"Das land tuget gar nichts", ausgehend von diesem Lutherwort verfasste Dr. Christian Zschieschang seine Dissertation, die anlässlich der Jahrestagung der Gesellschaft für Namenskunde emit dem Henning-Kaufmann-Preis zur Förderung der deutschen Namenforschung auf sprachgeschichtlicher Grundlage ausgezeichnet wird.
Zeit:
16. November 2007, 15:30 Uhr bis 09. Dezember 2007
Ort:
Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Karl-Tauchnitz-Straße 1
04109 Leipzig
Die Dissertation unter dem Titel "Das Land tuget gar nichts: Slaven und Deutsche zwischen Elbe und Du?bener Heide aus namenkundlicher Sicht", zeichnete mittels der sprachwissenschaftlichen Analyse des Namenschatzes und flankiert von den Aussagen der Nachbarwissenschaften (Archäologie, Geschichte, Siedlungsgeographie) ein Bild von der Besiedlung der Landschaft südlich von Lutherstadt Wittenberg. Diese ist in starkem Maße von der Flußlandschaft der Elbe geprägt, was sich auch auf die Entwicklung der Siedlung ausgewirkt hat. Besonderen Raum nimmt in der Untersuchung die Bearbeitung der Flurnamen ein. Anlässlich der Preisverleihung wird daher Zschieschang auch zum Thema "Flurnamenforschung und Flurforschung - eine Symbiose?" bei der Preisverleihung sprechen.
Aktuell arbeitet Christian Zschieschang in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe am GWZO Leipzig, einem An-Institut der Universität Leipzig, zum Thema, ob und in welchem Maße das Elbtal in der Region zwischen Böhmen und dem heutigen Sachsen eine Rolle in den überregionalen Austauschbeziehungen im Früh- und Hochmittelalter gespielt hat. Zudem ist der Preisträger als Geschäftsführer der Gesellschaft für Namenkunde e.V. tätig. Diese Gesellschaft ist mit über 200 Mitgliedern der größte onomastische Fachverband in Mitteleuropa.
weitere Informationen
Prof. Dr. Jürgen Udolph
Telefon: 0341 97-37460
E-Mail: udolph@uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de/~slav
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie, Sprache / Literatur
regional
Personalia, Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch

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