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11.08.1998 00:00

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Dr. Wolfgang Mathias Presse und Kommunikation
Universität zu Köln

    Eine Kölner Studie gibt Aufschluß über die Reisewünsche
    von Senioren

    Ausgewiesene Seniorenreisen stehen bei den meisten älteren Menschen nicht hoch im Kurs. Was diese Zielgruppe tatsächlich zu einem Reiseunternehmer zieht, sind ganz andere Aspekte. Zahlreiche Senioren sind von der Möglichkeit angetan, sich auf Informationsveranstaltungen näher mit ihrem Reiseziel vertraut machen zu können. Besonders freudig wird zudem die Möglichkeit honoriert, Informationsmaterialien und Videos erwerben zu können. Die Bewirtung mit Getränken während der Beratungsgespräche im Reisebüro, dessen Verkaufsräume ansprechend als Aufenthaltsräume gestaltet sein sollten, findet ebenfalls großen Widerhall. Zu diesen Ergebnissen gelangt eine Studie von Dr. Andreas Kaapke und Kai Hudetz, die am Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln erstellt wurde.

    Die Wirtschaftswissenschaftler befragten Senioren zu ihren Anforderungen an Reisebüros und -veranstalter. Diese Kundengruppe ist für die Reisebranche von großer Bedeutung. Sie gilt als überaus finanzkräftig und ist aufgrund mangelnder Fremdsprachenkenntnisse und altersbedingter Einschränkungen stärker auf die Dienste von Reiseunternehmen angewiesen als jüngere Kunden.
    Das Alter des Beratungspersonals ist für die Senioren kaum von Bedeutung. Auf einige Serviceleistungen, wie Kurzfristangebote oder einen verspäteten Zahlungszeitpunkt, können Veranstalter im Hinblick auf Senioren getrost verzichten. Viel eher zahlt es sich aus, Kreditkarten zu akzeptieren, denn die meisten älteren Kunden legen auf die Möglichkeit der bargeldlosen Zahlung Wert. Senioren besuchen ein Reisebüro zudem um so lieber, wenn sie in der Nähe Parkplätze vorfinden. Werden ihnen dann auch noch die Parkgebühren erstattet, steigt ihr Zufriedenheitspotential um ein Vielfaches.

    Die Kölner Wirtschaftsforscher konstatieren, daß es Offerten wie diese sind, die es dem Veranstalter ermöglichen, den Kundenstamm der Senioren an sich zu binden. Neben den Anforderungen an Reisebüros, werden auch bezüglich der Reise selbst seitens der Senioren zahlreiche Wünsche laut. Sie schätzen es meist, von zu Hause abgeholt zu werden. Optimal umhegt fühlt man sich als älterer Kunde, wenn sämtliche Anmeldeformalitäten vor Reiseantritt bereits erledigt sind. Den Komfort von verstellbaren Betten und leicht bedienbaren technischen Geräten genießen Senioren mit Vorliebe. Auf den Luxus einer Minibar im Zimmer wird dagegen ohne weiteres verzichtet. Nahezu ebenso unwichtig sind Telekommunikationsmöglichkeiten. Auch die Begeisterung für Lesebrillen im Restaurant hält sich in Grenzen. Doch daß der Tischservice flink und flexibel ist und die Portionsgrößen variabel, steht weit oben auf der Wunschliste der älteren Gäste.

    Eine spezielle Gesundheitskost verlangt im Gegensatz dazu kaum jemand. Wenn es um die Gesundheit geht, spielt allerdings das Vorhandensein eines Arztes in leicht erreichbarer Nähe eine immens große Rolle. Diesen Faktor identifizieren die Wirtschaftsforscher sogar als eine Mindestanforderung, derer sich die Senioren sicher sein wollen, wenn sie sich in die Hände eines Reiseveranstalters begeben. Ihrer Gesundheit tragen ältere Kunden auch Rechnung, indem sie Urlaubsunterkünften mit der Möglichkeit des Besuchs von Badelandschaften und Saunen den Vorzug geben.

    Im heutigen Klima einer verschärften Wettbewerbssituation, sollten Reiseunternehmer, so die Kölner Wirtschaftswissenschaftler, derartige Wünsche ihrer betagteren Kundschaft in ihr zielgruppengerichtetes Marketingkonzept einbeziehen. Nur so läßt sich die Abwanderung von Kunden zur Konkurrenz verhindern.

    (60 Zeilen á 60 Anschläge)
    Verantwortlich: Sylvia Jumpertz

    Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Andreas Kaapke unter der Telefonnummer 0221/ 94360710, der Fax-Nummer 0221/ 94360799 und der Email-Adresse: ifh - koeln @t- online.de zur Verfügung.
    Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web (http://www.uni-koeln.de/organe/presse/pi/index.htm).

    Für die Übersendung eines Belegexemplares wären wir Ihnen dankbar.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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