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24.07.2009 07:43

Wissenschaftsrat: Steuerungsgruppe Forschungsrating entwickelt Bewertungskriterien für geisteswissenschaftliche Forschung

Dr. Christiane Kling-Mathey Geschäftsstelle
Wissenschaftsrat

    Steuerungsgruppe Forschungsrating entwickelt Bewertungskriterien
    für geisteswissenschaftliche Forschung
    Die für die Weiterentwicklung des Forschungsratings verantwortliche Steuerungsgruppe hat die Entscheidung des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, das Forschungsrating nicht zu unterstützen, mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Der Verband verzichtet damit auf die Gelegenheit, stellvertretend für die Geisteswissenschaften an der Entwicklung eines angemessenen Ratingverfahrens maßgeblich mitzuwirken. Die Steuerungsgruppe vertritt die Auffassung, dass eine Verständigung über disziplinäre Standards und die Entwicklung geeigneter Bewertungsverfahren und -kriterien notwendig ist, wollen die Geisteswissenschaften den an sie bislang herangetragenen Kriterien wie Drittmittel- und Publikationsstatistiken nicht länger alternativlos ausgesetzt bleiben.

    Angesichts der Vorbehalte, die der Historikerverband gegenüber einer exemplarischen Erprobung des Forschungsratings in den Geschichtswissenschaften geltend gemacht hat, hat die Steuerungsgruppe nun beschlossen, zunächst fächerübergreifend geeignete Bewertungskriterien für ein Ratingverfahren in den Geisteswissenschaften zu entwickeln. Zu diesem Zweck wird sie eine Unterarbeitsgruppe einsetzen, die geeignete Rahmenbedingungen der Bewertung geisteswissenschaftlicher Forschung definieren und fachspezifisch angemessene Bewertungskriterien erarbeiten soll. Um die Vielfalt der Forschungspraktiken berücksichtigen zu können, werden Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Geisteswissenschaften eingeladen, sich daran zu beteiligen. Die Unterarbeitsgruppe soll ihre Arbeit im Herbst dieses Jahres aufnehmen und im Frühjahr 2010 Ergebnisse vorlegen.

    Bei dem Forschungsrating handelt es sich um ein vom Wissenschaftsrat entwickeltes, neuartiges Verfahren zur wissenschaftsgeleiteten und fachspezifischen Bewertung von Forschungsleistungen. Es wurde in einer Pilotstudie in den Fächern Soziologie und Chemie erprobt und wird derzeit in der Elektro- und Informationstechnik weiterentwickelt. Weitere Informationen sind unter www.forschungsrating.de verfügbar.


    Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung.

    Ansprechpartnerin: Dr. Christiane Kling-Mathey
    Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates, Brohler Straße 11, 50968 Köln
    Telefon: 0221/3776 - 243, Telefax: 0221/38 84 40, E-Mail: kling-mathey@wissenschaftsrat.de

    Pressemitteilungen und Informationen: http://www.wissenschaftsrat.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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