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11.06.2008 18:11

Lassen Sie Ihr Wasser testen - Mit einem eindrucksvollen Verfahren messen Wissenschaftler der Freien Universität bei der Langen Nacht der Wissenschaften, wie viel Schwermetalle in Ihrem Trinkwasser enthalten sind

Carsten Wette Kommunikations- und Informationsstelle
Freie Universität Berlin

    Berlin ist eine der reichsten Städte Europas - jedenfalls wenn es um den natürlichen Wasservorrat geht. Hinzu kommt die reinigende Kraft des Bodens in Berlin und Brandenburg: Er ist so beschaffen, dass das Wasser beim Versickern stark gesäubert wird. Das ist, kurz gesagt, das Geheimins der außerordentlich hohen Qualität des Berliner Trinkwassers. Die Arbeit der Wasserbetriebe besteht im Wesentlichen nur noch darin, das Wasser zu belüften, um damit Eisen und Mangan herauszubekommen.

    "Leitungswasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel überhaupt" sagt Gudrun Massmann, Wissenschaftlerin am Arbeitsbereich Hydrogeologie der Freien Universität. Die Grenzwerte seien streng und die Kontrollen häufig. Dennoch sind eine Menge Stoffe im Wasser enthalten, die nicht herausgefiltert werden. Das macht das Wasser jedoch nicht ungesund: "Es ist wesentlich gesünder, Wasser zu trinken, in dem beispielsweise Magnesium und Calcium enthalten sind, als destilliertes Wasser", sagt Massmann.
    Wenn doch einmal ein Grenzwert überschritten wird, tragen häufig die schlechten Leitungen in manchen Häusern die Schuld daran: Wasser, das lange in veralteten Leitungen steht, reichert sich unter Umständen mit Schwermetallen an. Wer sein Wasser auf Blei und Cadmium testen lassen will, kann zur "Langen Nacht" ein Fläschchen (etwa 100 Milliliter) mitbringen. Dort werden Wissenschaftler der Freien Universität in einem eindrucksvollen Verfahren die Schwermetallkonzentrationen messen. Das Procedere geht so: Die Forscher werden die Probe filtrieren und durch ein etwa 6.000 Grad heißes Argonplasma leiten. Dort wird das Wasser verdampft und die Schwermetalle werden ionisiert - das heißt, den Atomen wird das äußerste Elektron entfernt. Die Teilchen sind jetzt elektrisch geladen und können in einem Massenspektrometer voneinander getrennt und anschließend mit einem Detektor aufgefangen werden, der sie als Impuls registriert. Klingt kompliziert, zeigt aber sofort, wie viel Schwermetall in Ihrem Wasser enthalten ist.

    Ort und Zeit:
    o Malteserstraße 74-100, Haus B, Raum 232, (ICP-MS Labor, Zugang vom Laborvorraum, siehe Hinweisschilder) 12249 Berlin
    o 17.00 bis 0.00 Uhr

    Verbindung:
    ab U-Bahn Dahlem-Dorf und Rathaus Steglitz BVG-Buslinie X83 bis Emmichstraße

    Informationen:
    www.fu-berlin.de/einrichtungen/fachbereiche/geowiss/geol/min.html

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    o Termin: Samstag, 14. Juni 2008, von 17.00 Uhr bis 1.00 Uhr
    o Mehr im Internet unter: www.fu-berlin.de/langenacht/2008/
    o Programmhefte liegen in zahlreichen Geschäften in Dahlem aus. Erhältlich sind sie ferner im Unishop und am Infostand des Studentenwerks in der Habelschwerdter Allee 45 sowie im Präsidium der Freien Universität, Kaiserswerther Straße 16-18 (Foyer).
    o Tickets und Kassenstände:
    Eintrittspreise: 12 Euro; erm. 8 Euro (im Vorverkauf bis 13. Juni 10 Euro / 6 Euro); Familienticket: 24 Euro (im Vorverkauf 20 Euro, bis max. 5 Pers., davon bis 2 Erwachsene); Kinder bis 6 Jahre: Eintritt frei; Spät-Ticket: 5 Euro (Verkauf an Abendkassen ab 23.00 Uhr).
    o Vorverkauf: bei allen S-Bahn-Ticket-Verkaufsstellen und S-Bahn-Verkaufsautomaten
    o Abendkassen in Dahlem: Infostand nahe U-Bahnhof Dahlem-Dorf (Berliner Volksbank) sowie in vielen teilnehmenden Instituten.
    o Journalisten erhalten bei Vorlage eines gültigen Presseausweises freien Eintritt.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Geowissenschaften, Gesellschaft, Medizin, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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