idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
23.04.2010 10:00

NIFTi - Teamkollege Roboter im Rettungseinsatz

Reinhard Karger M.A. DFKI Saarbrücken
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

    Wie kann man aus Robotern gute Teamkollegen machen? Roboter sind bereits in beachtlichem Maß autonom geworden, sie können dadurch immer komplexere Aufgaben in verschiedensten dynamischen Umgebungen ausführen. Wie aber kann man Robotern beibringen, mit Menschen zusammenzuarbeiten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen?

    Diese Fragen werden seit Anfang 2010 in dem von der EU im 7. Rahmenprogramm geförderten integrierten Projekt "Natural Human-Robot Interaction in Dynamic Environments" (NIFTi) erforscht, welches der Forschungsbereich Sprachtechnologie des DFKI koordiniert. In NIFTi geht es um die Kooperation von Robotern und Menschen bei unterschiedlichen Rettungsaufgaben. Kognitive Modelle verknüpfen die Aufgabe des Roboters, die Lage, in der er und das Team sich befinden und den eigenen Kenntnisstand mit dem der anderen Teammitglieder. Sie bilden die Grundlage für Entscheidungen des Roboters als "team player". Ein wesentlicher Teil der notwendigen Kommunikation zwischen Menschen und Robotern erfolgt dabei in natürlicher Sprache.

    Jedes Jahr evaluiert NIFTi seine Systeme mit mehreren Endanwendern, darunter Such- und Rettungsdienste sowie Feuerwehren. Rettungsmitarbeiter arbeiten zusammen mit NIFTi-Robotern, um gemeinsam ein Katastrophengebiet zu erkunden. Boden- und Luft-Roboter helfen bei der Lagebewertung. Die Übungen basieren auf realistischen Missionen, und werden auf zivilen und militärischen Übungsplätzen der beteiligten Behörden durchgeführt.

    Das NIFTi-Konsortium wird vom DFKI koordiniert. Weitere Partner sind die Niederländische Organisation für Angewandte Forschung, das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme, die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, die mittelständische Firma BlueBotics SA aus Lausanne, die Tschechische Technische Universität in Prag, und die Universität La Sapienza in Rom. Als Endanwender kooperieren mit den NIFTi-Forschungspartnern die Feuerwehr Dortmund mit ihrem Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie, die italienischen nationalen Rettungsdienste, das Einsatzkommando Katastrophenhilfe Bereitschaftsverband der Schweizer Armee, und die Firma RUAG Land Systems.

    NIFTi Projekt-Koordinator:
    Dr. ir. Geert-Jan M. Kruijff
    Tel: +49 681 302 5153
    E-Mail: geert-jan.kruijff@dfki.de

    DFKI-Pressekontakt:
    Reinhard Karger, M.A.
    Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH
    Campus D3 2
    D-66123 Saarbrücken
    Tel.: +49 681 302 5253
    Fax: +49 681 302 5341
    E-Mail: reinhard.karger@dfki.de


    Weitere Informationen:

    http://www.nifti.eu Offizielle Website von NIFTi


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Elektrotechnik, Gesellschaft, Informationstechnik, Maschinenbau, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


    NIFTi-Logo


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).