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19.09.2017 16:54

Nobelpreissymposium: Der Glanz der Medaille

Susanne Dopheide Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

    Jedes Jahr im Oktober gibt die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften die Nobelpreise bekannt. Kaum ein Preis bekommt mehr Aufmerksamkeit in Forscherkreisen und der Öffentlichkeit als der Nobelpreis. Wie entstand diese einzigartig Aura der Exzellenz? Dr. Nils Hansson, Schwede und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), erforscht seit vielen Jahren die Geschichte des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin. Jetzt laden Schwedische Botschaft, das Düsseldorfer Institut und die Charité zu einem Symposium ein.

    Am 2. Oktober lädt das Institut zusammen mit der HHU und der Charité zu einem Symposium mit dem Titel „It’s Dynamite! Der Nobelpreis im Wandel der Zeit“ im Medizinhistorischen Museum der Charité in Berlin ein.

    Für Hansson tragen mehrere Faktoriren zur Bedeutung des Preises bei: „Zum einen handelt es sich um eine sehr geschichtsträchtige Auszeichnung, zum anderen winkt ein erhebliches Preisgeld von ca. 1 Million US-Dollar.“ Dass der Preis gleich in fünf Kategorien – Physiologie oder Medizin, Chemie, Physik, Literatur und Frieden – vergeben wird, macht ihn zu einer Art Olympische Spiele der Wissenschaft.

    Auch Alfred Nobels Name generierte von Anfang Öffentlichkeit. Er war durch die Erfindung des Dynamits schon zu Lebzeiten zu Weltruhm und Reichtum gelangt. Entsprechend groß war das Interesse bereits bei der ersten Preisverleihung im Jahr 1901. Mit den Jahren hat sich der ‚Hype‘ um den Nobelpreis dann mehr und mehr gesteigert, meint Nils Hansson, denn im Glanz eine Nobelmedaille sonne sich nicht nur ihr Träger: „Viele Länder und Universitäten verwenden ‚ihre‘ Laureaten als Beleg ihrer Exzellenz.“ Die Anzahl der hervorgebrachten Nobelpreisträger ist mittlerweile sogar ein Parameter in internationalen Universitätsrankings.

    Auf diese Weise profitiert auch Schweden vom Vermächtnis Nobels. „Nobel ist ein starke Marke, die Schweden jedes Jahr in den Fokus der Weltöffentlichkeit rückt“, sagt Per Thöresson, schwedischer Botschafter in Deutschland. „So wird letztlich auch das Bild von Schweden als Innovationsstandort und Forschungsnation positiv beeinflusst.“

    Die Geschichte des Preises ist auch die Geschichte zahlreicher Forscherkarrieren, denen sein Prestige trotz zahlreicher Nominierungen verwehrt blieb. „Bis heute wissen wir wenig darüber, wie die Entscheidung für oder gegen einen Kandidaten hinter den Kulissen gefällt wird“, sagt Nils Hansson. Gemeinsam mit einer Forschergruppe untersucht er daher die seit 1901 am Karolinska Institut in Schweden archivierten Nominierungen und Gutachten des Nobelkomitees: „Eine Analyse der Nobelpreisakten ermöglicht, die Kontroversen und Trends in der Medizin des 20. Jahrhunderts nachzuvollziehen.“ Symposium „It’s Dynamite! Der Nobelpreis im Wandel der Zeit. Medizinhistorisches Symposium in der Hörsaalruine des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité, 2. Oktober, 15.00 – 18.00 Uhr, Anmeldung: elisabeth.mayr@gov.de, Tel.: 030 / 50506644
    Pressemitteilung der schwedischen Botschaft

    Kontakt: Nils Hansson, PhD, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Med. Fakultät, HHU Düsseldorf, nils.hansson@hhu.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Geschichte / Archäologie, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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