idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
15.03.2013 12:50

FZI-Team für DLR SpaceBot Cup qualifiziert

Vera Münch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

    Das FZI-Team LAUROPE hat sich als eines von acht Forschungsteams für die Teilnahme am Roboter-Wettbewerb SpaceBot Cup des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) qualifiziert / Am 20. März beginnt die 6-monatige Entwicklungsphase / Gefragt sind robotische Systeme, die in einem schwierigen Gelände teilautonom Objekte aufspüren, identifizieren, transportieren und zusammenfügen können

    Das FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe hat sich mit seinem Team LAUROPE als eines von bundesweit acht Forschungsteams für den SpaceBot Cup des DLR Raumfahrtmanagements qualifiziert. Ab dem 20. März 2013 haben die Wissenschaftler ein halbes Jahr Zeit, den am FZI entwickelten Laufroboter LAURON V und die Bodenstation mit ihrer unterstützenden Infrastruktur für das geforderte Explorationsszenario fit zu machen: LAURON muss auf einer Planetenoberfläche so selbstständig wie möglich drei Objekte aufspüren, identifizieren und zur Landefläche zurücktransportieren, um sie dort zu einem Gesamtsystem zu montieren. Dass es sich dabei um eine außerordentlich anspruchsvolle Aufgabe handelt, bringt Teamleiter Dipl.-Ing. Arne Rönnau zum Ausdruck: „Sechs Monate sind nicht viel Zeit, um LAURON für die Aufgaben fit zu machen. Aber von planetaren Explorationsmissionen geht einfach eine ganz besondere Faszination aus. Zum Glück können wir auf zahlreiche Vorarbeiten aus der mobilen Robotik, Objekterkennung und Navigation zurückgreifen. Wir sehen den SpaceBot Cup als Chance viele unserer Entwicklungen in einem System zusammen zu bringen und nehmen die kurze Entwicklungszeit als sportliche Herausforderung.“
    Der Wettbewerb der DLR steht im Zusammenhang mit der Mission DEOS (Deutsche Orbitale Servicing Mission), durch die erstmals eine kontrollierte Entsorgung von Satelliten im Weltall möglich werden soll. Außerdem ist es im Rahmen der Mission geplant, Voraussetzung für Wartungsaufgaben an Satelliten zu schaffen, um die Lebensdauer der Satelliten zu verlängern. DEOS soll 2018 startbereit sein.
    Indische Stabheuschrecke als Vorbild
    LAURON V ist die jüngste Generation des sechsbeinigen Laufroboters, dessen Urahn LAURON 1 bereits 1994 in Karlsruhe das Licht der Welt erblickt hat. Aufbau, Mechanik und Bewegungssteuerung orientieren sich am Körperbau und Bewegungsverhalten der indischen Stabheuschrecke. Mit seinen gelenkigen Spinnenbeinen kann LAURON sich auch in extrem schwierigem und unbekanntem Gelände sicher bewegen. Entwickelt wurde der Roboter für Inspektions- und Serviceaufgaben wie beispielsweise das Räumen von Landminen, die Erkundung von Vulkanen oder die Suche nach Verschütteten.
    Anspruchsvolle technische Herausforderung
    Für den Wettbewerb muss LAURON V eine spezielle sensorische Ausstattung erhalten, damit er seine Umgebung wie gefordert weitgehend autonom erkennen, Hindernissen ausweichen bzw. sie übersteigen und Objekte identifizieren kann. Da der Roboter in jedem seiner sechs Beine über vier Freiheitsgrade verfügt, bewältigt er selbst starke Steigungen sicher. Durch die Anordnung der vier hinteren Beine können die Vorderbeine auch als Greifwerkzeuge eingesetzt werden. Für die Aufgabenstellung im Wettbewerb müssen spezielle Greiffüße entwickelt werden, damit der Roboter die erforderlichen Objekte aufnehmen und in seine Transportbehälter legen kann.
    Weitere Informationen
    FZI Forschungszentrum Informatik
    Haid-und-Neu-Str. 10-14, 76131 Karlsruhe
    Ansprechpartnerin: Johanna Barsch, FZI Corporate Communications and Media
    Telefon: +49 721 9654-904
    E-Mail: barsch@fzi.de
    Internet: http://www.fzi.de
    Über das FZI Forschungszentrum Informatik
    Das FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie ist eine gemeinnützige Einrichtung für Informatik-Anwendungsforschung und Technologietransfer. Es bringt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie in Unternehmen und öffentliche Einrichtungen und qualifiziert junge Menschen für eine akademische und wirtschaftliche Karriere oder den Sprung in die Selbstständigkeit. Geführt von Professoren verschiedener Fakultäten entwickeln die Forschungsgruppen am FZI interdisziplinär für ihre Auftraggeber Konzepte, Software-, Hardware- und Systemlösungen und setzen die gefundenen Lösungen prototypisch um. Mit dem FZI House of Living Labs steht eine einzigartige Forschungsumgebung für die Anwendungsforschung bereit.
    Alle Bereiche des FZI sind nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert; Bereiche mit Anwendungsforschung für Medizinprodukte auch nach DIN EN ISO 13485:2010. Hauptsitz ist Karlsruhe.
    Das FZI ist mit einer Außenstelle in Berlin vertreten.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Elektrotechnik, Informationstechnik, Maschinenbau, Physik / Astronomie, Verkehr / Transport
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).