Der Hamburger Historiker Dr. Wolfgang Kraushaar will beim nächsten Sonntagsgespräch der Universität Leipzig am 6. Juli (12.00 Uhr, Geschwister-Scholl-Haus, Ritterstr. 8-10, 04109 Leipzig) eine kritische Bilanz des Jahres 1968 ziehen.
Ein besonderer Akzent seiner Untersuchungen erwächst aus der Rolle als Zeitzeuge der Ereignisse in Frankfurt. Wolfgang Kraushaar hat nicht nur ein vielbeachtetes Sozialporträt des ehemaligen Bundesaußenministers Joschka Fischer vorgelegt: "Fischer in Frankfurt. Karriere eines Außenseiters" (2001). Er hat zudem die Grundlage für das Verhältnis von kritischer Theorie und sozialem Protest geliefert, und zwar in Forrm der dreibändigen Dokumentation "Frankfurter Schule und Studentenbewegung" (1998).
Ein besonderes Augenmerk richtet Wolfgang Kraushaar auf die Verflechtung von politischem Protest und militanter Aktion. Hier war er als Herausgeber für die Arbeit "Die RAF und der linke Terrorismus" (2007) verantwortlich, die zahlreiche Diskussionen hervorgerufen hat. Der bewaffnete politische Kampf gerät hier zum Zentrum der 68er Bewegungen und wird in all seinen Schattierungen problematisiert.
Wolfgang Kraushaar gilt als der wichtigste Chronist des Protests in Deutschland nach 1945. Jüngst wurde er als "Eckermann" der deutschen Protestbewegungen bezeichnet. Seine vierbändige Dokumentation "Die Protestchronik. 1949 - 1959" (1996) rechtfertigt diesen Ehrentitel allemal. Kraushaar arbeitet am renommierten Hamburger Institut für Sozialforschung.
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Weitere Informationen:
Das Sonntagsgespräch
E-Mail: sonntagsgespraech@uni-leipzig.de
http://www.uni-leipzig.de/sonntag - Das Sonntagsgespräch der Universität Leipzig
Das Jahr 1968 - eine kritische Bilanz
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Politik, Recht
regional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

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