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17.04.2001 16:33

Neue Medien in der Bildung

Dr. Wolfgang Mathias Presse und Kommunikation
Universität zu Köln

    Die Medienkompetenz sowohl der Lehrenden als auch der Studie-renden zu fördern und berufsqualifizierende Ausbildungsmög-lichkeiten im Bereich digitaler Lehr- und Lernmedien an den Universitäten zu unterstützen ist das Ziel des Projekts "PRO-METHEUS - Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung und Lehre", das am 1. April unter der Leitung von Dr. Holger Simon vom Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln gestar-tet wurde. Das auf drei Jahre angelegte Verbundprojekt (URL: http://www.prometheus-bildarchiv.de) wird durch das Bundesmi-nisterium für Bildung und Forschung Im Rahmen des Programms "Neue Medien in der Bildung" mit 3,2 Mio. Mark gefördert.

    48/2001

    PROMETHEUS-Projekt gestartet

    Die Medienkompetenz sowohl der Lehrenden als auch der Studie-renden zu fördern und berufsqualifizierende Ausbildungsmög-lichkeiten im Bereich digitaler Lehr- und Lernmedien an den Universitäten zu unterstützen ist das Ziel des Projekts "PRO-METHEUS - Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung und Lehre", das am 1. April unter der Leitung von Dr. Holger Simon vom Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln gestar-tet wurde. Das auf drei Jahre angelegte Verbundprojekt (URL: http://www.prometheus-bildarchiv.de) wird durch das Bundesmi-nisterium für Bildung und Forschung Im Rahmen des Programms "Neue Medien in der Bildung" mit 3,2 Mio. Mark gefördert.

    Ziel des Projekts ist die Erstellung einer internetbasierten Wissensplattform für die Fächer Archäologie, Kunstgeschichte und Designgeschichte, die das Potential digitaler Bildverar-beitung und -archivierung für Forschung und Lehre in diesem Bereich nutzen und erproben wird. In Zusammenarbeit mit Infor-matikern, Mediendesignern und Mediendidaktikern entsteht ein System, das zum einen verteilte digitale Bildarchive zusammen-führt und zum anderen durch eine virtuelle Lehr- und Lernumge-bung die herkömmliche Lehre ergänzt und die Möglichkeiten zum Selbststudium verbessert. An der Umsetzung von PROMETHEUS be-teiligt sind außer der Universität zu Köln (Institut für Kunstgeschichte, Institut für historisch-kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung, Seminar für Pädagogische Psychologie) die Humboldt-Universität zu Berlin (Kunstgeschichtliches Seminar), die Hochschule Anhalt in Dessau/Köthen (Fachbereiche Design und Informatik) und die Justus-Liebig-Universität in Gießen (Professuren für Kunstge-schichte und für Klassische Archäologie).

    Von archäologischen Objekten bis zur aktuellen Computerkunst reichen die Bilder, die von den beteiligten Projektpartnern unabhängig voneinander in Bilddatenbanken mit jeweils eigenen Schwerpunkten aufgenommen werden. Es werden hierin sowohl Bil-der als auch deren Basisdaten (Künstler, Titel, Datierung etc.) gespeichert. PROMETHEUS führt diese digitalen Bildarchi-ve unter einer gemeinsamen Oberfläche zusammen, so daß man gleichzeitig in allen Datenbanken recherchieren kann. Eine be-sondere Herausforderung und ein in den beteiligten Fachberei-chen bislang einzigartiger Anspruch ist, daß PROMETHEUS bewußt als offenes, auf Vielfalt eingestelltes System konzipiert ist, das keine bestimmte Datenbanksoftware und keine einheitlichen Datenstrukturen vorschreibt, so daß auch künftig neue Module und Teilnehmer angeschlossen werden können. Während der Wis-senschaftsbetrieb von recht engen Abgrenzungen der einzelnen Fächer geprägt ist, nimmt die gemeinsame Wissensplattform von PROMETHEUS den Versuch wahr, Fächergrenzen zu überwinden und Nachbardisziplinen einzubinden. Durch den fächerübergreifenden Aufbau des verteilten Bildarchivs erhoffen wir uns für die Forschung außerdem ungewohnte und überraschende Abfrageergeb-nisse.

    Das Bild ist das klassische Medium zur Vermittlung von Lehrin-halten in den Fächern Kunstgeschichte und Archäologie. In Er-weiterung zur Bildrecherche wird PROMETHEUS die Möglichkeit bieten, aus den recherchierten Bilddaten digitale Präsentatio-nen für Vorträge und Referate herzustellen, die man über einen Beamer in den Vortragsräumen präsentieren kann. Denkbar ist hier z.B., Vorlesungen direkt aus dem Bildmaterial von PROME-THEUS zusammenzustellen und anschließend den Studierenden im Netz zur Nacharbeitung zur Verfügung zu stellen. Ein besonde-rer Vorteil liegt darin, daß in Vorlesungen und Seminaren von einem in den Vortragsräumen installierten Rechner online in den Bilddatenbanken recherchiert werden kann, und die Dozenten direkt auf Nachfragen reagieren und Vergleichsbilder auswählen können. Der Lehrbetrieb wird sich dadurch kreativer und flexi-bler gestalten lassen. Bereits nach einem Jahr werden Bildda-tenbanken und Lehrmodule von PROMETHEUS auf einem Stand sein, der es gestattet, das System bei Studierenden und Lehrenden zu evaluieren und weitere Partner in das Projekt einzubinden. Ziel ist es, bei Studierenden und Dozenten ein Höchstmaß an Nutzerfreundlichkeit und Akzeptanz zu finden.

    Mit PROMETHEUS entsteht eine auf verteilten digitalen Ressour-cen basierende, vernetzte Wissensplattform mit didaktischen Modulen, die nach Projektende als Open Source unter den Be-stimmungen des GNU Public License zur Verfügung stehen wird.

    (81 Zeilen á 60 Anschläge)
    Verantwortlich: Dr. Wolfgang Mathias
    Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Holger Simon unter der Telefon-nummer 0221 470 3509, der Fax-Nummer 0221 470 5044 und der Email-Adresse Holger.Simon@uni-koeln.de zur Verfügung.
    Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web (http://www.uni-koeln.de/organe/presse/pi/index.html).

    Für die Übersendung eines Belegexemplares wären wir Ihnen dankbar.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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