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20.10.2000 10:49

STAEDTLER-Promotionspreise für Doktorarbeiten an der Universität Erlangen-Nürnberg

Ute Missel Presse und Kommunikation
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

    Zum zweiten Mal können aus den Erträgen der STAEDTLER-Stiftung zehn Promotionspreise vergeben werden. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 26. Oktober 2000, um 14.30 Uhr in den Räumen der Firma STAEDTLER (Moosäckerstraße 3, 90427 Nürnberg) statt. Die Preise sind mit jeweils 5.000 Mark ausgestattet und sind damit die am höchsten dotierten Promotionspreise der Universität Erlangen-Nürnberg. Die Firma STAEDTLER Noris GmbH hat 1997 eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts eingerichtet, deren Zweck es ist, die wissenschaftliche Forschung an inländischen Universitäten und Fachhochschulen, insbesondere an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, zu fördern.

    Der Ablauf der Festveranstaltung
    Nach Begrüßung und Bericht über die wirtschaftliche Situation der STAEDTLER-Unternehmungen durch den Vorsitzenden des Vorstandes der STAEDTLER-Stiftung, Senator Dr. Walther Dinkelmeyer, werden die einzelnen Dissertationen vorgestellt und die Preise übergeben. Anschließend referieren der Preisträger Dr. Michael Germann zum Thema "Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Internet" und der Preisträger Dr. Michael Raum zum Thema "Wie die Ozonschicht durch Laser messbar wird". Zum Abschluß spricht Prof. Dr. Gotthard Jasper, Rektor der Universität Erlangen-Nürnberg, Grußworte. Die Feier wird musikalisch umrahmt vom Trompetenensemble der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät unter Leitung von Michael Kircheis.

    Die Preisträger
    Mit den zehn STAEDTLER-Promotionspreisen 1999 werden ausgezeichnet:

    Theologische Fakultät
    Dr. Tobias Eißler für seine Dissertation "Pro Ecclesia. Die dogmatische Theologie Peter Brunners", die er am Lehrstuhls für Systematische Theologie II (Apologetik) bei Prof. em. Dr. Reinhard Slenczka angefertigt hat. In seiner Dissertation hat Dr. Eißler das Werk des Theologen Peter Brunner (1900-1981) erforscht und dargestellt, der nicht auf dem breiten Weg theologischer Moden mit Beifall bedacht wurde, sondern dessen Anliegen die theologisch begründete Unterscheidung von Wahrheit und Irrtum gewesen ist. Seit September 1999 ist Dr. Eißler Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Mundelsheim/Württemberg.

    Juristische Fakultät
    Dr. Michael Germann (Vortragender) für seine Dissertation "Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Internet", die er bei Prof. Dr. Christoph Link, Inhaber des Lehrstuhls für Kirchenrecht, Staats- und Verwaltungsrecht, angefertigt hat. In dieser Dissertation geht es nicht nur um die neue deutsche Telekommunikationsgesetzgebung mit ihren zahlreichen Zweifelsfragen, sondern vor allem darum, die klassischen Instrumente des Polizei- und Strafprozessrechts auf ihre Brauchbarkeit im Hinblick auf die ganz neuartigen Herausforderungen des Internet hin zu befragen. Die Arbeit ist inzwischen als Buch erschienen. Derzeit arbeitet Dr. Germann an seiner Habilitationsschrift, die er im kommenden Frühjahr abschließen will.

    Medizinische Fakultät
    Dr. Zeljko Nikolic für seine Dissertation: "Molekulare und funktionelle Charakterisierung des humanen Glycinrezeptor-Gens GLRA3", die er bei Prof. Dr. Cord-Michael Becker, Inhaber des Lehrstuhls für Biochemie und Molekulare Medizin, Institut für Biochemie der Universität Erlangen-Nürnberg, angefertigt hat. In seiner Doktorarbeit hat Dr. Nikolic das Gen der a3-Untereinheit des menschlichen Glycinrezeptors kloniert und den molekularen Aufbau dieses Gens bestimmt. Dr. Nikolic absolviert derzeit seine Facharztausbildung in der Pädiatrie am Massachusetts General Hospital/Harvard Medical School in Boston, USA.

    Philosophische Fakultäten I und II und Erziehungswissenschaftliche Fakultät
    Dr. Raimar-Helmut Kremer für seine Dissertation "Interne Copingressource Religiosität. Ihre Wirkungsweise, Bedeutung und Effektivität bei der Bewältigung des Schlaganfalls", die er bei Prof. Dr. Erhard Olbrich, bis vor kurzem Inhaber des Lehrstuhls Psychologie III, angefertigt hat. Die Dissertation von Dr. Kremer ist interdisziplinär: Theologisches Wissen fließt mit medizinischem und psychologischem sowie gerontologischem Wissen zusammen.Von der von Dr. Kremer entwickelten Theorie der religiösen Bewältigung erhoffen sich Psychologen und Theologen eine Initialzündung für die Religionspsychologie. Seit 1999 ist Dr. Kremer als Vikar in der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau in Darmstadt tätig.

