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08.05.2001 16:38

Allgemeiner Fakultätentag gegen indirektes Verbot der Habilitation

Susanne Liedtke Abteilung Hochschulkommunikation/Bereich Presse und Information
Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Der Allgemeine Fakultätentag protestiert entschieden gegen das im Referentenentwurf des Hochschulrahmengesetzes vorgesehene indirekte Verbot der Habilitation, weil es dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine wichtige Chance der Qualifikation nehme. Das teilt der Präsident des Allgemeinen Fakultätentages, der Jenaer Professor Dr. Reinhold Grimm, mit.

    Jena (08.05.01) Am 30. April fand im Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Anhörung zum Fünften Gesetz zur Änderung des Hochschulrahmengesetzes statt. Der dort verhandelte Referentenentwurf sehe entgegen den Vorschlägen der von Bundesministerin Edelgard Bulmahn selbst eingesetzten Expertenkommission und entgegen den wiederholten Erklärungen des Ministeriums ein indirektes Verbot der Habilitation als selbständiger wissenschaftlicher Leistung vor, erklärt Grimm.

    Nunmehr sollen nach einer Übergangszeit die zu einer Berufung für Professoren notwendigen "zusätzlichen wissenschaftlichen Leistungen" nach der Dissertation nicht mehr "Gegenstand eines Prüfungsverfahrens" sein dürfen. Der Allgemeine Fakultätentag habe während der Anhörung dafür plädiert, neben dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung vorgeschlagenen Weg über die "Juniorprofessur" auch weiterhin die Habilitation als konkurrierende Möglichkeit beizubehalten, um die Leistungsfähigkeit der Verfahren in der Praxis zu erproben. Er gehe davon aus, dass sich in den verschiedenen Fächerkulturen von der Medizin über die Ingenieurwissenschaften bis zur Ägyptologie differenzierte Lösungen durchsetzen werden. "Die fachspezifischen Wissenschaftsanforderungen setzen unabdingbar verschiedene Verfahrenswege der Qualifikation voraus", so Prof. Grimm.

    Der Allgemeine Fakultätentag hatte sich am 13. Dezember 2000 in Jena als Vertretung der die verschiedenen Fachrichtungen repräsentierenden Fakultäten konstituiert.

    Ansprechpartner:
    Prof. Dr. Reinhold Grimm
    Präsident des Allgemeinen Fakultätentages
    Institut für Romanistik der Friedrich-Schiller-Universität
    Tel: 03641/ 944610
    Fax: 944612
    E-Mail: x7grre@rz.uni-jena.de

    Susanne Liedtke
    Friedrich Schiller Universität
    Referat Öffentlichkeitsarbeit
    Fürstengraben 1
    07743 Jena
    Tel: 03641/ 93 10 40
    Fax: 03641/ 93 10 42
    E-Mail: Susanne.Liedtke@uni-jena.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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