idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
12.10.2017 15:01

Mensch-Roboter-Kollaboration für Industrie 4.0 – 3. Tschechisch-deutscher Workshop in Saarbrücken

Reinhard Karger M.A. DFKI Saarbrücken
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

    Im August 2016 haben Deutschland und Tschechien im Rahmen des Staatsbesuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel ein gemeinsames Innovationslabor für Mensch-Roboter-Kollaboration in Industrie 4.0 gestartet. Seitdem kooperieren die beiden nationalen Exzellenzzentren DFKI Saarbrücken und das tschechische Institut für Informatik, Robotik und Kybernetik (CIIRC) in Prag. Beim 3. Tschechisch-deutschen Workshop werden neue Chancen der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK 4.0) diskutiert und die Umsetzung von MRK 4.0 für Industrie 4.0. konkret erprobt.

    Beim 3. Tschechisch-deutschen Workshop zu Industrie 4.0, der nach Prag und Berlin erstmals im Saarland durchgeführt wird, stellten die Partner jetzt erste Ergebnisse der länderübergreifenden Kooperation vor. Im Mittelpunkt standen die Integration von Forschung und Produktion in Industrie 4.0, konkrete Mensch-Roboter-Kollaborationsszenarien und deren Integration in die Produktionsprozesse.

    In ihrer Videobotschaft zur Veranstaltung sagte Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka: „Es gibt kein anderes europäisches Land, mit dem wir bei den Themenfeldern Industrie 4.0 und Robotik so eng kooperieren wie Tschechien. Ohne die beiden Treiber, den Leiter des CIIRC Prof. Mařík und DFKI-CEO Prof. Wahlster könnte eine solche ertragreiche Kooperation nicht stattfinden“. Die Ministerin hob die Gemeinsamkeiten der industriellen Basis im Maschinen- und Anlagenbau in Tschechien und Deutschland hervor und betonte: „Wir sind stolz auf unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen. Diese Unternehmen in beiden Ländern versuchen wir mit einer gemeinsamen Förderrichtlinie, die auch Wissenschaftseinrichtungen einbezieht, zu unterstützen. Mit den Kooperationspartnern aus Tschechien und Deutschland ist es uns gelungen, das europäische TEAMING-Projekt RICAIP ins Leben zu rufen und erfolgreich beträchtliche Mittel bei der Europäischen Kommission einzuwerben.“

    Ziel im EU-Projekt RICAIP - Research and Innovation Centre on Advanced Industrial Production, das in Zusammenarbeit mit dem CIIRC, der Technischen Universität in Brno (BUT) sowie dem DFKI und dem Zentrum für Mechatronik und Automatisierung (ZeMA) durchgeführt wird, ist die Schaffung eines virtuell integrierten Testbed für das Themenfeld Industrie 4.0. RICAIP verbindet die Forschungseinrichtung und deren Demonstratorumgebung in Tschechien und Deutschland mit dem Ziel, neue Forschungsstrukturen aufzubauen und zu implementieren.

    Das DFKI stellte erstmals ein Szenario vor, das die Unterbrechung, Rekonfiguration und Wiederaufnahme eines kollaborativen Industrie 4.0-Arbeitsprozesses erlaubt, ohne dass die Abläufe manuell redefiniert werden müssen. Dabei wird ein Werkstück, das auf der mobilen robotischen Plattform MIR transportiert wird, per Zufall für eine Qualitätskontrolle ausgewählt. Anstatt den nächsten Werker anzusteuern, weicht die MIR auf ein entsprechendes Signal hin von der geplanten Route ab und setzt ihren Weg nach der Unterbrechung autonom wieder fort. Entwickelt wurde der Systemdemonstrator im Projekt Hybr-IT, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

    Bei dem Workshop gezeigt wurden Systemdemonstratoren aus weiteren BMBF-geförderten Vorhaben, die Industrie 4.0 und deren Umsetzung aus unterschiedlichen Herangehensweisen und mit unterschiedlichen Schwerpunkten untersucht haben. Vorgestellt wurde ein Betriebssystem für Industrie 4.0, das in den Projekten Hybr-iT und BaSys 4.0 entwickelt wurde, und ein Produktionsprozess aus dem Projekt SmartF-IT, in dem Menschen und Roboter flexibel zusammenarbeiten. Neben Mixed-Reality-Szenarien für die standortübergreifende Produktion und der Werkerunterstützung für ergonomisch belastende Montagearbeiten, wurden Konzepte für dynamisch anpassbare Sicherheitszonen in gemeinsamen Arbeitsbereichen von Menschen und Robotern präsentiert.

    DFKI-Kontakt
    Dr. Tilman Becker
    E-Mail: Tilman.Becker@dfki.de
    Tel.: +49 681 85775 5271

    Pressekontakt
    Heike Leonhard, M.A.
    Unternehmenskommunikation DFKI Saarbrücken
    E-Mail: Heike.Leonhard@dfki.de
    Tel.: +49 681 85775 5390


    Weitere Informationen:

    http://www.basys40.de
    http://hybr-it-projekt.de/
    http://www.smartf-it-projekt.de/
    http://www.ciirc.cvut.cz


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Informationstechnik, Wirtschaft
    überregional
    Kooperationen, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Teilnehmer des 3. Tschechisch-deutschen Workshops in Saarbrücken


    Zum Download

    x

    Grußbotschaft von Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).