Multimediale Rekonstruktion der verlorenen Kirche in Hamburg durch zwei Studentinnen im Studienschwerpunkt Informative Illustration (HAW Hamburg).

Dr. Katharina Jeorgakopulos Presse und Kommunikation
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

    Der Domplatz mitten in der Stadt - seit 200 Jahren verwaist, ausgegraben, eine klaffende Wunde. Tatsächlich waren es die Bürger Hamburgs, die zwischen 1804 und 1806 ihren altehrwürdigen Dom schlicht abrissen. Woche für Woche haben sie die Steine des Baus, dessen Grundsteinlegung bereits im 9. Jahrhundert erfolgte und der seit dem 14. Jahr­hundert ständig erweitert wurde, abgetragen. Wertvolle Kunstschätze, Urkunden und Dokumente wurden verschenkt oder verkauft. Nur weniges von der reichen Ausstattung ist 200 Jahre später noch erhalten.

    Heute kann man den Ziegelbau der einstmals imposanten mehrräumigen Kirche nur noch in Ansätzen rekonstruieren und eine vage Vorstellung davon vermitteln, wie der Dom und sein Inneres ausgesehen haben könnten. An diese diffizile Arbeit der Rekonstruktion haben sich unter anderen zwei Studentinnen der Informativen Illustration, Birte Wagner und Juliane Richter, von der Fakultät DMI der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) gemacht. In Form einer multimedialen 3D Rekonstruktion haben Sie den Hamburger Dom wieder "auferstehen" lassen. Ihre Rekonstruktionen auf großformatigen Bildertafeln in der Ausstellung dokumentieren und visualisieren die Arbeits­ergebnisse eines kooperativen hochschulübergreifenden Seminars zum Hamburger Dom unter Leitung von Prof. Dr. Hipp, Kunstgeschichte an der Uni Hamburg, und Prof. Dr. Philipp, Baugeschichte an der Hafencity Universität. Leiter des multimedialen Projekts war Reinhard Schulz-Schaeffer, Professor für Informative Illustration an der HAW Hamburg.

    Welche Gründe es für den Abriss gab, ob der Dom als politische Enklave inmitten der Stadt der Bürgerschaft ein Ärgernis war, sie nicht bereit waren, nach der Säkularisation 1802 die hohen Kosten für seine Erhaltung aufzubringen und welche Rolle der Dom überhaupt im städtischen Leben über die Jahrhunderte hinweg spielte, waren Fragen auf dem Symposium "Hamburgs zerbrochener Dom. Ursprung der wachsenden Stadt". Die begleitende Ausstellung "Hamburgs zerbrochener Dom" wurde am Freitag, den 6. Oktober um 19 Uhr im Südschiff der Hauptkirche St. Jacobi eröffnet. Sie versucht, mit den wenigen erhaltenen Zeichnungen, Kunstschätzen und Dokumenten sowie der multimedialen Installation der Studentinnen der HAW Hamburg Einblicke in die verlorene Vergangenheit zu vermitteln. Die Ausstellung wird bis zum 26. November in St. Jacobi zu sehen sein.

    Kontakte:
    HAW Hamburg, Fakultät DMI, Prof. Reinhard Schulz-Schaeffer, Tel. +49.40.428 75-4881, E-Mail: r.schulz-schaeffer@t-online.de

    Öffentlichkeitsarbeit Hauptkirche St. Jacobi, Ulrike Biskup, Tel.: +49.40.30 37 37 11-0, Mail: biskup@jacobus.de


    Weitere Informationen:

    http://www.jacobus.de/dom.htm
    http://www.haw-hamburg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur, Geschichte / Archäologie, Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Philosophie / Ethik, Religion
    überregional
    Forschungsprojekte, Studium und Lehre
    Deutsch


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