idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Teilen: 
31.03.2011 11:49

Verknüpfung von Datenbank und Zeitzeugenarchiv - neue Recherchemöglichkeiten zu NS-Zwangsarbeit

Carsten Wette Presse und Kommunikation
Freie Universität Berlin

    Die Online-Datenbank "Informationsportal Zwangsarbeit im NS-Staat" des Bundesarchivs und das digitale Zeitzeugenarchiv "Zwangsarbeit 1939 - 1945. Erinnerungen und Geschichte" der Freien Universität Berlin sind miteinander vernetzt worden. Durch eine sogenannte Meta-Suche ist es Forschenden, Lehrenden, Studierenden und anderen Interessierten daher ab sofort möglich, direkt auf die Bestände beider Archive zuzugreifen.

    Die neue Meta-Suche ermöglicht Interessierten nicht nur eine zielgerichtete Recherche nach spezifischen Orten und dort vorhandenen Archivbeständen, sie erlaubt gleichzeitig auch den Zugriff auf die lebensgeschichtlichen Interviews am jeweiligen Ort eingesetzter oder inhaftierter Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Durch die Verknüpfung beider Online-Portale werden auch lokalgeschichtliche Bildungs- und Forschungsprojekte angeregt, die die Anschaulichkeit der Zeitzeugen-Interviews mit der vielfältigen Akten-Überlieferung in historischen Archiven verbinden wollen.

    Das Online-Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945", ein Kooperationsprojekt der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ) mit der Freien Universität Berlin und dem Deutschen Historischen Museum, enthält 590 lebensgeschichtliche Audio- und Video-Interviews mit ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern. Das ebenfalls durch die Stiftung EVZ geförderte "Informationsportal Zwangsarbeit im NS-Staat" des Bundesarchivs umfasst mit seinen Kernmodulen Nachweise zu einschlägigen europäischen Archivbeständen aus 13 Ländern sowie Grunddaten zu 3 800 KZ-ähnlichen Haftstätten. Beide Institutionen haben die Absicht erklärt, ihre Materialien und Archive zum Thema Zwangsarbeit unter Wahrung der jeweiligen Nutzungsbedingungen enger miteinander zu verbinden, um der Forschung und Bildung weitere Möglichkeiten der netzbasierten Arbeit zu ermöglichen. Die Portale bieten umfassende Recherche-Möglichkeiten und unterstützen unter anderem über eine innovative Bildungsarbeit die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Zwangsarbeit.

    Kontakte und weitere Informationen:
    • Bundesarchiv
    - Dr. H.-D. Kreikamp, Projektleiter "Informationsportal Zwangsarbeit im NS-Staat", Telefon: 030 / 187770-400, E-Mail: hd.kreikamp@bundesarchiv.de
    - Dr. Monika Kaiser, Pressesprecherin,
    Telefon: 030 / 187000-102, E-Mail: m.kaiser@bundesarchiv.de

    • Online-Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945. Erinnerungen und Geschichte."
    Freie Universität Berlin, Center für Digitale Systeme (CeDiS)
    - Dr. Doris Tausendfreund, Projektmanagement,
    Telefon: 030/838-52534, E-Mail: doris.tausendfreund@fu-berlin.de
    - Katrin Plank-Sabha, Öffentlichkeitsarbeit,
    Telefon: 030/838-53705, E-Mail: kplank@cedis.fu-berlin.de

    •Das Informationsportal Zwangsarbeit im NS-Staat finden Sie unter: www.zwangsarbeit.eu

    Das Online-Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945. Erinnerungen und Geschichte." finden Sie unter: www.zwangsarbeit-archiv.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Politik, Recht
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).