    Naturwissenschaftliche Fakultäten I, II und III
    Dr. Anita Winter für ihre Dissertation "Multiple scale analysis of spatial branching processes under the Palm distribution", die sie bei Prof. Dr. Andreas Greven, Naturwissenschaftliche Fakultät I, Inhaber des Lehrstuhls für Mathematische Stochastik, angefertigt hat. Ihre Doktorarbeit befaßt sich mit der mathematischen Analyse des Langzeitverhaltens von stochastischen räumlichen Populationsmodellen, wie sie in der theoretischen Biologie auftreten. Dr. Winter ist seit 1999 Wissenschaftliche Assistentin am Mathematischen Institut der Universität Erlangen-Nürnberg.

    Dr. Frieder Bernd Schöck für seine Dissertation "Charakterisierung der Zinkfingertranskriptionsfaktoren BTD und D-Sp1 von Drosophila melanogaster", die er bei Prof. Dr. Herbert Jäckle, Max Planck-Institut Göttingen, und Prof. Dr. Jürgen Büning, Institut für Zoologie, Lehrstuhl I, der Universität Erlangen-Nürnberg, angefertigt hat. Dr. Schöck hat Gene, die für die Bildung bestimmter Kopfsegmente des Embryos der Drosophila-Fliege verantwortlich sind, charakterisiert und dabei einen neuartigen Kontrollmechanismus entdeckt, der das Phänomen der posterioren Prävalenz erklärt. Seit 1999 ist Dr. Schöck wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) bei Prof. Norbert Perrimon, Harvard Medical School, Boston, USA.

    Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
    Dr. Thomas Hart für seine Dissertation "Europäische Telekommunikationspolitik - Entwürfe für ein zukunftsorientiertes Regulierungskonzept", die er bei Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbes. Finanzwissenschaft, angefertigt hat. In seiner 1999 publizierten Dissertation geht Dr. Hart der Frage nach, wie sich die Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte, der Aufstieg des Internet und die Verbreitung von Mobilfunk auf die Regulierung der EU-Kommunikationsmärkte auswirken. Seit Februar 2000 ist Dr. Hart Referent für Medienpolitik im Bereich Medien der Bertelsmann Stiftung.

    Dr. Norbert Schiele für seine Dissertation "Unternehmensbesteuerung und Handelsrecht "Eine ökonomische Analyse der Verknüpfung von Handelsbilanz und Steuerbemessungsgrundlage", die er bei Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbes. Finanzwissenschaft, angefertigt hat. Ziel der Arbeit von Dr. Schiele ist es, die Verbindung handels- und steuerrechtlicher Rechnungslegung im Hinblick auf eine gesamtwirtschaftlich effiziente Verwendung knapper Ressourcen fundiert zu analysieren. Seit diesem Jahr ist Dr. Schiele im Zentralbereich Controlling/Risikocontrolling bei der HypoVereinsbank in München beschäftigt.

    Technische Fakultät
    Dr. Michael Raum für seine Dissertation "SMMW-Molekülgas-Laser mit koaxialer Signal- und Pumpstrahlführung in einem Spiegel-Ringresonator", die er bei Prof. Dr.-Ing. Hans Brand, bis zu seiner Emeritierung Inhaber des Lehrstuhls für Hochfrequenztechnik, angefertigt hat. Dr. Raum hat im Rahmen seiner Doktorarbeit einen Molekülgas-Laser zur Erzeugung von Submillimeter-Wellen (SMMW; der SMMW-Bereich erstreckt sich über Wellenlängen von 1-0,1 mm bzw. Frequenzen von 300-3000 GHz) entwickelt und gebaut, der bei der Erforschung der Ozon-Chemie in der Erd-Stratosphäre einsetzbar ist. Dr. Raum ist seit einem Jahr als RF-Engineer bei Ericsson Eurolab Deutschland GmbH, Bereich Product Development Mobile Phones tätig.

    Dr. Radan Sedlácek für seine Dissertation "Instability Origin of Subgrain Formation", die er bei Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Blum, Institut für Werkstoffwissenschaften, angefertigt hat. In seiner Dissertation beschäftigt sich Dr. Sedlácek mit der Frage, warum sich während der Verformung sogenannte Mosaikstrukturen ausbilden, indem sich die Kristallite, aus denen sich der Stoff zusammensetzt, in ein Mosaik aus kleinen, leicht gegeneinander verdrehten Kristallbereichen aufteilen, die meist als Subkörner (englisch: subgrains) bezeichnet werden. Dr. Sedlácek ist seit Oktober 1995 Mitarbeiter am Lehrstuhl Allgemeine Werkstoffeigenschaften der Technischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg.

    Ausführliche Informationen zu den jeweiligen Dissertationen können
    im Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 09131/85- 24037,
    E-Mail: pressestelle@zuv.uni-erlangen.de angefordert werden.

    * Weitere Informationen:
    Universität Erlangen-Nürnberg, Doris Schuler, Assistentin des Rektors
    Schloßplatz 4, 91054 Erlangen
    Tel.: 09131/85-24804, Fax: 09131/85-22188
    E-Mail: doris.schuler@zuv.uni-erlangen.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Personalia
    Deutsch


     

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