Die Fakultät für Chemie und Mineralogie der Universität Leipzig koordiniert das Tempus-Projekt der Europäischen Gemeinschaft (EU). Das EU-geförderte Projekt soll Universitäten in Mazedonien helfen, ihre Chemiestudiengänge für Bachelorstudenten zu reformieren und im Rahmen des Bologna-Prozesses umzustellen. Insgesamt etwa 300.000 Euro stellt die EU dafür zur Verfügung.
Das TEMPUS-Projekt "Reforms and Upgrade of Chemistry Undergraduate Studies in Macedonia" dient der Entwicklung neuer Lehrpläne und Kurse für die Bachelorstudiengänge. Beteiligt sind neben der Universität Leipzig die Babes-Bolyai Universität, Cluj-Napoca, Rumänien, die St. Cyril und Methodius Universität, Skopje, und die Landesuniversität Tetovo, beide Mazedonien.
"Im Rahmen des Projektes informieren sich mazedonische Lehrende an der Universität Leipzig und an der Babes-Bolyai Universität Cluj-Napoca über aktuelle Entwicklungen in den chemischen Studiengängen und über moderne Lehrmethoden. Die für die experimentelle Ausbildung in Mazedonien notwendigen wichtigen Ressourcen, wie moderne Geräte und neue Laborausrüstungen, können ebenfalls beschafft werden.", sagt Professor Dr. Evamarie Hey-Hawkins, Institut für Anorganische Chemie der Universität Leipzig, Sprecherin der Graduiertenschule BuildMona und Koordinatorin von Tempus. Das Projekt wird durch Weiterbildungsmaßnahmen mazedonischer Wissenschaftler und Studierender abgerundet.
Seit Mitte Januar halten sich Dr. Jane Bogdanov (Skopje) und Prof. Dr. Muhamet Sehabi (Tetovo) an der Leipziger Fakultät für Chemie und Mineralogie auf, um einen ersten Einblick in die Vorlesungen und Praktika in organischer und anorganischer Chemie zu gewinnen.
Für den Erfolg der Maßnahmen sollen im Rahmen des Projektes Verfahren der Qualitätskontrolle definiert, entwickelt und etabliert werden. Mit diesen Maßnahmen sollen die Studienzeiten an den europäischen Durchschnitt angepasst und langfristig gut ausgebildete Wissenschaftler für die mazedonische Wirtschaft und Hochschulen zu Verfügung gestellt werden.
Das TEMPUS-Projekt baut auf dem DAAD-finanzierten Sonderprogramm "Akademischer Neuaufbau Südosteuropa" auf, das seit 2005 an der Fakultät für Chemie und Mineralogie der Universität Leipzig ebenfalls durch Prof. Evamarie Hey-Hawkins koordiniert wird. Dieses Sonderprogramm dient der Etablierung und dem Ausbau des "International Master and Postgraduate Programme in Materials Science and Catalysis" mit den Universitäten in Rumänien und Mazedonien und wird 2008 durch den DAAD weitergefördert. Gegenwärtig studieren im Rahmen dieses Austauschprogramms die Masterstudentinnen Emilija Stojanovska und Mence Najdoska an der Fakultät für Chemie und Mineralogie.
Nähere Informationen zum Programm:
www.pmf.ukim.edu.mk/PMF/Chemistry/Projects/Chemreform/
Silvia Lauppe
weitere Informationen:
Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins
Telefon: 0341 97-36151
E-Mail: hey@uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de/chemie/hh/index.php
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Chemie
überregional
Studium und Lehre
Deutsch

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