Goethe-Uni startet Pilotprojekt/ ab 2010 lehren 15 internationale Gastdozenten im Curriculum verschiedener Studiengänge/ Auftakt ab November in der Pharmazie
FRANKFURT. Als erste deutsche Universität startet die Goethe-Universität ein Programm zur systematischen Internationalisierung der Lehre. In einem universitätsinternen Wettbewerb werden für das kommende Jahr 15 Gastdozenten ausgewählt, die für einige Wochen oder als Blockveranstaltung im Curriculum verschiedener Studiengänge lehren. Ziel dieses Programms ist es, Studierende frühzeitig in Kontakt mit Lehrinhalten und -methoden aus dem Ausland zu bringen und sie zu einem Auslandssemester zu ermutigen. Finanziert wird das Programm mit 150.000 Euro aus Mitteln des Landes Hessen zur Qualitätssicherung in der Lehre. Professoren der Goethe-Uni sollen die Entlastung durch ihre ausländischen Kollegen dazu nutzen, sich intensiver um ihre Studierenden zu kümmern, beispielsweise durch die Einrichtung von Tutorien. Die erste Gastprofessorin, die ab 9. November für einen Monat in Frankfurt lehren wird, ist die Pharmazieprofessorin Paola Patrignani von der italienischen Universität Chieti.
"Derzeit gehen nur 8 Prozent unserer Studierenden ins Ausland", bedauert Dr. Martin Bickl, Leiter des International Office an der Goethe-Universität. "Diese Zahl möchten wir erhöhen. Gleichzeitig wollen wir Studierenden, die aus persönlichen Gründen nicht weggehen können, eine 'Auslandserfahrung Zuhause' ermöglichen." Internationalität an der Universität erlebbar zu machen, hält auch Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz für wichtig. Er ist an der Goethe-Universität für die Verbesserung der Lehre zuständig: "Solche Erfahrungen schaffen vielfältiges Fachwissen, sind Ansatzpunkte zu internationaler Vernetzung, verbessern die Berufsaussichten und sind auch menschlich bereichernd".
Das Gastdozenten-Programm ist die erste Maßnahme der Initiative "International Campus", die in Zukunft noch weitere Aktionslinien haben wird. Dazu gehört, Begegnungsmöglichkeiten zwischen deutschen und ausländischen Studierenden und Dozenten zu schaffen sowie die interkulturelle Kompetenz von Lehrenden und Verwaltungsmitarbeitern zu fördern. "Meine Vision ist, dass ausländische Studierende, Forscher und Lehrende zum Normalfall auf dem Campus werden, so wie es jetzt schon in den Exzellenzclustern und vielen Graduiertenkollegs der Fall ist", erläutert Bickl seinen Plan.
Prof. Paola Patrignani, die erste Gastdozentin, wird einen Teil der Vorlesungen von Prof. Dieter Steinhilber, Dekan des Fachbereichs Biochemie, Chemie und Pharmazie und von Prof. Müller, Institut für Pharmakologie für Naturwissenschaftler übernehmen. "Paola ist nicht nur eine international ausgewiesene Pharmakologin, sondern auch eine ausgezeichnete Lehrerin", weiß Steinhilber, "Sie war schon einmal in unserem Graduiertenkolleg zu Gast und bei der Sommerschule von FIRST, die damals in Österreich stattfand". Ihr Fachgebiet sind Entzündungen und Gefäßerkrankungen - Themen, zu denen auch an der Goethe-Uni Forschungsschwerpunkte angesiedelt sind.
Informationen: Dr. Martin Bickl, International Office, Campus Bockenheim, Tel: (069) 798-23729; Bickl@em.uni-frankfurt.de.
Prof. Dieter Steinhilber, Institut für Pharmazeutische Chemie, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-29324, Steinhilber@em.uni-frankfurt.de.
Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt am Main. 1914 von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht derzeit für rund 600 Millionen Euro der schönste Campus Deutschlands. Mit über 50 seit 2000 eingeworbenen Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Universität den deutschen Spitzenplatz ein. In drei Forschungsrankings des CHE in Folge und in der Exzellenzinitiative zeigte sie sich als eine der forschungsstärksten Hochschulen.
Herausgeber: Der Präsident
Abteilung Marketing und Kommunikation, Postfach 11 19 32,
60054 Frankfurt am Main
Redaktion: Dr. Anne Hardy, Referentin für Wissenschaftskommunikation Telefon (069) 798 - 2 92 28, Telefax (069) 798 - 2 85 30, E-Mail hardy@pvw.uni-frankfurt.de
Internet: www.uni-frankfurt.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Studium und Lehre
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).