Chemie-Studierende und Professoren der Goethe-Universität engagieren sich bei "Studieren ohne Grenzen"
FRANKFURT. Junge Menschen aus Krisengebieten durch eine Patenschaft zu fördern, so dass sie in ihrem Heimatland studieren und zu dessen Stabilisierung beitragen können, ist das Ziel von "Studieren ohne Grenzen". Zwei Frankfurter Mitglieder haben nun in Kooperation mit Prof. Harald Schwalbe eine Sammlung zugunsten einer Patenschaft für einen Schulabsolventen aus Tschetschenien oder dem Kongo initiiert. 600 Euro pro Jahr kostet ein Stipendium. 303 Euro spendeten die Studierenden in Schwalbes Vorlesung zur Organischen Chemie. Die andere Hälfte steuern die Professoren der Organischen Chemie bei. Diese Sammlungen sollen jährlich wiederholt werden, bis der "Paten-Student" sein Studium abgeschlossen hat.
"Studieren ohne Grenzen", ein Ableger der französischen Organisation "Etudes sans frontières", setzt auf die Solidarität zwischen Studierenden weltweit. "Wir fördern insbesondere begabte junge Schulabgänge in Krisengebieten, weil wir darauf vertrauen, dass sie nach verheerenden Kriegshandlungen entscheidend zum Wiederaufbau ihrer Heimat beitragen können", erklärt Lokalkoordinatorin Vera Witowski, die an der Goethe-Universität Biophysik studiert. Entwicklungsorganisationen, mit denen der Verein kooperiert, klagten oft über den Mangel an qualifizierten Kräften vor Ort. Da in Krisengebieten die humanitäre Soforthilfe für Kinder, Kranke und alte Menschen im Vordergrund steht, kommt die Ausbildung erst an zweiter Stelle.
"Unser Vorteil ist, dass wir flexibler sind als die großen Austausch- und Stipendienorganisationen. Die sparen Krisengebiete in ihren Programmen aus", sagt die Biophysik-Studentin Jenia Schlegel, in der Frankfurter Gruppe für das Fundraising zuständig ist. Notfalls könnte ihr Verein Studierende auch an eine deutsche Universität holen, wenn die Situation in deren Heimatland zu instabil ist. Für eine Förderung gibt es klare Kriterien: Die Stipendiaten müssen talentiert und motiviert sein und in ihrem Heimatland ohne Chancen auf eine gute Ausbildung.
Noch ist nicht entschieden, wer das Patenkind der Frankfurter Chemiker wird. Harald Schwalbe könnte sich vorstellen, den- oder diejenige auch mal für ein Semester nach Frankfurt einzuladen.
Informationen: Katrin Witowski, "Studieren ohne Grenzen", Tel.: (069) 50058904, frankfurt@studieren-ohne-grenzen.org
Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt am Main. 1914 von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht derzeit für rund 600 Millionen Euro der schönste Campus Deutschlands. Mit über 50 seit 2000 eingeworbenen Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Universität den deutschen Spitzenplatz ein. In drei Forschungsrankings des CHE in Folge und in der Exzellenzinitiative zeigte sie sich als eine der forschungsstärksten Hochschulen.
Herausgeber: Der Präsident
Abteilung Marketing und Kommunikation, Postfach 11 19 32,
60054 Frankfurt am Main
Redaktion: Dr. Anne Hardy, Referentin für Wissenschaftskommunikation Telefon (069) 798 - 2 92 28, Telefax (069) 798 - 2 85 30, E-Mail hardy@pvw.uni-frankfurt.de
Internet: www.uni-frankfurt.de
http://www.studieren-ohne-grenzen.org
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Chemie, Gesellschaft
regional
Studium und Lehre
Deutsch

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