idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
25.08.2009 12:02

Einladung zur Pressekonferenz: Pflanzen für die Zukunft

Dr. Bärbel Adams Pressestelle
Universität Leipzig

    "Pflanzen für die Zukunft" - Damit beschäftigt sich eine internationale wissenschaftliche Tagung, die vom 6. bis 11. September an der Universität Leipzig stattfindet. Die Tagung stellt sich den großen Zukunftsherausforderungen der Menschheit wie Sicherstellung von Energie, Nahrungsmitteln und kohlenstoffbasierten Rohstoffen sowie die Begrenzung der Erderwärmung unter dem Blickwinkel Pflanzenwissenschaften. Sie will zugleich einen Ausblick geben, wie neues botanisches Wissen in neue Technologien umgesetzt werden kann. Aus diesem Anlass laden wir zu einer Pressekonferenz ein.

    Zeit: 08.09.2009, 10:30 Uhr
    Ort: Seminargebäude der Universität Leipzig
    Universitätsstraße 1
    II. Stock, Raum 204

    Fünf der spannenden Fragestellungen werden auf der Pressekonferenz behandelt. Nachdem Tagungspräsident Prof. Dr. Christian Wilhelm, Leiter der Abteilung Pflanzenphysiologie am Institut für Botanik an der Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie der Universität Leipzig, einen kurzen Überblick über Inhalte und Anliegen der Tagung gegeben hat, stehen folgende Themen auf der Tagesordnung:

    1. Labore auf dem Acker - Biodiversitätsforschung in Leipzig
    Prof. Dr. Francois Buscot, Leiter der Abteilung Terrestrische Ökologie am Institut für Botanik der Universität Leipzig, spricht über das gemeinsame Forschungsprojekt von Universität und Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Halle-Leipzig, das im September im Leipziger Raum startet. Dazu werden unterschiedliche Pflanzen in verschiedenen Versuchsanordnungen auf große Flächen ausgebracht. Untersucht werden soll, wie sich die Pflanzen gegenseitig beeinflussen und wie sich z.B. bestimmte Regenmengen auf den Bestand und auf einzelne Pflanzen auswirken. Die Regenmengen können dabei durch Bewässerung und gezielte Überdachung gesteuert werden.

    2. Transgene Pflanzen - Chancen und Risiken
    Prof. Dr. Ulf-Ingo Flügge, Präsident der Deutschen Botanischen Gesellschaft und Leiter der Abteilung Pflanzenphysiologie am Botanischen Institut der Universität Köln, ist ein Fürsprecher für genetisch veränderte oder transgene Pflanzen. Anhand von Getreidearten wie Mais und Weizen erklärt er den Nutzen solcher Veränderungen und erfolgt aufmerksam die Diskussion um die Sicherheit transgenen Pflanzenmaterials.

    3. Musikinstrumente aus Pflanzenabfall
    Dass Geigen aus Holz, also aus einem erneuerbaren Material sind, ist nicht nur Musikern bekannt. Aber dass auch Pflanzenabfälle für Musikinstrumente Verwendung finden können, ist ganz neu. Mit einem European Research Area-Projekt (ERA-NET) innerhalb des 6. Rahmenprogrammes der EU gehört Prof. Wilhelm zu der Wissenschaftlergruppe, die untersucht, wie Holzabfälle durch bestimmte Enzyme und Hitzebehandlung zu hochwertigen Presslingen verarbeitet werden, die z.B. für die Instrumentenherstellung verwendet werden können. Der Klang sei besonders gut, weil es sich um homogenes Material handle, meint Wilhelm.

    4. Kraftstoff aus Algen
    Stellen wir in Zukunft unseren Kraftstoff aus Algen her? Für Prof. Olaf Kruse, Abteilungsleiter Algenbiotechnologie der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld, ist das keine reine Zukunftsmusik mehr. Er erforscht, wie man in Bioreaktoren Stoffwechselprodukte von Algen durch Bakterien quasi auffressen lassen kann, damit diese daraus Methan produzieren. Wenn das biotechnologisch auch in größerem Umfang machbar ist, wäre das eine sehr ökonomische und umweltfreundliche Form der Energiegewinnung, denn Algen brauchen kaum Wasser, keinerlei Dünger und haben eine extrem hohe Produktivität bei einem logistisch niedrigem Aufwand der Verarbeitung.

    5. Die Zukunft der Biomassemärkte
    Mit den Voraussetzungen und Möglichkeiten für den Einsatz grüner Energien setzt sich Prof. Martin Kaltschmitt, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Deutschen BiomasseForschungsZentrums Leipzig, auseinander. Kaltschmitt geht davon aus, dass Biomasse in deutlich höherem Maße für die Energiegewinnung eingesetzt werden kann. Kollidiert dies mit der Nahrungsmittelproduktion? Was man beachten und tun muss, erläutert Kaltschmitt auf der Pressekonferenz.

    Wenn Sie sich für die angegebenen Probleme interessieren und an unserer Pressekonferenz teilnehmen wollen, geben Sie uns bitte Bescheid: Telefon: 0341 97 35 020 oder adams@uni-leipzig.de.

    Podiumsdiskussion:

    Außerdem möchten wir Sie aufmerksam machen auf unsere Podiumsdiskussion mit hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zum Thema: "Volle Tanks und leere Teller", im Rahmen der Botanikertagung 2009 stattfindet. Eingeladen ist auch die interessierte Öffentlichkeit.

    Termin: 8.9. 2009 von 20:00 bis 22 Uhr
    Ort: Neues Hörsaalgebäude der Universität Leipzig am Augustusplatz

    Die Teilnehmer sind:
    1. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee
    2. Prof. Martin Kaltschmitt wissenschaftlicher Geschäftsführer des Deutschen BiomasseForschungsZentrums Leipzig
    3. Prof. Peter Wagner, Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Mitkoordinator des EU Projekts Agrowood
    4. Peter Rottach (EU-Büro "Brot für die Welt", Brüssel)
    5. Prof. Dr. Jürgen Leohold, Prof. Dr. Jürgen Leohold, Leiter der Volkswagen Konzernforschung.
    6. Prof. Christian Wilhelm, Tagungspräsident

    Moderation: Anja Martini, MDR


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Pressetermine, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay