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08.06.2001 10:27

Ehrendoktorwürde für Prof. Dr. Horst T. Witt

Marietta Fuhrmann-Koch Öffentlichkeitsarbeit
Georg-August-Universität Göttingen

    Alumnus der Georg-August-Universität wird von der Biologischen Fakultät ausgezeichnet

    Dem Biologen Prof. Dr. Horst Witt wird auf Beschluss der Biologischen Fakultät am
    Montag, den 11. Juni um 17.30 Uhr in der Aula am Wilhelmsplatz 1
    die Ehrendoktorwürde der Georg-August-Universität verliehen. Die Laudatio wird von seinem Schüler der Biophysiker Prof. Dr. Wolfgang Junge (Osnabrück) gehalten. Prof. Dr. Horst T. Witt wird in seiner Erwiderung besonders über seine Göttinger Studentenzeit sprechen.
    Der 1922 in Bremen geborene Biologe zählt weltweit zu den herausragenden Forschern auf dem Gebiet der Photosynthese. Nach seinem Wehrdienst als Jagdflieger studierte er von 1945-1950 Physik an der Georg-August-Universität. Er wurde mit einem klassischen Thema zur Festkörperphysik bei Robert Wichard Pohl promoviert. 1950 wechselte er zu Karl

    Friedrich Bonhoeffer ins Max-Planck-Institut für Physikalische Chemie und begann seine Forschungen zur oxygenen Photosynthese. Seit 1962 arbeitete H.T. Witt als Ordinarius für Physikalische Chemie am Max-Volmer-Institut der Technischen Universität Berlin. Als er begann, sich mit den Grundlagen der Photosynthese zu beschäftigen, lagen die physikalischen und chemischen Mechanismen dieses fundamentalen, für die Sauerstoffatmosphäre der Erde verantwortlichen Mechanismen vollkommen im Dunkeln. Er entwickelte ultraschnelle physikalische Messmethoden, die es erlauben, den Prozess der Photosynthese genauestens zu erforschen. Parallel und unabhängig von anderen Forschern wies er nach, dass es zwei Photosysteme in Sequenz gibt, eins z.B. die Cytochrome reduziert, das andere oxidiert.
    Das wissenschaftliche Werk von Prof. Witt zeichnet sich durch viele Pionierleistungen aus. Es enthält einzigartige und originelle experimentelle Ansätze und Ergebnisse. Nationale und internationale Ehrungen und Preise dokumentieren die hohe internationale Anerkennung. Aktuellstes Beispiel seiner, über die Emeritierung hinausgehenden Forschungsleistungen, ist die Erarbeitung eines bis auf 0,35nm aufgelöstes Strukturmodell des Wasser-oxidierenden Photosystems II, das der 79jährige selbst auf dem kommenden 12. Internationalen Congress on Photosynthesis Research in Brisbane vorstellen wird.

    Weiter Informationen:
    Prof. H.W. Heldt, Abteilung für Biochemie der Pflanze
    Tel.: 0551/395742
    E-Mail: hheldt@gwdg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Informationstechnik, Mathematik, Physik / Astronomie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Personalia
    Deutsch


    Prof. Dr. Horst T. Witt


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