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18.11.2014 14:14

Regenerationsfähigkeit der Leber: Düsseldorfer Arbeitsgruppe identifiziert neue Stammzelle

Susanne Dopheide Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

    Im Gegensatz zu vielen anderen Organen besitzt die Leber ein hohes Potential zur Regeneration. Dieses hohe Heilungsvermögen wird vor allem durch eine Zellteilung der eigentlichen Leberzellen (Hepatozyten) getragen. Sofern dieser Heilungsprozess gestört ist, treten vermehrt Stammzellen in der Leber auf, deren Herkunft bislang rätselhaft war. Nun wurde durch eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Häussinger, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie in Düsseldorf, eine neue Stammzelle der Leber identifiziert. Dazu erschien am 18. November eine Arbeit in „The Journal of Clinical Investigation“.

    Die Stammzelle war bereits als sogenannte Sternzelle bekannt, doch wurde sie bislang nur mit chronischen Erkrankungen der Leber in Verbindung gebracht und als Verursacher der Leberfibrose angesehen. Transplantationsexperimente zeigten dagegen, dass die Sternzellen in Empfängertieren mit geschädigter Leber wesentlich an der Wiederherstellung des Lebergewebes über eine Bildung verschiedener Zelltypen mitwirken können. Sternzellen wurden nach ihrer Transplantation auch im Knochenmark von Empfängertieren gefunden und zeigten eine außerordentliche Ähnlichkeit mit den dort auftretenden mesenchymalen Stammzellen.

    Diese Erkenntnisse tragen nicht nur zu einem besseren Verständnis regenerativer Prozesse in der Leber bei, sondern ermöglichen auch die Entwicklung neuer Verfahren zur Behandlung von Patienten mit chronischen Erkrankungen der Leber. Darüber hinaus gibt es auch vielversprechende Ansätze der Arbeitsgruppe zur Herstellung von Leberersatzgewebe aus isolierten Sternzellen sowie mesenchymalen Stammzellen des Knochenmarks, die zukünftig eine Alternative zu Organspenden darstellen könnten.

    November 18, 2014 from The Journal of Clinical Investigation:
    Claus Kordes,1 Iris Sawitza,1 Silke Götze,1 Diran Herebian,2 and Dieter Häussinger1
    1Clinic of Gastroenterology, Hepatology and Infectious Diseases, and 2Department of General Pediatrics, Neonatology and Pediatric Cardiology, Heinrich Heine University, Düsseldorf, Germany,


    Weitere Informationen:

    http://Publikation: http://www.jci.org/articles/view/74119
    http://Weitere Information: www.uniklinik-duesseldorf.de/ gastroenterologie


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


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