idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
15.04.2009 14:02

Von Zweifingerfaultieren und kleinen Plagegeistern

Dr. Bärbel Adams Pressestelle
Universität Leipzig

    Sie gehören zu den Ausstellungsstücken der Zoologischen Lehr- und Studiensammlung, die zu Ehren des 600jährigen Universitätsjubiläums mit vielfältigen Angeboten für die interessierte Öffentlichkeit aufwartet. Dem Besucher werden interessante Einblicke in die Herstellung von Tierpräparaten und in die Entstehungsgeschichte der Sammlung vermittelt.

    Ort: Ort: Zoologische Sammlung
    Talstraße 33

    Termine:
    27. April 2009, 18:00 Uhr, Geschichte der Zoologischen Sammlungen an der Universität Leipzig (Vortrag mit anschließender Führung)
    28. April 2009, 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr, Wie entsteht ein zoologisches Präparat? (Um Voranmeldung wird erbeten unter Tel.: 0341 / 97 36720 oder per Mail: zoosa@uni-leipzig.de).
    28. April 2009, 17:00 Uhr, Führung durch die Zoologische Sammlung
    29. April 2009, 18:00 Uhr, Zoologische Sammlungen gestern und heute (Vortrag)
    30. April 2009, 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr, Kleine Plagegeister ganz groß - Beobachtungen unter dem Mikroskop
    Die Zoologische Lehr- und Studiensammlung an der Universität Leipzig besitzt eine lange Tradition, aber auch eine wechselvolle Geschichte. Eröffnet im alten Paulinum vom ersten Lehrstuhlinhaber für Zoologie an der Universität Leipzig, Prof. Eduard Fr. Poeppig, zog sie schon kurz darauf in das neu erbaute Augusteum, und dann da enorm angewachsen, an ihren jetzigen Standort Talstraße 33. Dort arbeitete auch der berühmte Präparator, Herman Hendricus ter Meer aus Leiden, der Ende letzten Jahrhunderts die Dermoplastik einführte. Damit gelang erstmals eine proportionsgerechte und somit lebensecht wirkende Präparation von Wirbeltieren, wie die Plastik des Zweifingerfaultiers.
    Leider wurden die umfangreichen und wertvollen Sammlungen in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts größtenteils aufgelöst und die meisten Präparate an andere Museen abgegeben. Sie befinden sich heute im Museum für Naturkunde Berlin, im Museum für Tierkunde Dresden und im Naturkundemuseum Leipzig. "Aber auch der verbliebene Teil der ehemals berühmten Leipziger Sammlung ist noch immer beeindruckend und umfasst derzeit über 2000, meist schon über einhundert Jahre alter Präparate", sagt Kustos Dr. Detlef Bernhard. Mehr Informationen liefern die Vorträge am 27. und 29. April.

    Die Sammlung reicht von den wirbellosen Tieren wie Schwämme, Nesseltiere, verschiedene Gruppen von wurmartigen Tieren, Weichtiere, Krebse, Spinnen und Insekten bis hin zu den Wirbeltieren. Die Präparate stammen aus allen Regionen der Erde. Die Führungen ermöglichen einen Einblick in die sonst nur für den Lehrbetrieb geöffnete Zoologische Lehr- und Studiensammlung.

    Jährlich entstehen etwa 100 neue Präparate. In der Schaupräparation am 28. April wird ein interessanter Blick hinter die Kulissen ermöglicht. Freuen darf man sich ausnahmsweise auch auf Flöhe, Zecken und Milben und andere "kleine Plagegeister", die auf Haustieren, aber auch auf Menschen leben. Der Gedanke an sie weckt meist unangenehme Assoziationen, da sie zum Teil auch schwere Krankheiten übertragen können. Andererseits besitzen sie durch ihren speziellen Körperbau sehenswerte Anpassungen an ihre parasitische Lebensweise. Ein Blick durch das Mikroskop am 30. April zeigt die kleinen Plagegeister ganz groß.

    Weitere Informationen:
    Dr. Detlef Bernhart
    ung einer Tierart sowie der Dokumentation der biologischen Vielfalt.
    Tel: +49 (0)341 97 36720
    E-Mail: zoosa@uni-leipzig.de

    www.uni-leipzig.de/~agspzoo/deu/index_deu.htm


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-leipzig.de/~agspzoo/deu/index_deu.htm


    Bilder

    Dermoplastik eines Zweifingermaultieres von ter Meer
    Dermoplastik eines Zweifingermaultieres von ter Meer


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie
    regional
    Organisatorisches
    Deutsch


     

    Dermoplastik eines Zweifingermaultieres von ter Meer


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).