idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Teilen: 
03.12.2012 15:03

Zwei Veröffentlichungen aus Münster in Jahres-Bestenliste von "Optics and Photonics News"

Dr. Christina Heimken Presse- und Informationsstelle
Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

    Fachzeitschrift "Optics and Photonics News" würdigt Veröffentlichungen, die in der Fachwelt auf besonderes Interesse gestoßen sind / Arbeitsgruppe von Physikerin Prof. Dr. Cornelia Denz aus Münster mit zwei Publikationen dabei

    Die renommierte Fachzeitschrift "Optics and Photonics News" hat zwei wissenschaftliche Publikationen des Teams von Physikerin Prof. Dr. Cornelia Denz in die weltweite Liste der 30 besten Arbeiten des Jahres 2012 aufgenommen. Die Zeitschrift erinnert in einer Sonderausgabe zum Jahresende traditionell an die Forschungshöhepunkte des vergangenen Jahres aus den Bereichen Optik und Photonik. Auch bereits in den vergangenen zwei Jahren waren die Forscher der Arbeitsgruppe Nichtlineare Photonik der Universität Münster mit mehreren Arbeiten in der Liste vertreten.

    In der ersten ausgezeichneten Veröffentlichung haben Christina Alpmann, Michael Eßeling und Patrick Rose gezeigt, wie man durch geschickte Überlagerung von Laserstrahlen Lichtkäfige erzeugen kann. Diese sind in der Lage, lichtabsorbierende Mikro- und Nanopartikel zu fangen. Die Käfige haben die Form eines Lichtrings, sodass die Partikel in der dunklen Mitte eingesperrt werden. Den Forscherinnen und Forschern ist es erstmals gelungen, mehrere dieser Lichtkäfige gleichzeitig zu erzeugen und Partikel darin nicht nur zu fangen, sondern mit den Fallen auch zu bewegen. Dies schafft die Voraussetzung, künstliche Strukturen aus Nanopartikeln nach Wunsch maßgeschneidert zu erzeugen.

    Manoel Veiga-Gutiérrez und Mike Wördemann ordneten in der zweiten Studie sogenannte Nanocontainer in einer "optischen Fertigungslinie" aus Lichtfallen an. Diese Studie führten sie gemeinsam mit der Arbeitsgruppe von Prof. Luisa de Cola aus Straßburg in Frankreich durch. Nanocontainer sind Materialien, die in ihrem Inneren lichtaktive Materialien, Medikamente oder auch zu transportierende chemische Botenstoffe enthalten. Die Forscher haben die Nanocontainer in einem "Westentaschenlabor" ("Lab-on-a-chip") mit einem Förderband aus Licht zu künstlichen Strukturen auf Oberflächen zusammengesetzt. Die Wissenschaftler konnten anschließend zeigen, dass diese neuen künstlichen Strukturen auf bestimmte Lichteigenschaften reagieren. So könnten sie in Zukunft als Mikrosensoren eingesetzt werden.

    Artikel in der Dezemberausgabe von "Optics and Photonics News" und Originalpublikationen:

    Dynamic Light Cages: Putting Absorbing Matter Behind Bars (Originalpublikation: Holographic optical bottle beams, C. Alpmann, M. Esseling, P. Rose, C. Denz, Appl. Phys. Lett. 100, 2012, 111101; doi: 10.1063/1.3691957)

    Creating Functional Microstructures with an Optical-Tweezers Assembly-Line (Originalpublikation: Optical-Tweezers Assembly-Line for the Construction of Complex Functional Zeolite L Structures, M. Veiga-Gutiérrez, M. Woerdemann, E. Prasetyanto, C. Denz, L. De Cola, Adv. Mater. 24, 2012, 5199–5204; doi: 10.1002/adma.201201946)


    Weitere Informationen:

    http://www.osa-opn.org/home/articles/volume_23/december_2012/ Dezemberausgabe "Optics and Photonics News"


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


    Die münsterschen Arbeiten erfahren eine besondere Würdigung: Sie zieren das Titelbild der Sonderbeilage. Es zeigt eine künstlerische Darstellung der Arbeiten zu den Lichtkäfigen.


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).