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27.02.2002 12:53

"Knall-harte" Physik mit Schwarzen Löchern

Volker Schulte Stabsstelle Universitätskommunikation / Medienredaktion
Universität Leipzig

    Vorschau auf die 66. Physikertagung vom 18. - 22. März 2002 in Leipzig/ Pressekonferenz am 18. 3., 10.15 Uhr, im Neuen Senatssaal der Universität Leipzig, Ritterstraße 26.

    Mit dem Vortrag "TESLA: Zukunftsprojekt der Hochenergiephysik" über einen neuartigen, weltweit einmaligen Teilchenbeschleuniger beginnt am 18. März 2002 (8.15 Uhr, Gewandhaus) die 66. Physikertagung in Leipzig, zu der etwa 1400 Teilnehmer erwartet werden.
    Wie bereits der sich anschließende Vortrag ahnen lässt - "Warum sollte sich die physikalische Forschung den Wolken widmen" von Prof. Jost Heintzenberg von der Universität Leipzig - , steht ein weites Themenspektrum aus Bereichen wie Teilchen-, Umwelt- und Astrophysik, Energieversorgung, Klimapolitik, Abrüstung und Chancengleichheit zur Beratung an.
    "Knall-harte" Physik zählt dazu. So wird ein Gedankenaustausch zu dem Problem Materie und Antimaterie geführt: Wäre nach dem Urknall gleichviel Materie wie Antimaterie übrig geblieben, dann hätten sich Teilchen und Antiteilchen zu purer Energie vernichtet. Dass sich das Universum überhaupt entwickelte, könnte auf einer kleinen Unstimmigkeit zwischen Materie und Antimaterie beruhen. Was gibt's Neues von den Schwarzen Löchern, den kosmischen Staubsaugern, zu berichten? Wie steht's mit der Suche nach Planeten außerhalb des Sonnensystems? Neben solchen kosmischen Fragen werden aber auch Themen wie - PISA lässt grüßen - die Verbesserung des Physikunterrichts oder die Chancengleichheit von Physikerinnen und Physikern im Beruf behandelt. Weitere Stichworte für spannende Fragen: Nuklear-Terrorismus, ABM-Vertrag, Klima-Protokoll, Regenerative Energien, Strahlentherapie oder auch Physik und NS-Zeit. Zu letzterem Thema hält Prof. Dr. Mark Walker (Union College, USA) am 20. 3. (10.15 Uhr, Opernhaus) den Vortrag "Physik und Verantwortung: Die Geschichte der Physik, der Physiker und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft unter dem Nationalsozialismus". Am 21. 3. (18.30 Uhr, Hörsaal 18 des Hörsaalgebäudes der Universität) gibt es den öffentlichen Abendvortrag "Heisenberg in Leipzig" von Prof. Helmut Rechenberg vom Münchner Max-Planck-Institut für Physik und dem Leipziger Universitätsarchivar Dr. Gerald Wiemers.

    Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), 1845 als Physikalische Gesellschaft zu Berlin gegründet, ist die älteste und mit über 42 000 Mitgliedern die zweitgrößte physikalische Fachgesellschaft weltweit. Zahlreiche weltberühmte Forscher waren Präsidenten der DPG, so auch Max Planck und Albert Einstein.

    Die Physikertagung vom 18. bis 22. März 2002, die unter der organisatorischen Leitung von Prof. Dr. Wolfhard Janke (Institut für Theoretische Physik der Universität Leipzig) steht, sieht ihr Anliegen nicht nur darin, den weltweiten Austausch unter Physikern zu befördern, sondern auch interessierten Nicht-Experten ein Fenster zur Physik zu öffnen und das Gespräch mit Gesellschaft und Medien voranzubringen. In diesem Sinne wird am Eröffnungstag, Montag, 18. 3., 10.15 Uhr, im Neuen Senatssaal des Rektoratsgebäudes der Universität, Ritterstraße 26, eine Pressekonferenz stattfinden, zu der hiermit herzlich eingeladen wird.
    Weitere Informationen: Deutsche Physikalische Gesellschaft, Tel.: 02224/951 95-18, E-Mail: presse@dpg-physik.de


    Weitere Informationen:

    http://www.dpg-physik.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Mathematik, Physik / Astronomie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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