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14.06.2012 15:08

Pilzforscher Prof. Dr. Günther Deml vom Julius Kühn-Institut (JKI) geht in den Ruhestand

Dr. Gerlinde Nachtigall Pressestelle
Julius Kühn-Institut

    Mit einem Festkolloquium in Braunschweig verabschiedet das JKI am 15.6. den langjährigen Leiter seines auf Pflanzenkrankheiten spezialisierten Instituts für Epidemiologie und Pathogendiagnostik. Nachfolger des derzeit neben Braunschweig noch in Quedlinburg angesiedelten Instituts mit mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird Dr. Thomas Kühne, der mit ihm seit 2008 als Doppelspitze das Fachinstitut leitet.

    Veränderungen zeichneten Prof. Demls mehr als 20-jährige Zeit als Institutsleiter aus. Der Name seines Arbeitgebers änderte sich, als 2008 aus der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) das Julius Kühn-Institut (JKI) wurde. Der Name des von ihm geleiteten Fachinstituts änderte sich gleich mehrfach infolge von Zusammenlegungen und Umstrukturierungen: So wurde aus dem 1991 von ihm übernommenen Institut für Mikrobiologie der BBA in Berlin in letzter Instanz das heutige JKI-Institut für Epidemiologie und Pathogendiagnostik mit Sitz in Braunschweig.

    Beständig hingegen ist, dass der Mikrobiologe Prof. Günther Deml seit seiner Promotion in Tübingen vor allem mit „Brandpilzen“ arbeitete, einem wichtigen Thema beim Anbau von Kulturpflanzen. Der Name kommt daher, dass befallene Felder wie abgebrannt aussehen. Von den weltweit mehr als 1.400 bisher bekannten Arten richten mehr als 10 % als Parasiten zum Teil große Schäden an, zum Beispiel in Mais (Maisbeulenbrand) oder Weizen (Weizenflugbrand). Die tatsächliche Artenzahl liegt nach Ansicht von Pilzforschern wie Prof. Deml weitaus höher.

    Andere Pilze wie Fusarien, einem weiteren Arbeitsgebiet von Prof. Deml, enthalten für Mensch und Tier hochgiftige Stoffe (Mykotoxine). So war Prof. Deml Stellvertretender Vorsitzender der "Kommission für biologische Gefahren" des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Diese Kommission unterstützt das BfR hinsichtlich der Bewertung und des Vorkommens möglicher Gefahren, die durch biologische Stoffe entstehen können. Seit der EHEC-Krise im Jahr 2011, bei der menschliche Krankheitserreger auf pflanzlichen Nahrungsmitteln gefunden wurden, ist klar, dass das Thema „biologische Sicherheit“ breiter aufzufassen ist. Als Wissenschaftler und Institutsleiter kooperierte Prof. Deml eng mit zahlreichen Universitäten im In- und Ausland.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Tier / Land / Forst
    regional
    Personalia
    Deutsch


     

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