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12.01.2009 12:21

Mojib Latif: Treibhausgase weltweit bis 2100 um 80 Prozent reduzieren

Dr. Anne Hardy Marketing und Kommunikation
Goethe-Universität Frankfurt am Main

    Weitere Vorlesungen in der öffentlichen Reihe "Der blaue Planet in unserer Hand" an der Goethe-Uni zu Klimawandel und Megacities in Asien

    FRANKFURT. Um den gefährlichen Klimawandel zu stoppen, müssen bis zum Jahr 2100 weltweit 80 Prozent der Treibhausgase reduziert werden, fordert der populäre Kieler Klimaforscher Mojib Latif. Der Professor am Leibniz Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel hält am 15. Januar (Donnerstag) um 18.30 Uhr im Rahmen der Vortragsreihe "Der blaue Planet in unserer Hand" einen öffentlichen Vortrag auf dem Campus Riedberg (Geozentrum, Großer Hörsaal). Der international hoch angesehene Meteorologe untersucht die vom Menschen gemachten Klimaveränderungen im 20. und 21. Jahrhundert. Er beschäftigt sich mit dem anthropogen verursachten Anstieg des Treibhausgases Kohlendioxid, das entscheidend zur globalen Erwärmung beiträgt. Innerhalb der letzten 100 Jahre ist die Lufttemperatur weltweit um 0,8 Grad Celsiusgestiegen; in Modellen, die Latif mit seinem Forscherteam mitentwickelt, wird ein Anstieg der Temperatur um vier Grad bis 2100 vorausgesagt. Damit verbunden sind Extremwetterereignisse und ein enormer Anstieg des Meeresspiegels.

    Latif habilitierte 1989 an der Universität seiner Geburtsstadt Hamburg im Fach Ozeanographie, er forschte und lehrte unter anderen am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, am Scripps Institut für Ozeanographie in Kalifornien und am Cooperative Institute of Marine and Atmospheric Studies in Florida. Latif ist Träger der Sverdrup Gold Medaille der Amerikanische Meteorologische Gesellschaft und wurde 2000 von der Max-Planck-Gesellschaft für "Öffentliche Wissenschaft" ausgezeichnet. In seiner Forschungstätigkeit beschäftigt sich Latif eingehend mit den anthropogenen Einflüssen auf das Klima und der Entwicklung von Klimamodellen.

    Zum Schluss der sehr gut besuchten Vortragsreihe wird die Humangeografin Frauke Kraas die Probleme und Chancen der Mega-Urbanisierung in Asien untersuchen. Megastädte gewinnen aufgrund ihrer wachsenden Zahl, enormen Größe und rasanten Entwicklungsdynamik immer mehr an Bedeutung in einer zunehmend von Städten dominierten Welt. Sie sind wichtige Knotenpunkte von Globalisierungsprozessen und Steuerungszentralen. Dies gilt besonders für die Megastädte im boomenden Asien. In ihrem Vortrag gibt die Kölner Professorin Antworten auf zentrale Fragen des globalen Wandels und mögliche Handlungsoptionen.
    Frauke Kraas habilitierte 1996 an der Universität Bonn, an der sie später als Heisenberg-Stipendiatin forschte und lehrte. Kraas sitzt im Beirat des "International Year of Planet Earth" und ist dort "Team Leader" des Schwerpunktthemas "Megastädte". Die Forschungsschwerpunkte der Vizepräsidentin der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung liegen auf der Metropolen- und Megastadtforschung, Urbanisierung, Stadtgeografie, der Entwicklungsländerforschung und Ethnogeografie. Sie ist Professorin für Anthropogeographie am Geographischen Institut der Universität in Köln.

    Die Vortragsreihe "Der blaue Planet in unserer Hand", finanziert von der Deutsche Bank Stiftungsgastprofessur "Wissenschaft und Gesellschaft" und organisiert von den beiden Frankfurter Geowissenschaftlern Prof. Alan Woodland und Prof. Heinrich Thiemeyer, findet im Rahmen des "International Year of Planet Earth" (IYPE) statt. Die Vortragsthemen der international renommierten und anerkannten Referentinnen und Referenten ergeben sich aus naturwissenschaftlichen Problemen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen beleuchten die verschiedenen geowissenschaftlichen Themengebiete im Kontext des großen "Systems Erde". Die populärwissenschaftlich präsentierten Vorträge stehen einem breiten interessierten Publikum offen, sie finden donnerstags um 18.30 Uhr im Geozentrum, Großer Hörsaal (Raum 0.124) auf dem Campus Riedberg statt.

    Vorlesungsreihe im Rahmen der Stiftungsgastprofessur "Wissenschaft und Gesellschaft"

    Prof. Mojib Latif
    The Climate of the 20th and 21st Century
    am 15. Januar (Donnerstag)

    Prof. Frauke Kraas
    Megastädte in Asien: Globaler Wandel und Handlungsoptionen
    am 29. Januar (Donnerstag)

    jeweils 18.30 Uhr
    Geozentrum, Großer Hörsaal, Campus Riedberg

    Nähere Informationen zu den Vorträgen und den Referenten: www.geo.uni-frankfurt.de/BlauerPlanet, Prof. Alan Woodland, Professur für physikalisch-chemische Mineralogie, Prof. Heinrich Thiemeyer, Professur für Bodenkunde, Fachbereich Geowissenschaften/Geographie, Campus Riedberg, Tel.(069) 798-40206, E-Mail: geo-agentur@uni-frankfurt.de

    Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt am Main. 1914 von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht derzeit für rund 600 Millionen Euro der schönste Campus Deutschlands. Mit über 50 seit 2000 eingeworbenen Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Universität den deutschen Spitzenplatz ein. In drei Forschungsrankings des CHE in Folge und in der Exzellenzinitiative zeigte sie sich als eine der forschungsstärksten Hochschulen.

    Herausgeber: Der Präsident
    Abteilung Marketing und Kommunikation, Postfach 11 19 32,
    60054 Frankfurt am Main
    Redaktion: Ulrike Jaspers, Referentin für Wissenschaftskommunikation
    Telefon (069) 798 - 2 32 66, Telefax (069) 798 - 2 85 30,
    E-Mail jaspers@ltg.uni-frankfurt.de
    Internet: www.uni-frankfurt.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Umwelt / Ökologie
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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