Band 2 der Leipziger Beiträge zur Sozialmedizin behandelt die Auswirkungen besonderer Lebensumstände aus drei Perspektiven: Der medizinischen Versorgung, der Patienten und der Angehörigen. Dabei geht es beispielsweise um die Folgen einer Krebserkrankung oder um die Folgen politischer Inhaftierung in der DDR. Die Beiträge beruhen auf Untersuchungen von Wissenschaftlern der Abteilung Sozialmedizin der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig.
Der neue Sammelband der Leipziger Beiträge zur Sozialmedizin wendet sich den sozialmedizinischen und gesundheitlichen Auswirkungen besonderer Lebensumstände zu. Dabei geht es nicht nur um die pathogene Wirkung bestimmter Ereignisse auf der psychosozialen Ebene, sondern auch um die Möglichkeiten ihrer Kommunikation
und um Kriterien für eine bedarfsgerechte Versorgung. Wie bereits im ersten Band werden damit grundlegende sozialmedizinische Themen aufgegriffen, die im Kontext gegenwärtiger Bemühungen - z. B. im Rahmen der Qualitätssicherung der medizinischen Versorgung von Krebspatienten - zunehmend an Bedeutung gewinnen. Ausgangspunkt aller Beiträge sind aktuelle, zumeist auf interdisziplinär angelegten Forschungsprojekten beruhende empirische Befunde, die damit auch einen Ausschnitt aus dem Forschungsprofil der Sozialmedizin in Leipzig repräsentieren.
Der erste Teil setzt sich in acht Beiträgen auseinander mit konkreten Folgen von Krebserkrankungen. Die Autoren untersuchen die Betreuungssituation unheilbar kranker Krebspatienten ebenso wie die psychischen Belastungen infolge der Erkrankung sowie die individuellen finanziellen Folgen einer Krebserkrankung. Dabei werden der psychoonkologischen Problemlast bei Patienten, bei denen der Kehlkopf entfernt werden musste, und der Rolle der Angehörigen im Behandlungsprozess besonderer Raum eingeräumt.
In einem zweiten Teil des Bandes wird auf Forschungsbefunde eingegangen, die über psychoonkologische Fragestellungen hinaus einen unmittelbaren sozialmedizinischen Bezug zum Thema "besondere Lebensumstände" haben. Hierbei werden die gesundheitlichen und psychischen Folgen von politischer Inhaftierung in der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR besprochen sowie die soziale Ungleichheit in der gesundheitlichen Versorgung erörtert. Daneben geht es um die seelische Gesundheit von Studierenden und um die Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche aktiv in den öffentlichen Diskurs über die Auswirkungen genetischer Diagnostik zu integrieren. Im abschließenden Beitrag diskutieren die Autoren Verfahren zur Beurteilung der Lebensqualität.
Der Band ist im Buchhandel, direkt beim Universitätsverlag Leipzig oder den Herausgebern zu beziehen (ISBN: 978-3-86583-231-3).
weitere Informationen:
Dr. Jochen Ernst
Telefon: 0341-9715407
E-Mail: Jochen.Ernst@medizin.uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de/~sasm
Heide Götze
Telefon: 0341-9715407
E-Mail: Heide.Götze@medizin.uni-leipzig.de
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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch

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