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10.04.2014 11:24

Göttinger Ideenhistoriker mit „Freigeist-Fellowship“ ausgezeichnet

Thomas Richter Presse, Kommunikation und Marketing
Georg-August-Universität Göttingen

    Der Ideenhistoriker Dr. Matthias Roick erhält für die Geschichte der Ethik am Lehrstuhl für Kirchengeschichte der Universität Göttingen ein „Freigeist-Fellowship“ der VolkswagenStiftung. Dr. Roick untersucht die Frage, wie der Begriff der Tugend das Denken und Erleben in der Frühen Neuzeit prägte. Er wird am 29. April 2014 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen in Hannover geehrt. Sein Fellowship an der Universität Göttingen beginnt im Juli dieses Jahres. Er erhält für die kommenden fünf Jahre eine Förderung in Höhe von knapp 530.000 Euro.

    Pressemitteilung
    Nr. 72/2014

    Göttinger Ideenhistoriker mit „Freigeist-Fellowship“ ausgezeichnet
    Dr. Matthias Roick erhält knapp 530.000 Euro für fünf Jahre von der VolkswagenStiftung

    Der Ideenhistoriker Dr. Matthias Roick erhält für die Geschichte der Ethik am Lehrstuhl für Kirchengeschichte der Universität Göttingen ein „Freigeist-Fellowship“ der VolkswagenStiftung. Sein Forschungsvorhaben im Rahmen des Fellowships trägt den Titel „The Ways of Virtue: The Ethica Section in Wolfenbüttel and the History of Ethics in Early Modern Europe”. Dr. Roick untersucht die Frage, wie der Begriff der Tugend das Denken und Erleben in der Frühen Neuzeit prägte. Er wird am 29. April 2014 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen in Hannover geehrt. Sein Fellowship an der Universität Göttingen beginnt im Juli dieses Jahres. Er erhält für die kommenden fünf Jahre eine Förderung in Höhe von knapp 530.000 Euro.

    Anders als bisherige Ansätze schreibt Dr. Roick der Tugendethik eine wesentliche Rolle in der europäischen Kulturentwicklung der Zeit zu. Dies will er anhand des Ethica-Bestandes in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel nachweisen. Dieser Bestand, von Herzog August selbst im 17. Jahrhundert erstellt und verwaltet, enthält neben philosophischen Traktaten besonders auch belletristische Werke, Dramen, Emblembücher, Sprichwörtersammlungen und Gedichtbände. Diese zeugen vom Reichtum und der Vielfalt ethischer Fragestellungen in der Frühen Neuzeit. Ziel seiner Forschungen ist eine neuartige Kulturgeschichte der Ethik, die auch eine fruchtbare Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Modellen ethischer Orientierung ermöglichen soll.

    Matthias Roick, Jahrgang 1976, studierte Philosophie, Neuere Deutsche Literatur und Komparatistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2009 wurde er mit einer Arbeit zum italienischen Humanismus am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz promoviert. Anschließend arbeitete er als Postdoktorand im Göttinger Graduiertenkolleg „Expertenkulturen des 12. bis 18. Jahrhunderts“. Roick war Stipendiat an renommierten Forschungseinrichtungen wie der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel und dem Warburg Institute in London. Er ist zurzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kirchengeschichte der Universität Göttingen.

    Die VolkswagenStiftung möchte die Arbeitsbedingungen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern verbessern. Deshalb hat sie 2013 das Förderprogramm der Freigeist-Fellowships ins Leben gerufen. In der ersten Ausschreibungsrunde wurden insgesamt 8,2 Millionen Euro für den wissenschaftlichen Nachwuchs vergeben. Mit den Fellowships sollen interdisziplinäre und außergewöhnliche Forschungsprojekte an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen ermöglicht werden.

    Kontaktadresse:
    Dr. Matthias Roick
    Georg-August-Universität Göttingen
    Theologische Fakultät – Lehrstuhl für Kirchengeschichte
    Platz der Göttinger Sieben 2, 37073 Göttingen, Telefon (0551) 39-7455
    E-Mail: matthias.roick@gmx.de, Internet: http://www.uni-goettingen.de/de/56590.html


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Geschichte / Archäologie, Kulturwissenschaften, Philosophie / Ethik
    regional
    Forschungsprojekte, Personalia
    Deutsch


    Dr. Matthias Roick


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