idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
20.05.2009 12:01

Wirkungsvollere Krebstherapien und die die Ausbreitung des modernen Menschen von Afrika nach West-Eurasien

Gabriele Rutzen Presse und Kommunikation
Universität zu Köln

    Wirkungsvollere Krebstherapien und die Ausbreitung des modernen Menschen von Afrika nach West-Eurasien

    Rund 23 Millionen Euro für zwei neue Sonderforschungsbereiche an der Universität zu Köln

    Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bekannt gab, werden zwei der insgesamt neun neuen Sonderforschungsbereiche zum 1. Juli 2009 an der Universität zu Köln eingerichtet. Die neuen SFB werden voraussichtlich mit insgesamt rund 23 Millionen Euro für zunächst vier Jahre gefördert.

    Der SFB 806 "Unser Weg nach Europa: Kultur-Umwelt-Interaktion und menschliche Mobilität im Späten Quartär" beschäftigt sich Professor Dr. Jürgen Richter im Institut für Ur- und Frühgeschichte und sein Team mit der Mobilität von Populationen in den letzten 190 000 Jahren. Im Mittelpunkt der Forschung steht die Ausbreitung des modernen Menschen von Afrika nach West-Eurasien und im Besonderen nach Europa. Populationsdynamische Ausbreitungsprozesse stellen mit ihrem Austausch von Ideen, Techniken und kulturellem Verhalten dabei eine wichtige Voraussetzung für bedeutende Entwicklungsereignisse dar. Ziel ist es, mit geowissenschaftlichen und archäologischen Methoden zu erforschen, inwiefern menschliches Handeln, das Klima und die Umwelt bedeutende Populationsbewegungen mitbestimmt haben. Dabei soll insbesondere untersucht werden, welche Auswirkungen diese Faktoren auf Aktionen und Reaktionen von Populationen wie Auswanderung, Einwanderung und das Hineinwachsen in eine kulturelle Umwelt hatten. An diesem Sonderforschungsbereich sind auch die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen; Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; Universität Duisburg-Essen sowie der Landschaftsverband Rheinland; das Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege, Bonn; sowie das Neanderthal Museum, Mettmann beteiligt.

    Im Gegensatz zu dem verbreiteten Wissen über diejenigen genetischen Vorgänge, die zur Immortalisierung und Veränderung von Krebszellen führen, werfen die genauen molekularen Vorgänge, durch die das Tumormikromilieu geformt wird, immer noch viele Fragen auf. Der SFB 832 "Molekulare Basis und Modulation der zellulären Interaktionen im Tumormikromilieu" unter Leitung von Professor Dr. Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin, will daher Schlüsselmechanismen aufklären, die das molekulare wechselseitige Aufeinanderwirken von Krebszellen und ihrem Mikromilieu bestimmen. Im Vordergrund steht dabei die Erforschung molekularer Veränderungen in der Architektur, Differenzierung und Beweglichkeit der Zellen im Tumorgewebe sowie die immunologische Zusammensetzung des Milieus eines klinisch sichtbaren Tumors. Neben diesen für die Medizin bedeutenden Forschungsfragen will der SFB langfristig neue Zielstrukturen aufklären, die sich zur Entwicklung neuer therapeutischer oder diagnostischer Verfahren eignen. An diesem Forschungsbereich sind die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sowie das Max-Planck-Institut für neurologische Forschung in Köln beteiligt.

    Rektor Professor Dr. Axel Freimuth zeigte sich sehr erfreut, dass durch die Entscheidung der DFG erneut die Forschungsstärke des Standortes Köln bestätigt wurde.

    Bei Rückfragen: Professor Dr. Michael Hallek, Medizinische Klinik I für Innere Medizin I der Uniklinik Köln. Tel.: 0221/478-4400 , E-Mail: Michael.Hallek@uni-koeln.de

    Professor Dr. Jürgen Richter, Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln, Tel. 0221/470-2879, E-mail: J.Richter@uni-koeln.de

    Verantwortlich: Anneliese Odenthal


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Kulturwissenschaften, Medizin
    regional
    Forschungsprojekte, Organisatorisches
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).