DIfE und WCRF geben Broschüre zur
Krebsprävention durch Ernährung heraus
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen geben überzeugende Hinweise, daß unsere Ernährung einen wesentlichen Einfluß auf das Krebsrisiko nimmt und damit Chancen für die Krebsprävention eröffnet. Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) hat deshalb gemeinsam mit dem World Cancer Research Fund (WCRF) die Broschüre "Krebsprävention durch Ernährung - Forschung, Daten, Begründungen, Empfehlungen" herausgegeben, die den Forschungsstand auf diesem Teilbereich der Ernährungswissenschaft in kompakter Form darstellt. Sie basiert auf dem Report "Food, Nutrition and the Prevention of Cancer: a global perspective", den der WCRF gemeinsam mit dem American Institute for Cancer Research 1997 veröffentlicht hat. Der Report wurde von einem Gremium international renommierter Wissenschaftler aus acht Ländern zusammengestellt. Dr. Anja Kroke und Dr. Heiner Boeing, Wissenschaftler der Abteilung Epidemiologie des DIfE, haben die Ergebnisse dieses Reports auf Grundlage der neuesten in Deutschland erhobenen Daten bearbeitet.
Mit der Broschüre sollen Ärzten und anderen Berufsgruppen des Gesundheitswesens wie Apothekern, Ernährungsberatern und Studenten dieser Fächer sowie Fachjournalisten und politisch Verantwortlichen in Deutschland zuverlässige wissenschaftliche Erkenntnisse vermittelt werden.
Auf der Basis von aktuellen Daten zur Häufigkeit von Krebserkrankungen in Deutschland kann davon ausgegangen werden, dass zwischen 30 und 40 Prozent, das entspricht etwa 98.000 bis 133.000 Krebsfällen pro Jahr, durch eine entsprechende Ernährung vermeidbar wären. Weltweit entspricht das drei bis vier Millionen Erkrankungsfälle weniger pro Jahr. Damit kommt der Ernährungsweise ein erhebliches Präventionspotential zu.
Am Beispiel von drei Krebsarten, Darmkrebs, Magenkrebs und Brustkrebs, werden in der Broschüre mögliche Wirkmechanismen von Ernährungsfaktoren auf die Krebsentstehung beschrieben.
Die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse weisen risikosenkende und risikoerhöhende Ernährungsfaktoren aus. Aus diesen bisher verfügbaren Daten wurden konkrete Ernährungsempfehlungen abgeleitet. Sie umfassen Hinweise zur Auswahl von Lebensmitteln. Besonders hervorgehoben wird dabei ein reichlicher Verzehr von Gemüse und Obst, sowie anderen pflanzlichen Lebensmitteln. Weiterhin beziehen sich die Empfehlungen auf grundsätzliche Aspekte des Lebensstils wie Körpergewicht, körperliche Aktivität und Tabakkonsum.
Da Krebsprävention auch eine gesundheitspolitische Dimension hat, enthält die Broschüre entsprechend zu den Empfehlungen für das Individuum auch Vorgaben für die Ernährungs- und Gesundheitspolitik.
Die Broschüre "Krebsprävention durch Ernährung" kann beim
Deutschen Institut für Ernährungsforschung kostenlos angefordert werden.
Anforderungen sind zu richten an:
Deutsches Institut für Ernährungsforschung
Stichwort "Krebsbroschüre"
Arthur-Scheunert-Allee 114-116
14588 Bergholz-Rehbrücke
oder Telefax 033200/88444
oder E-Mail krebsinfo@www.dife.de.
Ein vorbereitetes Anforderungsformular finden Sie im Internet unter http://www.dife.de.
Abdruck gestattet/Beleg erbeten
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
überregional
Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch
Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).