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02.05.2013 18:57

Neue Fachzeitschrift zum Nahen Osten erscheint in Marburg

Dr. Susanne Igler Pressestelle
Philipps-Universität Marburg

Middle East – Topics & Arguments behandelt in der ersten Ausgabe den Intellektuellen

Das Centrum für Nah- und Mittelost-Studien (CNMS) der Philipps-Universität Marburg veröffentlicht eine neue Online-Zeitschrift. Middle East – Topics & Arguments – erscheint ab sofort zweimal im Jahr und ist kostenlos im Internet zu lesen. Jede Ausgabe des englischsprachigen Magazins beleuchtet ein übergeordnetes Thema aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven. Die Beiträge aus der Feder sowohl namhafter internationaler Forscherinnen und Forscher als auch des wissenschaftlichen Nachwuchses durchlaufen vor der Veröffentlichung ein peer review-Verfahren durch ein einschlägig qualifiziertes Fachkollegium. „Damit sichern wir eine hohe inhaltliche Qualität und bieten gleichzeitig dem talentierten Nachwuchs eine Plattform für erste Veröffentlichungen“, sagt CNMS-Direktor Professor Dr. Albrecht Fuess. Als Beiräte fungieren neben Leibnizpreisträgerin Professorin Dr. Friederike Pannewick (Arabistik) die Marburger Professoren Mohammed Reza Farzanegan (Wirtschaft des Nahen und Mittleren Ostens), Albrecht Fuess (Islamwissenschaft), Rachid Ouaissa (Politik des Nahen und Mittleren Ostens), Walter Sommerfeld (Altorientalistik), Stefan Weninger (Semitistik) und Christoph Werner (Iranistik).

Die erste Nummer vom Mai 2013 behandelt das Thema „The Intellectual“. In Europa sei das Konzept des Intellektuellen häufig an eine Vorstellung universeller Werte gebunden, die eine kritische Haltung gegenüber Staat und Religion beinhalte, erklärt Chefredakteurin Maike Neufeld. In der arabischen Welt und anderen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens sei das Konzept des Intellektuellen zwar weniger erforscht, aber die Frage danach sei hochaktuell, fügt die zweite Chefredakteurin Yvonne Albers hinzu. Dies wurde etwa während des sogenannten Arabischen Frühlings im Jahr 2011 deutlich: „Überrascht von der Abwesenheit intellektueller Führungspersonen haben die einen eine stärkere Einmischung der Intellektuellen gefordert, die anderen das Ende ihres Zeitalters beschworen – eine Entwicklung, die der europäischen nicht unähnlich ist“, sagt Albers. Namhafte internationale Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen wie Philosophin Elizabeth Suzanne Kassab (Beirut), Islamwissenschaftler Jan-Peter Hartung (London) oder Soziologe Gil Eyal (New York), aber auch Nachwuchswissenschaftler wie die Marburger Masterstudentin Julie S. Leube tragen in der ersten Ausgabe von Middle East – Topics & Arguments dazu bei, diese Forschungslücke zu schließen.

Damit kommen in Middle East – Topics & Arguments verschiedene wissenschaftliche Disziplinen zu Wort. Auch die Themen sind breit gefächert: So geht die aktuelle Ausgabe der Frage nach, weshalb der Begriff des „muslimischen Intellektuellen“ als analytische Kategorie überholt ist, porträtiert den algerischen Intellektuellen Mohammed Arkoun und diskutiert die Rolle der Intellektuellen unter dem irakischen Diktator Saddam Hussein. Die Beiträge debattieren dabei durchaus kontroverse Gedanken auf der Basis starker Argumente – wie es der Titel der Zeitschrift verspricht.

Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bis 2015 mit rund 10.000 Euro gefördert und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des kürzlich am CNMS gestarteten Forschungsprojekts „Re-Konfigurationen“ unterstützt.

Weitere Informationen:
Middle East – Topics & Arguments erscheint halbjährlich in englischer Sprache unter http://www.meta-journal.net . Die nächste Ausgabe ist für Dezember 2013 zum Thema: Middle Class geplant. Autoren können Ideen für Beiträge unter http://www.meta-journal.net einreichen.

Universitäts-Vizepräsident für Forschung, Nachwuchsförderung, Wissenstransfer und Internationales, Prof. Dr. Ulrich Koert, CNMS-Direktor Prof. Dr. Albrecht Fuess und Chefredakteurin Yvonne Albers präsentieren der interessierten Öffentlichkeit die Pilotausgabe am 12. Juni 2013 um 18 Uhr (Ort: CNMS, Raum 01A03).
(Bodo Straub/Karolin Sengebusch)

Foto: steht zum Download bereit unter http://www.uni-marburg.de/aktuelles/news/2013b/meta/image_view_fullscreen Prof. Dr. Rachid Ouaissa (rechts) und Karolin Sengebusch (Mitte) erläutern das Journal der Präsidentin der Philipps-Universität, Prof. Dr. Katharina Krause (Foto: Pressestelle der Philipps-Universität/Alexa Barthelmus).

Ansprechpartnerinnen:
Öffentlichkeitsarbeit:
Karolin Sengebusch
Tel.: 064 21/ 28 24 964
E-mail: karolin.sengebusch@staff.uni-marburg.de

Chefredaktion META #1:
Yvonne Albers
Tel.: 064 21/ 28 24 966
E-mail: yvonne.albers@staff.uni-marburg.de
Maike Neufend (z. Z. in Beirut)
E-mail: maike.neufend@staff.uni-marburg.de


Weitere Informationen:

http://www.meta-journal.net


Ergänzung vom 03.05.2013

In Absatz 2 hat sich ein Tippfehler eingeschlichen: Der korrekte Name der Chefredakteurin ist Maike Neufend.


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
Geschichte / Archäologie, Kulturwissenschaften, Religion, Sprache / Literatur, Wirtschaft
überregional
Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch


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