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30.09.2008 09:16

High-Tech für die Archäologie

Dr. Anne Hardy Marketing und Kommunikation
Goethe-Universität Frankfurt am Main

    Archäometrie-Kompaktkurs für Studierende aus ganz Deutschland an der Goethe-Uni

    FRANKFURT. Der Boden an archäologischen Grabungsstätten birgt viele Informationen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Will man etwa wissen, wie die Menschen einer 1000 Jahre alten Siedlung sich ernährten und welche Produktionstechniken sie kannten, benötigt man modernste naturwissenschaftliche Untersuchungsmethoden. In der Archäometrie arbeiten Geowissenschaftler, Chemiker, Biologen und Physiker mit den archäologischen Disziplinen Kunstgeschichte, Denkmalpflege und Restaurierung eng zusammen. In die Methoden der Archäometrie werden vom 06. bis 10. Oktober 2008 an der Goethe-Universität zwanzig Studierende, DoktorandInnen und Post-DoktorandInnen aus der Archäologie und verschiedenen Naturwissenschaften im Rahmen eines Kompaktkurses eingeführt. Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland.

    "Die Archäomaterialien unterscheiden sich von modernen technischen Materialien in vielerlei Punkten", erklärt Privatdozentin Sabine Klein vom Institut für Geowissenschaften der Goethe-Universität: "In der Regel sind die Rohstoffe, nach denen wir suchen, zunächst unbekannt, die Produktionsstätte ist oft unauffindbar oder unvollständig. Auch Relikte des Produktionsprozesses wie Werkzeuge sind rar, so dass der Herstellungsprozess schwer zu rekonstruieren ist". Hier ist die Kenntnis archäometallurgischer Prozesse der Gold- und Silber-, Kupfer- und Eisengewinnung von Nöten. Der vom Springer Verlag gesponserte Kurs vermittelt außerdem die besonderen Eigenschaften von Keramik sowie die Möglichkeiten und Grenzen materialanalytischer Methoden. Beispielhaft werden Untersuchungen an den Analysengeräten des Instituts für Geowissenschaften demonstriert.

    Privatdozentin Sabine Klein ist Sprecherin des Arbeitskreises "Archäometrie und Denkmalpflege" der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft und außerdem Gründungs- und kooptiertes Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Naturwissenschaftliche Archäologie-Archäometrie (GNAA). Sie leitet den Kurs gemeinsam mit Prof. Hans-Gert Bachmann, Honorarprofessor an der Goethe-Universität und dem "Institute of Archaeology, University College" in London; Prof. Andreas Hauptmann, Ruhr-Universität Bochum und Deutsches Bergbau-Museum sowie Dr. Andreas Kronz, Leiter des Elektronen-Mikrosonde-Labors des Geochemischen Instituts in Göttingen. Der Kompaktkurs soll in Zukunft einmal jährlich angeboten werden. Für das Jahr 2009 hat die Deutsche Mineralogische Gesellschaft bereits ihre Unterstützung zugesagt.

    Archäometrie-Kompaktkurs

    Wann?
    Montag, den 06.Oktober bis Freitag, den 10.Oktober 2008

    Wo?
    Campus Riedberg

    FB Geowissenschaften/Geographie, Geozentrum, Altenhöferallee 1, 60438 Frankfurt

    Informationen: PD Dr. Sabine Klein, Facheinheit Mineralogie, Campus Riedberg, Tel: (069)-798-40135, sabine.klein@kristall.uni-frankfurt.de,
    http://www.mineralogie.uni-frankfurt.de/petrologie-geochemie/archaeometrie/index...

    Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt am Main. Vor 94 Jahren von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht derzeit für rund 600 Millionen Euro der schönste Campus Deutschlands. Mit 45 eingeworbenen Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Uni den deutschen Spitzenplatz ein. In drei Forschungsrankings des CHE in Folge und in der Exzellenzinitiative zeigt sich die Goethe-Universität als eine der forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands.

    Herausgeber: Der Präsident
    Abteilung Marketing und Kommunikation, Postfach 11 19 32,
    60054 Frankfurt am Main
    Redaktion: Dr. Anne Hardy, Referentin für Wissenschaftskommunikation
    Telefon (069) 798 - 2 92 28, Telefax (069) 798 - 2 85 30,
    E-Mail hardy@pvw.uni-frankfurt.de
    Internet: www.uni-frankfurt.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geowissenschaften, Geschichte / Archäologie
    regional
    Studium und Lehre, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


     

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