Im Rahmen des Sicherheitsforschungsprogramms der Bundesregierung werden innovative Lösungen entwickelt, welche die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger erhöhen sollen ohne ihre Freiheit einzuschränken. Dazu gehören nicht nur die Entwicklung und der Einsatz neuer Technologien, sondern auch neue organisatorische Konzepte und Handlungsstrategien. Solche ganzheitlichen Lösungen können aber nur dann erfolgreich sein, wenn ihr Nutzen und Mehrwert transparent dargestellt und sie im Dialog mit der Gesellschaft optimiert werden. Unter dem Motto "... mit Sicherheit: für Freiheit?" wird jetzt ein erster gemeinsamer Austausch mit dem Ziel der interdisziplinären Vernetzung gestartet.
Grundlegende Entwicklungen der gesellschaftlichen Sicherheitskultur und der institutionellen Sicherheitsarchitektur werden während des zweitätigen Kongresses am 5. und 6. November 2008 im Berliner AXICA Kongress- und Tagungszentrum verhandelt. Zur Diskussion stehen Herausforderungen aus Technisierungsstrategien im Sicherheitsbereich. In diesem Kontext interessieren interdisziplinäre Fragestellungen nach den gesellschaftlichen Voraussetzungen, Einbettungen und möglichen Konsequenzen des Sicherheitsforschungsprogramms der Bundesregierung.
Der Kongress leistet einen wichtigen Beitrag, um die Forschung unterschiedlicher Disziplinen zu vernetzen und den Fachdialog zu Hightech in der zivilen Sicherheit auf ein breites Fundament zu stellen. Erreicht werden soll die Öffentlichkeit: Neben dem Wissenstransfer wird der öffentliche Dialog in Sicherheitsfragen angeregt. Im Fokus stehen drei thematische Sessions, die sich mit folgenden Fragestellungen auseinandersetzen: "(Un-)Sicherheit: Eine Frage des Bewusstseins?", "Technisierung als Sicherheitspolitik?" und "Grenzüberschreitende Bedrohungen - Entgrenzte Sicherheit?"
In der ersten Session werden prinzipielle Fragen zur Logik und der Unterscheidbarkeit von objektiver und subjektiver Sicherheitswahrnehmung behandelt ebenso wie Expertisen sowie Bedrohungs- und Risikoanalysen zu spezifischen Feldern, die von Terrorismus bis Naturkatastrophen reichen. Im Mittelpunkt der zweiten Session stehen die Chancen und Risiken von Technisierungsprozessen. Zum einen gilt es Fragen der Akzeptanz bei Anwendern wie auch seitens der Öffentlichkeit zu beantworten. Diese Fragen beziehen sich dabei sowohl auf ökonomische wie auch auf soziale und politische Kosten. Zum anderen werden Fragen nach dem zugrunde liegenden Kosten-Nutzen-Kalkül aufgeworfen, wenn zum Beispiel der Antiterrorkampf technisch forciert oder Gefährdungen versicherungstechnisch kalkuliert werden. In der dritten Session stehen die Dimensionen und Konsequenzen internationaler Rechtsvereinheitlichungen, der strategischen Umstellungen auf präventive Sicherheitsstrategien, der Privatisierung von Sicherheit und die neuen Formen von Überwachung und Kontrolle öffentlicher und privater Räume zur Diskussion.
Ansprechpartner:
Kongressorganisation
Linda Spoden
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)
Breslauer Straße 48
76139 Karlsruhe
Fon 0721-6809-151
Fax 0721-6809-270
Linda.Spoden@isi.fhg.de
Projektträger Sicherheitsforschung
Dr. Andreas Hoffknecht
Zukünftige Technologien Consulting
der VDI Technologiezentrum GmbH
Peter-Müller-Straße 1
40468 Düsseldorf
Fon 0211-6214-456
Fax 0211-6214-139
http://www.bmbf.de/de/12936.php - Informationen zu Programm und Anmeldung
http://www.sicherheitsforschungsprogramm.de - Informationen zum Sicherheitsforschungsprogramm
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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