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07.05.2009 09:59

Dienste, Dienste, Dienste...

Dr. Bärbel Adams Pressestelle
Universität Leipzig

    Zu diesem Thema tagt die Nutzergruppe "Hochschulverwaltung" des Deutschen Forschungsnetzes (DFN) vom 11. - 13. Mai 2009 in Leipzig. Ziel ist, Webdienste der Universitäten und Hochschulen für die Studierenden transparenter und benutzerfreundlicher zu gestalten und die immer komplexer werdenden Verwaltungs-Strukturen kommunikationstechnisch abzubilden.

    Die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen haben die Organisatoren in den Hochschulen in den vergangenen Jahren vor große Herausforderungen gestellt. Parallel dazu verlagern sich immer mehr Verwaltungsabläufe ins Netz. Online-Dienste, Identity-Management, Authentifizierungs- und Autorisierungs-Infrastrukturen und Online-Security strukturieren heute die Arbeit von Hochschul-Organisatoren. Sie bringen neue Denkweisen und Methoden in den Verwaltungen mit sich. Die Tagung der DFN-Nutzergruppe Hochschulverwaltung thematisiert Strategien des Einsatzes neuer Technologien und netzgestützter Verfahren in der Verwaltung und beleuchtet neben dem aktuellen Stand der Technik auch die Veränderung von Tätigkeitsfeldern und Qualifikationen bei den Mitarbeitern.

    Hohe Ansprüche stellen die Onlinedienste in Punkto Sicherheit und Datenschutz. Dienste sollten sicher betrieben werden können, d. h. zuverlässig verfügbar sein, nicht oder nur sehr schwer angreifbar und die datenschutzrechtlichen Implikationen beachtet werden. Erfahrene Spezialisten des DFN und des Auswärtigen Dienstes werden hier den Hochschulverwaltern wichtige Handlungsanleitungen liefern.
    Ausgehend von der Virtualisierung der Verwaltung stehen eine Reihe medienrelevanter Themen auf dem Tagungs-Programm.
    Neue Medien und Kommunikationsmöglichkeiten, volkstümlich oft unter dem Schlagwort Web 2.0 zusammen gefasst, bieten die Möglichkeit, partizipative Ansätze in Lehre und Verwaltung auszubauen und erzeugen ein Maß an Kommunikation, das es in dieser Qualität bisher noch nicht gab. Diese Möglichkeiten sollen zu einem kreativen Miteinander genutzt werden. Die Plattform "Sag's Uns" an der Universität Braunschweig ist ein Beispiel für eine neue Art des Umgehens miteinander. Anders als "spickmich.de" soll "Sag's Uns" nicht zur Meckerecke mutieren sondern zu gemeinsam gewünschten Verbesserungen in Studium und Lehre führen.

    Mit den Vielfachbewerbungen und den zwangsläufig am Ende der Zulassungsperiode unbesetzten Studienplätzen soll nach dem Willen der Bundesregierung und den zuständigen Länderministerien bald Schluss sein. Ein neues Zulassungssystem soll Bewerbung, Zulassung und Immatrikulation so koordinieren, dass am Ende alle gewinnen.

    Die Nutzergruppe Hochschulverwaltung im DFN veranstaltet seit Anfang der 90iger Jahre in zweijährigem Turnus eine bundesweite Tagung für die Hochschulleitungen und alle in der Hochschulverwaltung tätigen Mitarbeiter, eingerechnet die Mitarbeiter der Rechenzentren, die Verwaltungsprozesse technisch unterstützen.

    Aus dem Themenangebot:

    1. Der Nutzer im Fokus des Angreifers - und was man dagegen tun kann

    Dass man nicht einfach auf Anhänge von E-Mails klickt, insbesondere wenn der
    Absender unbekannt ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Zu oft verbirgt sich in dem vermeintlich nützlichen Anhang eine Schadsoftware, mit der der Rechner des Nutzers "verseucht" werden soll.
    Mittlerweile sind die Angriffe auf Nutzer aber noch versteckter geworden, und Angreifer wissen sich und ihre geplanten Angriffe immer besser zu verschleiern. So gibt es zunehmend Webseiten, die so präpariert sind, dass schon das Aufrufen dieser Seiten ausreicht, um den eigenen Rechner zu kompromittieren. Dabei sieht der (sichtbare) Inhalt der Webseiten häufig ganz normal, manchmal sogar nützlich aus, es gibt jedoch "unsichtbare" Steuerelemente auf solchen Seiten, über die die Schädlinge verteilt werden.
    Insgesamt ist der Trend klar: Standen in früheren Jahren zumeist zentrale Rechner und damit System-Administratoren im Fokus von Angreifern, so sind nun die Nutzer selber zum Angriffsziel geworden.
    Aber genauso wie man sich als System-Administrator auf vielfältige Weise schützen kann, gibt es auch für Nutzer Möglichkeiten, um Angriffe abzuwehren.

    Eine Voraussetzung dabei ist die Schaffung eines echten Problembewusstseins. Die Aussage "es ist ja nur mein eigener Rechner betroffen" stimmt nämlich nicht, denn genau von solchen Rechnern werden Angriffe auf andere gestartet oder die Rechner werden als "Spam-Schleudern" missbraucht. Der DFN-Verein bietet seinen Anwendern eine Reihe von Möglichkeiten, um auf die verschiedenen Angriffsversuche gut vorbereitet zu sein. Zum einen wird proaktiv über wichtige vorbeugende Maßnahmen informiert, zum anderen wird Hilfestellung gegeben, wenn "das Kind doch einmal in den Brunnen gefallen" ist.

    2. "Sag's uns" - eine Plattform für Ideen und Problem in Studium und Lehre an der TU Braunschweig

    Beschwerden von Studierenden aufzufangen, ist ein wichtiger Ansatz, um die Qualität in Studium und Lehre zu steigern. Jedoch führt ein Konzept, das aktiv Beschwerden von Studierenden einfordert, häufig allein zu einer Steigerung der formulierten studentischen Probleme, ohne nachhaltig zu deren Lösung beizutragen. "Sag's uns" basiert auf dem Grundgedanken, dass ein Problem, positiv gesehen, die Keimzelle für eine gute Idee ist. Um diese gemeinsam heraus zu arbeiten, basiert "Sag's uns" auf einer Web-2.0-Plattform. Hier finden sich Studierende mit ähnlichen Problemen zur Diskussion mit Hochschulvertretern.

    Gemeinsam mit der Geschäftsstelle des Präsidiums wird der gesamte Weg von einer ersten Anregung bis zur Umsetzung der neuen Idee beschritten. Eine derart offene Kommunikation motiviert den Studierenden, aktiv am Universitätsleben zu partizipieren. Natürlich geht das nicht ohne Schwierigkeiten, denn nicht jedes Problem kann völlig offen diskutiert werden, manchmal trifft nicht jeder den richtigen Ton, und nicht für alles gibt es eine einfache gute Lösung.

    "Sag's uns" basiert daher auf einem detaillierten Konzept aus Berechtigungen, Moderation und durchgehender Betreuung. Das Ziel der TU Braunschweig ist es, mit "Sag's uns" gemeinsam zu lernen, wie studentische Anregungen nachhaltig berücksichtigt, diskutiert und schrittweise umgesetzt werden können.

    weitere Infomamtionen:
    Ursula Lennig
    Telefon: 0341 97 311 81
    ulennig@uni-leipzig.de


    Weitere Informationen:

    http://www.hochschulverwaltung.de/tagung/leipzig_600


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch



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