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10.04.2007 10:25

Universität Erlangen-Nürnberg: Erlanger Ökonomen untersuchen Konzentration im Strommarkt

Ute Missel Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

    Die Energieriesen E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW dominieren ohne Zweifel den deutschen Strommarkt: Rund 80 Prozent des deutschen Stroms werden von diesen vier Erzeugern bzw. ihren Tochterunternehmen produziert. Wie groß die Marktmacht der Großkonzerne tatsächlich ist, haben die Wirtschaftswissenschaftler PD Dr. Hans-Günter Schwarz und Christoph Lang von der Universität Erlangen-Nürnberg untersucht. In zwei aktuellen Studien legen die beiden Forscher vom Erlanger Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre detailliert die Marktanteile und Beteiligungsverhältnisse auf dem deutschen Strommarkt im Jahr 2006 offen.

    "Die Machtkonzentration auf dem deutschen Strommarkt ist äußerst hoch", fasst PD Dr. Hans-Günter Schwarz die Ergebnisse der beiden Untersuchungen zusammen. E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW beherrschen unter anderem durch unzählige Beteiligungen an regionalen und lokalen Energieerzeugern sowohl die Stromproduktion als auch den Endkundenmarkt. So liegen rund 65 Prozent der Kraftwerk-Kapazitäten in den Händen der Großkonzerne. Sie erzeugen mehr als vier Fünftel des deutschen Stroms. Dies wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern, meinen Schwarz und Lang, denn die Möglichkeiten zum Bau neuer Kraftwerke insbesondere für neue Wettbewerber sind beschränkt.

    Für die Endverbraucher ist es nicht leicht, einen Anbieter zu finden, der nicht in irgendeiner Form mit einem der vier Großen verbunden ist - zum Beispiel als Tochtergesellschaft oder über das beeindruckende Netz von Mehr- bzw. Minderheitsbeteiligungen. Deshalb bestätigen die Erlanger Ökonomen die negative Einschätzung der europäischen Monopolkommission vom deutschen Strommarkt: Rechnet man zum direkten Absatz der Energieriesen auch ihre Kapitalbeteiligungen hinzu, so üben die vier Konzerne auf mehr als 80 Prozent des Gesamtabsatzes Einfluss aus.

    Publikationen: "Marktstruktur und Konzentration in der deutschen Stromerzeugung 2006", Zeitschrift für Energie, Markt, Wettbewerb (e|m|w), April 2007; "Struktur und Konzentration im deutschen Stromendkundenmarkt", Energiewirtschaftliche Tagsfragen, Heft 1/2, Februar 2007

    Weitere Informationen für die Medien:

    PD Dr. Hans-Günter Schwarz
    Christoph Lang
    Tel.: 09131/85-22381
    hans-guenter.schwarz@
    wiwi.phil.uni-erlangen.de
    christoph.lang@wiwi.phil.uni-erlangen.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

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