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30.10.2007 11:54

Von Jod in der Milch bis Ernährung und Immunsystem

Dr. Bärbel Adams Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Leipzig

    Mit Tierernährung und allem, was damit zusammenhängt, beschäftigen sich die rund 200 Teilnehmer des 11. Kongresses der Europäischen Gesellschaft für Tierernährung, der von der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig ausgetragen wird. Wissenschaftler aus ganz Europa und Übersee diskutieren aktuelle Aspekte der Tierernährung im Allgemeinen und ernährungsbedingter Krankheiten im Besonderen. Aber auch Fragen der Lebensmittelsicherheit spielen eine große Rolle.

    Zeit: 01. November 2007 bis 03. November 2007
    Ort: Kubus, UFZ, Permoserstraße und
    Veterinärmedizinische Fakultät, An den Tierkliniken

    Von der Rennmaus bis zum Elefanten, vom Haustier bis zum Wildtier reicht die
    Palette der Tiere mit deren Ernährung sich die Tierernährungsexperten auf ihrem 11. Kongress befassen. Dabei interessieren sie sowohl die gesunde Ernährung der Tiere als auch die ernährungsbedingten Erkrankungen. Es sind nicht nur die Tierarten mit ihrer spezifischen Ernährung an sich interessant, sondern auch der Vergleich zwischen den Tierarten. Ein neuer Aspekt, die Lebensmittelsicherheit von tierischen Produkten, findet sich ebenfalls im Programm wieder.

    Reaktion des Stoffwechsels auf die Ernährung

    Einer der Konferenzschwerpunkte ist die Reaktion des tierischen Stoffwechsels auf die Ernährung. Professor Gotthold Gäbel, Direktor des Veterinär-Physiologischen Instituts an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig, und seine Mitarbeiterin PD Dr. Helga Pfannkuche, untersuchen die Reaktionsmechanismen, mit denen der Stoffwechsel auf die Ernährung reagiert und wie sich der Verdauungstrakt an die Ernährung anpasst. Sie verdeutlichen, was die Zellen leisten müssen, um ihre Funktion erfüllen zu können.

    Ernährung und Immunsystem

    Ein zweiter Schwerpunkt des Kongresses sind die Auswirkungen der Ernährung auf die Regulationssysteme wie Hormon- und Immunsystem. Der renommierte Tierernährungsexperte, Professor Dr. Philipp C. Calder aus South Hampton, Großbritannien, untersucht dabei insbesondere, welche Auswirkungen Nahrungsbestandteile auf das Immunsystem haben. Der berühmte Lebertran z.B., der landläufig als sehr gesund bekannt ist, stärkt auch das Immunsystem, weil er besonders viele Omega 3-Fettsäuren enthält. Warum das so ist, erklärt Professor Calder auf der Konferenz.

    Internationale Atmosphäre schnuppern

    Tagungspräsident Professor Dr. Manfred Coenen, Direktor des Institutes für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik, will mit dem Kongress nicht nur Tiermediziner und Tierhalter ansprechen, sondern auch die Studentinnen und Studenten: "Studierende haben freien Zutritt in unsere Veranstaltung. Wir halten es für ganz wichtig, dass sie schon früh internationale Atmosphäre schnuppern können und an wissenschaftliches Denken herangeführt werden. Vielleicht geben wir ja auch Anregungen für den weiteren Berufsweg."

    Hintergrund:

    Die Europäische Gesellschaft für Tier- und vergleichende Ernährung (Die European Society of Veterinary and Comparative Nutrition) wurde vor 15 Jahren von Ernährungswissenschaftlern an tiermedizinischen Bildungsstätten in Europa gegründet. Sie sieht sich als Plattform für die Belange der Tierernährung innerhalb der Tiermedizin. Ihr Interessengebiet umfasst nicht nur die Ernährung der einzelnen Tierarten schlechthin, sondern auch im Vergleich. "Es ist äußerst spannend, durch den Vergleich zwischen den Tierarten festzustellen, wie faszinierend logisch ihre Unterschiede sind.", sagt Prof. Coenen.

    Inhaltlicher Schwerpunkt der Arbeit der Gesellschaft sind die ernährungsbedingten Krankheiten der Tiere. "Welche Fehler in der Ernährung lösen welches Desaster aus und was kann man dagegen tun, ist der Punkt, um den sich letztendlich alles dreht", so Coenen. "Aber auch wie die Qualität von Lebensmitteln über die Ernährung zu beeinflussen ist, beschäftigt uns zunehmend. Milch als 'functional food' bedeutet für uns auch, wie z.B. das Spurenelement Jod in die Milch kommt, das für unsere Gesundheit von so großer Bedeutung ist."
    weitere Informationen:

    Prof. Dr. Manfred Coenen
    Telefon: 0341 97-38370
    E-Mail: coenen@vetmed.uni-leipzig.de
    www.vmf.uni-leipzig.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Tier / Land / Forst
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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