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08.04.2009 08:02

400 Jahre Chemie und Pharmazie in Marburg: Der "Vater der Pharmazie" in seinen Briefen

Johannes Scholten Pressestelle
Philipps-Universität Marburg

    Goethe, Liebig, Berzelius - sie alle finden sich als Briefpartner in der Korrespondenz von Johann Bartholomäus Trommsdorff, deren Edition mit der Vorstellung des elften Bandes nun abgeschlossen wird. Der Apotheker und Erfurter Chemieprofessor gilt als Vater der wissenschaftlichen Pharmazie. Am 15. April 2009 veranstaltet das Institut für Geschichte der Pharmazie der Philipps-Universität ein Symposium aus Anlass der Fertigstellung des Abschlussbandes - der Start ins Jubiläumsjahr der Marburger Pharmazie und Chemie.

    Johann Bartholomäus Trommsdorff (1770-1837) begründete 1793 mit dem "Journal der Pharmacie" eine erste wissenschaftliche pharmazeutische Zeitschrift. Sein Briefwechsel gilt als eine der umfangreichsten Korrespondenzen eines Apothekers - Trommsdorff stand mit 250 Personen in persönlichem Kontakt, darunter bedeutende Naturforscher. Die Briefe "bieten vielfältige Anregungen für die Geschichte der Chemie und weiterer Naturwissenschaften, aber auch für die Sozialgeschichte", sagt der Marburger Pharmazie- und Wissenschaftshistoriker Professor Dr. Christoph Friedrich, Direktor des Instituts für Geschichte der Pharmazie und Mitherausgeber der Edition.

    Die transkribierte und kommentierte Ausgabe der Korrespondenz ist in der "Acta Historica Leopoldina" erschienen, der erste Band kam im Jahr 1987 heraus. Bis zu Band 3 firmierte Dr. Wolfgang Götz (1942-2009) als Alleinherausgeber des Briefwechsels. Seit 1993 hat sich Christoph Friedrich im Rahmen eines Projekts der Deutschen Forschungsgemeinschaft der Herausgabe gewidmet, gemeinsam mit Götz und seit 1995 mit seinem Mitarbeiter Dr. Hartmut Bettin.

    Am 15. April 2009 wird im Institut für Geschichte der Pharmazie der letzte Band des Briefwechsels der Öffentlichkeit übergeben. Das Symposium aus diesem Anlass ist der Auftakt zum Jubiläumsjahr "400 Jahre Chemie und Pharmazie in Marburg", das in zahlreichen Veranstaltungen an die Geburt zweier neuer akademischer Disziplinen erinnert: Im Jahre 1609 wurde mit Johannes Hartmann weltweit zum ersten Mal ein Professor für das Fach "Chymiatrie" berufen, das sich später in Chemie und Pharmazie auffächerte.

    Symposium
    zum Abschluss der Edition des Briefwechsels von Johann Bartholomäus Trommsdorff
    Ort: Institut für Geschichte der Pharmazie, Roter Graben 10, 35037 Marburg
    Zeit: 15. April 2009 ab 16.15 Uhr

    Programm:
    16:15 - Professor Dr. Michael Keusgen, Dekan des Fachbereiches Pharmazie: Grußwort
    16:25 - Professor Dr. Christoph Friedrich: Der Abschluss der Edition des Briefwechsels von Johann Bartholomäus Trommsdorff - ein pharmaziehistorisches Ereignis
    16:50 - Dr. Wieland Berg, Redakteur der Leopoldina, Halle: Übergabe des 11. Bandes der Trommsdorff-Briefedition
    16:55 - Kaffeepause
    17:25 - Dr. Hartmut Bettin, Greifswald: Wer ist eigentlich J.B. Trommsdorff? Erfahrungsbericht aus der zehnjährigen Bearbeitung der Briefediton
    17:50 - Professor Dr. Dietrich von Engelhardt, Lübeck/München: Der naturwissenschaftliche Brief in wissenschaftlichen Zeitschriften um 1800

    Weitere Informationen:
    Ansprechpartner: Professor Dr. Christoph Friedrich,
    Institut für Geschichte der Pharmazie
    Tel.: 06421 28-22829
    E-Mail: ch.friedrich@staff.uni-marburg.de
    Internet: http://www.uni-marburg.de/fb16/igphmr


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Chemie, Geschichte / Archäologie, Medizin
    überregional
    Wissenschaftliche Publikationen, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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